Schreiben in schwierigen Zeiten

– ein Leitfaden für Schriftsteller, die es gerade nicht so einfach haben Das Leben ist ja kein Ponyhof, wie allgemein bekannt ist. Es sei denn, du bist ein Pony, und dann wird deine Idylle garantiert durch etwas gestört, was uns Menschen gar nicht auffällt. Zum Beispiel durch die verstörende Tatsache, …

Vom Widerstand gegen das Schreiben Teil II

Unterschiedliche Formen von Widerstand gegen dein Romanprojekt unterscheiden lernen „Hallo Schwellentroll?“ „Hmmmpff??!“ (Schwellentroll schielt misstrauisch zu mir hinüber) „Sag mal, wärst du so nett, deinen Widerstand gegen mein Schreibprojekt aufzugeben? Was bringt es dir denn, mich derart zu ärgern? Können wir das Ganze nicht wie vernünftige Menschen lösen? Zum Beispiel: …

Warum Dankbarkeit mehr als purer Luxus ist

Dies ist ein Beitrag zur Dankbarkeits-Blogparade von Mara Stix. Dort findest du viele weitere Artikel zum Thema Dankbarkeit. Schau doch einfach mal vorbei! :-)

Vor einigen Wochen habe ich begonnen, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. Heimlich, als mein Schwellentroll gerade nicht hingesehen hat.

Leider hat er es doch gemerkt. Und musste natürlich seinen Senf dazu abgeben.

Bäääh“ sagte er und streckte mir die Zunge raus. „Wofür willst DU denn dankbar sein? Schau dir doch mal andere Leute an.

Der Herr Müller, der hat genug Geld, um dreimal im Jahr eine richtig tolle Reise zu unternehmen. Letztens war er sogar in Neuseeland. Ist das nicht das, wo du schon so lange hin willst?

Oder die Frau Meier, die hat geerbt. Sie kann sich jetzt voll und ganz ihrer schöngeistigen Kreativität widmen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob sie den Kram auch verkaufen kann.Und sie hat diesen schönen alten Bauerhof mit der riesigen Pferdekoppel…“

„Und was hat das jetzt mit mir zu tun?“ ich war ziemlich genervt.

Nun“ der Schwellentroll grinste. „Dankbarkeit ist Luxus, den du dir leisten kannst, wenn du es geschafft hast. Jetzt ist es nur Zeitverschwendung, denn du wirst ohnehin nichts finden, wofür du dankbar sein könntest. Also lass den Unsinn!“

Die Wette

„Dann lass uns wetten“

WAS?“

Jetzt war es an mir, ihn frech anzugrinsen:

„Lieber Schwellentroll, hiermit gebe ich feierlich meine Wette mit dir bekannt:

Ich wette, dass es jeden Tag mindestens 5 Dinge gibt, für die ich dankbar bin. Wenn ich verliere, höre ich dir weiterhin zu. Wenn ich aber gewinne, musst du die Klappe halten.“

Er war nicht sehr begeistert. Aber er macht mit. :-)Dankbarkeit

Warum auch du wetten solltest

Was wäre, wenn auch du eine Wette mit deinem Schwellentroll abschließen würdest? Und wenn deine Freunde und die Freunde deiner Freunde das auch tun würden? Das würde die Schwellentrolle dieser Welt ganz schön durcheinander bringen.

Vielleicht reicht dir dieses Argument noch nicht, um die Anstrengung auf dich zu nehmen, dankbar zu sein? Dann findest du hier drei weitere Gründe, warum es sich wirklich lohnt, sich auf Dankbarkeit zu konzentrieren:

1) Wenn du dankbar bist, kannst du dich nicht auf das Negative konzentrieren.

Wenn du es mir nicht glaubst, probiere es einfach selbst aus. Versuche einmal, in einer Situation, in der du richtig dankbar bist, gleichzeitig unglücklich zu sein. Das funktioniert nicht so recht, richtig? Du musst dich also entscheiden: Möchtest du lieber dankbar sein oder unglücklich? Es liegt ganz bei dir.

2) Dankbarkeit macht glücklich

Dankbarkeit blendet nicht nur das Negative aus, sie macht sogar selbst glücklich. Das tolle dabei: Du brauchst nicht viel, um glücklich zu sein. Ein Sonnenstrahl, den du wirklich wahrnimmst und genießt, kann dir mehr Glück bringen als die Gehaltserhöhung, auf die du schon so lange wartest. Mit der Entscheidung, dankbar zu sein, nimmst du anderen einen Großteil ihrer Macht über dein Leben. Und du kannst anfangen, glücklich zu sein, obwohl dein Leben vielleicht noch nicht so ist, wie du er dir wünschen würdest.

3) Dankbarkeit gibt dir die Möglichkeit, etwas zu verändern

Eine der hartnäckigsten Fehlschlüsse in Bezug auf Dankbarkeit ist der Folgende: ‘Wenn ich dankbar bin, habe ich ja keinen Grund mehr, etwas in meinem Leben zu verändern. Nur solange ich unglücklich bin, gehe ich meine Probleme an.’ Nun frage dich einmal selbst: Wann kommst du besser zum Ziel: Wenn du angespannt bist und dir Sorgen machst oder wenn du konzentriert und fokussiert auf ein Ziel zuarbeitest? Dankbar zu sein bedeutet nicht, zu sagen, dass alles perfekt ist und genauso bleiben kann. Es geht eher darum, zu sehen, was SCHON DA IST. Wenn du dich auf Dankbarkeit konzentrierst, kannst du die Dinge loslassen, die dich ärgern oder dir Sorgen machen – und all die freigewordene Energie in das stecken, was dir wirklich wichtig ist: In deine Träume.

Das Tagebuch der Dankbarkeit

Ein Dankbarkeitstagebuch zu führen, hat mir innerhalb recht kurzer Zeit geholfen, immer mehr schöne Dinge in meinem Leben wahrzunehmen.

Ich mache das folgendermaßen:

Jeden Abend schreibe ich in ein kleines Heftchen mehrere Dinge, für die ich an diesem Tag dankbar war, mindestens aber fünf. Es gibt Tage, an denen ich tatsächlich etwas suchen muss, aber es ist mir noch nie passiert, dass mir nichts eingefallen ist. ;-)

Welche Dinge ich aufschreibe? Berufliches, Privates, das Wetter, der Vogel, der vor meinem Fenster singt… einfach alles, was mir auffällt. Es gibt nur ein einziges Kriterium für die Aufnahme in mein Dankbarkeitstagebuch:

Dass mir diese Sache ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wenn du auch ein Tagebuch der Dankbarkeit schreiben willst, achte dabei auf Folgendes:

  • schreibe nur Dinge auf, für die du wirklich dankbar bist. Es geht nicht darum, was andere denken, wofür du dankbar sein solltest.

  • Bewerte die Dinge die du aufschreibst nicht nach ihrer Wichtigkeit. Wer sagt, dass das erste Schneeglöckchen im Beet dich nicht genauso dankbar machen kann wie dein Traumjob?

  • Versuche nichts zu erzwingen. Wenn es dir schwer fällt, Dinge zu finden, für die du Dankbarkeit empfindest, beginne mit einem Punkt pro Tag. Du kannst die Anzahl später ja immer noch steigern.

Die Kampfansage

Hier kommt nun also meine erste Kampfansage an die Schwellentroll-Wette. Heute gilt meine tiefempfundene Dankbarkeit den folgenden Punkten:

1) Ich bin dankbar dafür, dass du meinen Text liest. Das bedeutet mir sehr viel, denn es beweist, dass wir gemeinsam etwas gegen die Schwellentrolle dieser Welt ausrichten können. :-)

2) Ich bin dankbar dafür, dass ich so bin wie ich bin. Mit all meinen Ecken und Kanten. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass es mir mit mir selbst nie langweilig wird. :-)

3) Ich bin dankbar dafür, dass ich so viele wunderbare Menschen kenne, bei denen ich mich geborgen und verstanden fühlen darf.

4) Ich bin dankbar für meine Kreativität. Ich empfinde sie als ein ganz besonderes Geschenk, mit dem man viel Spaß haben kann. :-)

5) Ich bin dankbar dafür, dass es meinen Schwellentroll gibt, da ich jedes Mal, wenn ich mich mit ihm auseinandersetze, ein wenig mehr über dieses atemberaubend schöne Leben hier auf der Erde lerne. (Oooh, dieser Punkt hat meinem Schwellentroll echt wehgetan ;-)).

Eigentlich könnte ich noch viele andere Punkte hinzufügen, doch die hebe ich mir für mein Dankbarkeitstagebuch auf.

Stattdessen würde ich mich freuen, wenn DU mir in den Kommentaren mitteilst, wofür DU dankbar bist. :-)

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Herbstdepression

HerbstdepressionWarum dein Schwellentroll die dunkle Jahreszeit liebt – und wie du ihn mit eigenen Waffen schlagen kannst.

In den letzten Tagen war es bei uns sehr nebelig. Die ganze Welt schien in weiße Watte gepackt zu sein und in den Spinnennetzen hing die Feuchtigkeit.

Dabei war es doch noch vor zwei Wochen fast sommerlich.

Und dann? Die Uhr wurde umgestellt, die Dunkelheit kam und mit ihr die Kälte.

In diesem Jahr ist es sehr plötzlich Herbst geworden.

Wir alle haben unsere Schwierigkeiten mit Dunkelheit und Kälte. Manche von uns fallen sogar in eine Herbstdepression. Und das wiederum liebt unser Schwellentroll.

Wie geht es dir dabei?

Kennst du das?

Dir fällt das Aufstehen morgens immer schwerer, weil es draußen noch dunkel und kalt ist?

Siehst du die Sonne nur auf der Arbeit ein bisschen durchs Fenster hereinscheinen, doch kaum bist du auf dem Heimweg, ist es schon wieder dunkel?

Dem Schwellentroll gefällts. Er hat jetzt sozusagen Hochkonjunktur.

Aber wir wollen ihm doch nicht kampflos das Feld überlassen, oder?

Die Fakten:

Es wird dunkel und still. Das ist nun mal ein Fakt. Und wenn du es dir nicht leisten kannst, den Winter auf der Südhalbkugel zu verbringen, wirst du damit leben müssen.

Im Winter brauchen wir mehr Schlaf. Auch das ist ein Fakt, denn unser Schlafbedürfnis richtet sich stark nach den Sonnenstunden des Tages aus. (das schreibt der Fokus dazu) Es ist also vollkommen normal, dass du müde bist, wenn du genauso aktiv bist wie im Sommer.

Doch was kann die dunkle Zeit dir geben?

Was tun?

Hör nicht auf deinen Schwellentroll, wenn er dich ausschimpft, weil du müde bist.

Sag dir immer wieder, dass es normal ist, im Herbst müde zu sein. Wenn du eine Herbstdepression hast, dann kämpfe nicht gewaltsam dagegen an. Gehe achtsam mit dir um und gönne dir so viel Ruhe, wie es unter deinen Lebensumständen möglich ist. Versuche, Ruhe und Schlaf eine höhere Priorität in deinem Leben zu schenken.

Nutze die Grübel-Zeit, um deinen Schwellentroll in seine Grenzen zu weisen.

Wenn die Welt dunkel und still wird, neigen wir zum Grübeln und es kommen allerhand unangenehme Gedanken hoch. Dieses In-sich-Gehen ist zunächst einmal ein natürlicher Prozess und du kannst ihn durchaus für dich nutzen

  1. Nutze die Grübel-Zeit um schöne, besinnliche Dinge zu machen, die deine Gedanken auf etwas Positives lenken. (Musik hören, Kunst, werkeln…)

  2. Nutze die Zeit für Achtsamkeits- und Entspannungsübungen. Das wird dich auf andere Gedanken bringen und zugleich deine Müdigkeit bekämpfen.

  3. Wenn so viel Negatives in dir hochblubbert, höre dieser Stimme doch eine Weile zu und schreibe auf, was sie so erzählt.

Vielleicht kennst du das folgende Zitat aus dem Wallenstein:

Der Wein erfindet nichts, er schwatzts nur aus.

Mit den dunklen Gefühlen, die in der kalten Jahreszeit hochkommen, ist es genauso. Sie waren schon vorher da. Daran ist nicht das graue Wetter Schuld. Und auch kein Mangel an Vitamin D. Diese äußeren Umstände führen nur dazu, dass du gezwungen bist, zu erleben, was innerlich in dir vorgeht.

Nutze dies doch, statt es zu verdammen: Wo in deinem Leben gibt es Unstimmigkeiten, die du dir mal ansehen solltest? In der erzwungenen Ruhe des Herbstes wirst du dein Leben sehr viel klarer sehen.

Nimm dir Zeit für dich!

Aber Marie, wirst du jetzt sagen, ich würde mich ja gerne ausruhen, aber mein Chef! Der wartet doch nicht ab, bis ich Winterschlaf gehalten habe!

Und wieder einmal stecken wir in der Klemme zwischen dem System, was uns unnatürliche Dinge abverlangt und unseren eigenen Bedürfnissen.

Trotzdem möchte ich dich dazu einladen, dir selbst in den kommenden Monaten auf liebevolle Weise mehr Ruhe und Besinnlichkeit zu gönnen.

Kleine Auszeit

Dafür brauchst du nicht viel Zeit. Schon zehn Minuten Zeit für dich pro Tag können in dir einen Wandel auslösen und deine Herbstdepression in ihre Grenzen weisen. Setze dich hin und sei einfach bei dir. Oder zünde eine Kerze an und höre beruhigende Musik. Gerne kannst du auch eine Runde spazieren gehen. Tu, was dir gut tut und was dir das Gefühl von mehr Tiefe und mehr Sanftheit in deinem Leben gibt.

Leistungsmensch?

Wenn du ein ausgesprochener Leistungsmensch bist, ist diese Übung besonders wertvoll für dich. Je schwerer es dir fällt, dir diese Ruhepausen einzuräumen und je unwohler du dich dabei fühlst, desto mehr profitierst du davon. Gib also nicht gleich auf, wenn sich die erste Unruhe in dir breit macht. Dies ist Teil des Prozesses.

Wie geht es dir mit der dunklen Zeit? Hast du schon angefangen, ihre Vorteile zu nutzen? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie