Schreiben im Einklang mit dir selbst

Schreiben im Einklang mit dir selbstEs gibt im Grunde genau zwei Wege, dein Leben zu leben. Entweder du schaust auf das was die anderen tun. Du orientierst dich an dem, was sie für möglich und machbar halten. Oder aber du lauschst dir selbst und findest heraus, was du wirklich willst. Überprüfst, wie viele dieser Verhaltensregeln für dich selbst gar nicht stimmig sind.

Das sind jetzt wahrscheinlich keine überwältigenden Neuigkeiten für dich. Aber hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass es auch beim Schreiben zwei Wege gibt?

Dies ist ein Beitrag zur Blogparade ‘Leben im Einklang mit sich selbst’ von KreativGedacht

Vielen Dank für die tolle Idee, da steuere ich gerne etwas bei :-)

Schreiben im Einklang mit dir selbst – was bedeutet das?

Du schreibst im Einklang mit dir selbst, wenn du weißt wofür dein Leben steht und was du mit uns allen teilen möchtest.

Du schreibst im Einklang mit dir selbst, wenn du genau die Geschichten schreibst, die dich wirklich berühren.

Du schreibst im Einklang mit dir selbst, wenn du einen sanften Umgang mit Zweifeln und Blockaden kultiviert hast und kontinuierlich schreibst, ohne dich zwingen zu müssen.

Du schreibst im Einklang mit dir selbst, wenn deine authentische, kraftvolle Stimme aus deinem Inneren hervorbricht und einen Roman in ein Unikat verwandelt.

Schreiben im Einklang mit dir selbst – ist das überhaupt realistisch?

Sicher willst du dich beim Schreiben authentisch ausdrücken. Jeder Schriftsteller kennt dieses Bedürfnis. Doch da gibt es ja auch noch Kunden, Verlage oder einfach die Fans aus dem Freundeskreis. Und alle haben eine eigene Meinung dazu, wie und was du schreiben solltest.

Dann sind da noch die zahlreichen Verpflichtungen des Alltags, allgemeine Glaubenssätze wie ‘wenn du erfolgreich sein willst, musst du schreiben, was die anderen lesen wollen’ und zu guter Letzt – der Schwellentroll.

Als Schwellentroll bezeichne ich jene Stimme in deinem Inneren, die starke Zweifel an deinen Fähigkeiten als Schriftsteller hat. Der Schwellentroll mault in deinem Kopf herum, sagt gemeine Sachen über dein angeblich nicht existierendes Talent und boykottiert dich in jeder Hinsicht, wenn du mal wirklich im Einklang mit dir selbst schreiben willst.

Doch was kannst du tun, um Schreiben im Einklang mit dir selbst zu kultivieren?

Was willst du wirklich?

Alles im Leben beginnt mit einer simplen Entscheidung. Als Autor musst du dich irgendwann der Frage stellen, was dir am Schreiben wirklich wichtig ist. Der persönliche Ausdruck? Der Schöpfungsprozess? Die Bewunderung deiner Fans? Oder die Bezahlung durch Kunden oder Verlage?

Je nachdem wie deine Antwort ausfällt, musst du deinen Schreibprozess unterschiedlich angehen.

Es ist absolut wichtig, zu wissen, bei welchen Werten du auf gar keinen Fall Abstriche machen willst. Der Versuch, alle Ziele gleichzeitig mit ins Boot zu nehmen, führt schnell zur Verwirrung.

Übrigens bedeutet das NICHT, dass du dich zwischen dir und deinen Fans oder zwischen Kreativität und Geld entscheiden musst. Aber du musst wissen, wo deine Prioritäten liegen. Wie viele Abstriche bist du beispielsweise bereit an deinen Ideen und deinem Stil zu machen, um unbedingt einen Verlag für dich zu interessieren?

Wenn du weißt, was du willst, bist du nicht mehr so leicht manipulierbar. Du kannst, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht, ganz bei dir bleiben und achtsam deine Wahl treffen.

Manchmal tut es weh

Wenn du nach mehr Einklang mit dir selbst strebst, tauchen plötzlich Wertekonflikte auf, die zuvor gar keine Rolle gespielt haben.

Beispiel: Ich sitze aktuell an der Überarbeitung eines Romans, in dem ein lustiger und ziemlich ausufernder Erzähler zu Wort kommt. Einer meiner zentralen Werte für dieses Buch ist es aber nun mal, die Geschichte optimal zum Leben zu erwecken – mit der Folge, dass ich ganze Passagen meines heißgeliebten Erzählers wegkürzen muss, um die Geschichte lesbarer zu machen.

Noch schmerzhafter ist es, das verlockende Angebot eines Verlages auszuschlagen, weil dessen Ideen mit deinen Werten kollidieren.

