Wie du dein Herzensbuch richtig planst

WochenrückblickDer wichtigste Tipp für eine Planung, die auch funktioniert

Teil 2 der Serie Zeitmanagement und Buchschreiben

Vor zwei Wochen habe ich dir in einem Beitrag erklärt, warum Zeitprobleme eine Ausrede sind und wie du aus diesem Muster aussteigen kannst. Wenn du diesen Beitrag noch nicht gelesen hast, kannst du es hier tun: Keine Zeit zum Schreiben? Das steckt dahinter.

Und ich habe dir auch versprochen, detaillierter in das Thema einzusteigen. Dieses Versprechen löse ich heute ein. Ich möchte dich nämlich auf einen wichtigen Faktor bei der konstanten Planung deines Herzensbuches aufmerksam machen, der gerne übersehen wird.

Das Planungstool, das ich dir heute vorstelle, hört sich sehr banal an. Es ist aber unglaublich wirkungsvoll, allerdings nur dann, wenn du es auch wirklich in deinen Alltag integrierst. Und das ist meistens genau das Problem: Wir wissen unglaublich viel – aber was davon setzen wir auch wirklich in die Tat um?

Der Fehler in unserer Planung

Sagen wir, du schreibst dir am Anfang der Woche auf, was du in dieser Woche für dein Herzensbuch erledigen möchtest (Das kannst du natürlich auch monatlich machen, wenn du wenig Zeit fürs Schreiben hast). Du schaust immer wieder auf die Liste und hakst deine Punkte ab. Für die nächste Woche schreibst du eine neue Liste. Und die Prozedur beginnt von vorne. Damit ist doch alles so, wie es sein sollte, oder?

Nicht ganz. Denn was passiert eigentlich in dem kleinen Zeitfenster zwischen dem Abschluss der alten und dem Beginn der neuen Liste? ;-)

Verwirrt? Okay, ich erkläre dir gleich, worum es geht:

Machst du einen Wochenrückblick?

Schaust du dir eigentlich nochmal die letzte Woche im Rückblick an, bevor du auf das nächste Ziel losschießt? Analysierst du, was in dieser Woche funktioniert hat und was nicht und warum das so war? Und schaffst du es, wirklich dankbar für die erreichten Ziele zu sein, selbst dann, wenn dir deine Schritte im Verhältnis zum großen Ziel lächerlich klein erscheinen?

Wochenrückblick – das hört sich wahnsinnig kopflastig an (ist es aber gar nicht) und vielleicht zweifelst du als kreativer Kopf daran, dass dir das überhaupt was bringt.

Hier kommen meine Argumente, warum du es trotzdem ausprobieren solltest:

 

Was dir ein guter Wochenrückblick bringt:

1) Du kannst deine Planung nachjustieren

Wenn du regelmäßig einen Wochenrückblick durchführst, findest du sehr schnell heraus, wie realistisch deine Wochenplanung war und an welchen Punkten du dich verzettelt hast. Außerdem kannst du im Rückblick zeitfressende und unnütze Aktivitäten recht gut enttarnen. Diese Erkenntnisse nimmst du in die neue Woche mit und sorgst dafür, dass es jede Woche ein wenig besser läuft.

Das Ergebnis: Du schaffst dir Woche für Woche bessere Ziele und mehr konsequente Zeit zum Schreiben.

2) Du hältst deinen Fokus

Indem du dich nochmal mit den Ergebnissen der letzten Woche beschäftigst, hältst du deinen Fokus auf deinem Projekt. Indem du dich nochmal bewusst mit allem, was du geschafft hast, verbindest, bereitest du dich schon mental auf die nächste Woche vor. Du zeigst deinem Unterbewusstsein, dass du tatsächlich weiter dranbleiben willst und die letzte Planung nicht einfach nur ein ungewollter Zufall war. ;-)

Das Ergebnis: Du bleibst wirklich mental dran und verhinderst, dass du mal zwischendurch für ein paar Wochen vollkommen verpeilt in der Gegend herumläufst. ;-)

3) Worauf schaust du?

Um deine Ziele langfristig fokussiert und freudig zu erreichen, ist es wichtig, dass du dir eine positive Grundhaltung bewahrst. Genau die geht aber leicht verloren, wenn du immer nur auf das schaust, was noch erledigt werden muss und nie auf das, was du schon geschafft hast. Dann hast du nämlich immer einen Berg vor dir und sobald der eine Berg bewältigt ist, kommt schon wieder der nächste. Kein Wunder, dass deine Motivation da irgendwann nicht mehr mitmacht, oder? ;-)

Besonders tragisch wird es dann noch, wenn du deine To Do Listen regelmäßig zu vollpackst, sodass am Ende der Woche noch viele Punkte unerledigt sind. Du strengst dich an und strengst dich an und am Ende kommst du doch nie zum Ziel…

Keinen Wochenrückblick zu machen, bringt dich so ganz leicht in eine Haltung des Mangels: Du siehst nur noch das, was an Arbeit vor dir liegt, aber was du bereits erreicht hast, scheint nebensächlich.

Und genau das solltest du ändern, wenn du leicht und fokussiert schreiben willst. :-)

Vom Mangel in die eigene Größe

Ein guter Wochenrückblick bringt dich in ein Gefühl tiefer Dankbarkeit. Du bist dankbar für das, was geklappt ha t und zollst dir selbst Anerkennung für all die Dinge, die du in dieser Woche vollbracht hast (und du wirst merken: Meist ist das ganz schön viel, wenn wir uns nur mal darauf konzentrieren). Dankbarkeit kann dein ganzes Leben verändern. Durch Dankbarkeit lässt du deine Zweifel und Ängste los und spürst, wie mächtig du wirklich bist. Außerdem lernst du, deine eigene Leistung wirklich zu wertschätzen und deine Erfolge wahrzunehmen. Und damit wird der nächste Schritt auf dem Weg zum Herzensbuch gleich viel leichter.

Vom Chaos in die Klarheit

Wenn du dich während deines Wochenrückblickes auch noch mit deiner großen Vision verbindest, schenkt er dir totale Klarheit darüber, wo du wirklich auf dem Weg zu deinem Herzensbuch bist und wo du vielleicht davon abgekommen bist. Außerdem macht er deinen Erfolg messbar. Wenn du mehrere Wochen lang Dinge getan hast, die dich überhaupt nicht weitergebracht haben, dann hilft dir der Wochenrückblick dabei, das zu erkennen – und diese Tätigkeit durch eine andere, erfolgversprechendere auszutauschen.

Ganz schön viele Gründe, es einmal auszuprobieren, oder?

Machst du einen Wochenrückblick? Und wie sieht es mit einem Monatsrückblick aus? ;-) Schreib mir doch einen Kommentar und erzähle, wie es dir damit geht.

Alles Liebe,

deine Marie

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