Künstler-Interview: Sybille Johann

Heute begrüße ich meine geschätzte Bloggerkollegin Sybille Johann von www.letlifebeamazing.com im Interview. Sybille spricht darüber, warum starre Anleitungen in einem Leben als Künstler nicht funktionieren und erzählt dir, was dir dabei helfen kann, deinen eigenen Weg zu finden. Viel Vergnügen mit dem Künstler-Interview! Sybille, was macht für dich Kreativität aus? …

Gemeinsam sind wir stark!

Dies ist irgendwie ein ganz besonderer Artikel. Er ist inspiriert von der wunderbaren Kreativitäts-Challenge, welche ich in den letzten drei Wochen anleiten durfte. Vor allem aber von der begleitenden Facebook-Gruppe, in der ich wahre Wunder erlebt habe. Ich laufe hier gerade herum wie ein aufgekratztes Huhn, dass gar nicht wusste, …

Was Flow mit Glück zu tun hat

Heute möchte ich dir einen der mächtigsten Feinde des Schwellentrolls vorstellen: Den FlowFlow-Zustand. Denn wenn du im Flow bist, kann dein Schwellentroll dir nichts anhaben. Im Flow bist du ganz du selbst und mit allem verbunden. Das ist jedes Mal sehr ärgerlich für deinen Schwellentroll.

Mit dem Artikel folge ich der Einladung zur Blog-Party von ‘Lebenskünstler Karl’.

Hier geht’s zur Blog-Party, bei der zahlreiche andere Blogger Artikel zum Thema Flow erstellt haben.

Was ist Flow?

  • Flow ist, wenn du so sehr in einer Tätigkeit versinkst, dass du die Zeit vergisst.

  • Flow ist, wenn du aufhörst, zu denken und dein Schwellentroll verstummt

  • Flow ist, wenn du ein tiefes Glücksgefühl empfindest, dass dich mit allem verbindet.

Mein prägendstes Flow-Erlebnis

Seit meiner Kindheit erlebe ich den Flow am Stärksten, wenn ich Geschichten schreibe. Dann, wenn ich es schaffe, die Geschichte fließen zu lassen, ohne groß nachzudenken.

Und plötzlich entwickelt alles ein Eigenleben. Meine Protagonisten tun Dinge, von denen ich nicht einmal geträumt habe.

In diesem Moment bin nicht mehr ich es die sich eine Geschichte ausdenkt. Durch meinen Stift teilt sich etwas mit, was größer ist als ich. Ob diese Kraft, die die Geschichte schreibt nun mein Unterbewusstes ist oder Gott – was spielt es schon für eine Rolle? Wichtig ist, dass ich das Gefühl habe, wichtig, einzigartig und ein Teil des Ganzen zu sein.

Warum der Flow so wirkungsvoll gegen den Schwellentroll ist.

  • wenn du im Flow bist, denkst du nicht nach. Der Schwellentroll kann deine Gedanken nicht benutzen, um dich zu manipulieren.

  • Der Schwellentroll lebt von deiner Angst und deinem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Im Flow-Zustand empfindest du nur Liebe. Und dagegen kommt der Schwellentroll nicht an.

  • Flow ist pure Hingabe an das Leben. Dein Schwellentroll aber lebt von deinem Gefühl der Getrenntheit und Einsamkeit.

 

Bei welchen Tätigkeiten kann man den Flow erleben?

Es gibt ganz sicher nicht DIE EINE TÄTIGKEIT, bei der alle Menschen auf der Welt den Flow erleben. Das ist vermutlich auch gut so. Sonst würden wir ja alle genau das Gleiche machen und die Welt wäre ein sehr langweiliger Ort.

Daher möchte ich dich dazu einladen, einmal darüber nachzudenken, bei welchen Tätigkeiten du in den Flow kommen kannst. Dies sind die richtigen Tätigkeiten zum Auftanken. Sie geben dir Energie statt dir welche zu nehmen.

Da wir Menschen leider sehr vergessliche Wesen sind, macht es durchaus Sinn, sich bevorzugte Flow-Tätigkeiten einmal in einer Art Liste aufzuschreiben. Denn wenn es uns gerade nicht so gut geht, sind wir meist nicht fähig, uns auch noch eine schöne Tätigkeit fürs Wochenende auszudenken. Gut, wenn du dann eine Liste hast, auf die du zurückgreifen kannst.