Schmerzhaft ja – doch welchen Preis zahlst du langfristig, wenn du deine wichtigsten Werte verrätst?

Wieviel Anpassung ist okay?

Natürlich kannst du nicht immer mit dem Kopf durch die Wand gehen. Wenn du zum Beispiel einen Lektor oder Testleser hast, solltest du dessen Anmerkungen zumindest ernsthaft überdenken, denn oft sehen fremde Menschen genau die wunden Punkten, denen wir uns selbst nicht zu nähern wagen.

Doch wann wird es zu viel mit der Anpassung? Wann verlierst du dich selbst?

Zur Beantwortung dieser Frage lausche ich regelmäßig nach innen. Denn in unserem Inneren gibt es eine Stimme, die zu hundert Prozent weiß, wie viele Kompromisse wir machen können, bevor wir uns verlieren. Ich habe es mir zur Regel gemacht, diese Antworten immer anzuerkennen.

Die innere Stimme hören – wie geht das?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die innere Stimme ist nicht unbedingt eine Donnerstimme, die dir im Predigerton vorträgt, was du zu tun hast.

Jeder Mensch hat eine innere Stimme, doch bei jedem findet sie eine andere Art sich auszudrücken. Sie kann leise sein, in Worten, Bildern oder Gefühlen sprechen. Deine innere Stimme passt zu dir und deiner Persönlichkeit.

Wenn du allerdings von klein auf gelernt hast, deine innere Stimme zu ignorieren, ist es gut möglich, dass sie ziemlich leise geworden ist. Doch sie ist noch da – ganz sicher. Und du kannst dich trainieren, sie wieder intensiver wahrzunehmen.

Beginne einfach mit dem, was du noch wahrnehmen kannst und weite es dann langsam aus. Vielleicht kennst du ein ‘komisches Bauchgefühl’, wenn du Dinge tust, die nicht zu dir passen oder du verspürst Verspannungen oder Schmerzen, wenn dir etwas bevorsteht, wovor du Angst hast. Dies sind die gröbsten Warnsignale deiner inneren Stimme – lerne, sie immer subtiler wahrzunehmen.

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Im Einklang mit dir selbst schreiben – warum ist das überhaupt wichtig?

Okay, wann hast du dir zum letzten Mal bewusst gemacht, dass dein Leben ziemlich begrenzt ist und du im Grunde keine Ahnung hast, wie viel Zeit dir noch bleibt? Ich finde, das ist Grund genug, das Leben nicht mit Nichtigkeiten zu verschwenden.

Natürlich ist es okay, wenn du im Auftrag eines Verlages mal ein Buch schreibst, das nicht ganz auf deiner Linie ist. Du kannst das so häufig machen, wie du willst. Doch hast du dir einmal durchgerechnet, wie viele Bücher du bestenfalls in diesem Leben noch schreiben wirst? Willst du wirklich bei jedem einzelnen einen Kompromiss machen?

Vielleicht hört sich das etwas drastisch an, aber alles in diesem Leben bringt gewisse Konsequenzen mit sich.

Wenn du beim Schreiben dein Fähnchen nach dem Wind drehst, wirst du vielleicht schneller erfolgreich sein und leichter einen Verlag finden. Aber du wirst auch den Funken in dir, deine wahre Schöpferkraft nie erwecken. Du wirst deine Herzensgeschichte ewig schlummern lassen.

Wenn du im Einklang mit dir selbst schreibst, kann es sein, dass du auf zusätzliche Hindernisse und Unverständnis stößt. Aber dafür kannst du ganz und gar mit deinem Werk zufrieden sein und wenn du dann erfolgreich bist, ist es eine voller Sieg und kein Kuhhandel mit dem scheinbar stärkeren Partner.

Obwohl sich das jetzt sehr polarisierend anhört: Es gibt im Grunde kein Richtig und kein Falsch. Die Frage ist: Was willst du in deinem Leben erreichen? Was macht dich glücklich? Und bist du bereit, voll für deine Werte einzustehen?

Wenn du dich dem Schreiben im Einklang mit dir selbst annähern und deine Schreibblockade ganzheitlich überwinden möchtest, kannst du dir hier mein kostenloses E-Book dazu herunterladen.

Und falls du herausfinden möchtest, was Schreiben im Einklang mit dir selbst für dich konkret bedeuten könnte, kannst du hier ein kostenloses Orientierungsgespräch mit mir buchen. Ich freue mich auf dich! :-)

Einladung zum Austausch: Was bedeutet Schreiben im Einklang mit dir selbst für dich? Ist dir das überhaupt wichtig? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Alles Liebe,

deine Marie