Wenn du wissen möchtest, was die Wissenschaft zum Thema Flow herausgefunden hat, kann ich dir den Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi empfehlen. Er hat den Begriff des ‘Flow’ geprägt und mehrere Bücher zum Thema verfasst.

Wichtige Kennzeichen für eine Flow-anregende Tätigkeit sind:

  • du bist gut in dieser Tätigkeit und magst sie auch

  • du kannst dich ganz darauf konzentrieren und störende Reize ausblenden.

Kann man Flow auch bei langweiligen oder unangenehmen Tätigkeiten erleben?

Nun gehen wir einen Schritt weiter: Wahrscheinlich fällt es dir nicht schwer, bei deiner Lieblingstätigkeit von Zeit zu Zeit in den Flow zu kommen. Doch jeder Alltag besteht ja auch aus Dingen, die wir nicht so gerne tun oder die uns langweilen.

Wenn Flow der perfekte Zustand ist, wäre es dann nicht schön, ihn immer erleben zu können, ganz gleich, was wir gerade tun?

Hier einige Tipps, wie du auch bei Alltagstätigkeiten in den Flow kommen kannst:

  • mache nur eine Sache gleichzeitig. Deine Konzentration kann dich nur dann in den Flow führen, wenn du ganz bei der Sache bist.

  • versuche das, was du tun musst, als Herausforderung zu sehen. Mache es gründlich und gut.

  • Versuche nicht, perfekt zu sein. Die damit verbundenen Sorgen reißen dich schnell wieder aus dem Flow Gefühl.

  • versuche Störungen zu eliminieren, während du die Aufgabe abarbeitest. Kein Handy, kein Facebook, kein Kollege, der dich dreimal etwas fragt.

  • Setze dir ein Zeitfenster, in dem die Aufgabe erledigt wird: Nicht zu groß, damit du nicht abschweifen kannst und nicht so klein, dass du in Stress gerätst. Plane nur für eine Zeitspanne, für die deine Konzentration reicht. Fange mit kleinen Zeitspannen an. Wie wäre es mit 10 Minuten konzentriert die Küche aufräumen?

  • Trainiere deine Aufmerksamkeit: Wenn deine Gedanken von der aktuellen Aufgabe abschweifen, atme einmal tief durch und komme sanft wieder zur Tätigkeit zurück.

  • Lobe dich, wenn du eine Aktivität zufriedenstellend ausgeführt hast: Damit ebnest du den Weg für weitere Flow-Erlebnisse und machst es dem Schwellentroll schwer, sich wieder in deinen Gedanken breitzumachen. Du bringst dir damit selbst bei, wie schön es ist, Tätigkeiten auf die oben beschriebene Art und Weise auszuführen.

Einen Erfahrungsbericht dazu, erstellt von dem Blogger ‘Lebenskünstler Karl’ findest du hier.

Je fremdbestimmter dein Leben durch Kollegen und Chefs etc. ist, desto schwieriger ist es natürlich, diese Dinge umzusetzen. Aber es gibt immer kleine Dinge, an denen du diesen Zustand üben kannst. Beim Hausputz, beim Einkaufen, beim Kochen.

Immer meinen wir, das Glück irgendwo da draußen finden zu müssen. Im Urlaub, in dem neuen Job, dem neuen Haus…

Was, wenn wir erst einmal mit dem Glück anfangen, dass jetzt schon für uns verfügbar ist?

Flow ist Glück

Wenn du vergeblich auf der Suche nach Glück in deinem Leben bist, solltest du es einmal mit dem Flow probieren.

Wie wäre es, wenn du dir noch ein paar weitere Flow-Tätigkeiten erschließt?

Wie wäre es, wenn du versuchst, auch bei Alltagstätigkeiten in den Flow zu kommen?

Wenn du das tust, hast du in jedem Fall ein wirkungsvolles Werkzeug gegen den Schwellentroll zur Hand.

Austausch: Bei welcher Tätigkeit kommst du in den Flow? Was ist deiner Meinung nach besonders kennzeichnend für dieses Erlebnis? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie