Keine Zeit zum Schreiben? Das steckt dahinter

Keine Zeit zum Schreiben Warum du WIRKLICH keine Zeit zum Schreiben hast

Zeit ist ein erstaunliches Phänomen. Mal fließt sie zäh wie Harz (zum Beispiel wenn du auf ein unangenehmes Gespräch wartest) und mal ist sie schon weg, bevor du sie überhaupt bemerkt hast. Vor allem dann, wenn du sie dringend brauchst.

Eigentlich total irre, oder? Wie kann etwas, das wir mit einer Uhr zweifelsfrei messen können, in derart unangemessener Weise sein Tempo verändern?

Doch genauso funktioniert das auch beim Schreiben. Mal hast du eine Stunde Zeit und du vollbringst ein wahres Wunder. Und mal hast du in der gleichen Zeit nicht einmal angefangen, darüber nachzudenken, was du für dein Herzensbuch tun könntest.

Natürlich verändert die Zeit nicht wirklich ihr Tempo. Die Veränderung liegt in deiner Wahrnehmung und das ist genau genommen eine gute Nachricht. Denn alles, was mit dir zu tun hat, kannst du beeinflussen.

Warum du keine Zeit zum Schreiben hast

Vielleicht hältst du das mit der Wahrnehmung aber auch für Humbug. Schließlich hast du wirklich keine Zeit, denn dein Alltag ist vollgepackt mit tausend Dingen, die erledigt werden müssen. Arbeit, Familie, Haushalt – so viele Dinge beanspruchen deine Aufmerksamkeit. Du bemühst dich nach Kräften, aber es bleibt einfach nicht genug Schreibzeit für dich übrig. Und wenn du dir Zeit nimmst, hast du vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen. Oder kannst dich einfach nicht konzentrieren, weil du noch ganz abgekämpft von deiner letzten Aufgabe am Schreibtisch gelandet bist.

Und vielleicht fühlst du dich jetzt benachteiligt und schaust voll Neid auf die Schriftsteller, die finanziell abgesichert und außerdem ungebunden sind. Ja, denkst du dir, wenn ich das hätte, dann wäre mein Buch auch längst fertig. Und du träumst davon, dich wenigstens einmal mehrere Monate zum Schreiben zurückziehen zu können.

Denn dann wird es ganz sicher klappen mit deinem Herzensbuch.

Tut mir leid, ich muss dir jetzt etwas sagen, was dir wahrscheinlich nicht gefallen wird:

Willkommen im Land der Ausreden

Auf den richtige Zeitpunkt warten zu müssen, ist eine Ausrede und sonst nichts. Der richtige Zeitpunkt kommt nämlich nie, denn er ist immer JETZT. Wenn du wartest und auf das perfekte Zeitfenster für dein Buch hoffst, dann fängst du nie an. Und zwar aus einem simplen Grund: Du hast deine Macht abgegeben. Du wartest darauf, dass dir jemand die Absolution erteilt, dass du dich mit deinem Herzensbuch beschäftigen darfst. Doch nur du kannst dir die Erlaubnis geben. Wenn du es dir wert bist.

In dieser Mangelhaltung wird es dir gar nichts bringen, ein ganzes Jahr Zeit für deinen Roman zu haben. Glaub mir, du wirst tausend Dinge finden, die gerade noch vorher erledigt werden müssen. Und selbst wenn du keine Ausrede mehr hast, wirst du möglicherweise nichts zu Papier bringen – schließlich ist der Druck, der auf dir lastet, enorm, wenn du dir extra für dein Buch ein Jahr freigenommen hast.

Die Größte aller Ausreden

Doch ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Ich behaupte, dass keine Zeit zum Schreiben zu haben insgesamt die größte Ausrede aller Zeiten ist (neben der Ausrede, kein Geld für Bücher, Kurse oder sonstige Fortbildungen zu haben).

Und vielleicht bist du jetzt empört, weil es sich für dich überhaupt nicht nach einer Ausrede anfühlt. Du hast wirklich keine Zeit – oder?

Versteh mich nicht falsch, es ist vollkommen normal, ab und zu eine überfüllte Woche zu haben, in der das Schreiben hinten herunterfällt. Das Leben ist manchmal ein bisschen unberechenbar und wenn zum Beispiel dein Kind plötzlich krank wird und du dich kümmern musst, ist das allein natürlich noch keine Ausrede.

Zur Ausrede wird es, wenn es zum Dauerzustand wird. Wenn du dich ständig dabei ertappst, zu jammern, dass du ja keine Zeit zum Schreiben hast. Wenn du deine Macht an den Alltag und die Zeit abgibst und dich als armes Opfer fühlst, dass ja leider keine Zeit zum Schreiben hat.

Was wirklich dahinter steckt

Was bedeutet es eigentlich, keine Zeit zum Schreiben zu haben? Ganz einfach, es bedeutet eigentlich nur: Etwas anderes ist mir wichtiger.

Und das ist absolut okay. Es darf dir wichtig sein, Geld zu verdienen, damit du gut leben kannst. Es ist wunderbar, wenn es dir wichtig ist, für deine Familie dazusein. Daran ist nichts Falsches und vielleicht solltest du dir zuallererst mal auf die Schulter klopfen und dich für deine Prioritäten anerkennen.

Schwierig wird es nur, wenn du so tust, als hättest du dich nicht freiwillig dafür entschieden, sondern ‘müsstest’ das so tun. Denn damit bist du sofort das arme Opfer, das ja nichts an seiner Situation ändern kann. Dein Leben ist eine Folge deiner Entscheidungen. Und erst wenn du das anerkennst, kannst du die Dinge so optimieren, dass dir dein Leben wirklich dient.

Eine Frage der Wertschätzung

Was ist der Unterschied zwischen guten Prioritäten und welchen, die dafür sorgen, dass du nicht das Leben lebst, das du eigentlich möchtest? Das hat ganz viel mit Selbst-Wertschätzung zu tun und damit, deine Bedürfnisse anzuerkennen. Und damit haben gerade Frauen häufig ein Thema.

Denn: Sind das wirklich deine Prioritäten, die du da lebst oder hast du sie dir von anderen aufschwatzen lassen? ;-)

Ein Beispiel?

Sagen wir, du hilfst bei einem Kinderfest in deinem Ort aus.

Wenn du das tust, weil es dein Herzenswunsch ist und zutiefst mit deinen Werten übereinstimmt, dann bist du dort genau richtig und voll in deiner Kraft. Kein Grund also, etwas zu verändern. Und wenn es dir jetzt eben wichtiger als dein Herzensbuch ist, dann muss dein Schreiben sich eben hinten anstellen. ;-)

Wenn du allerdings nur deswegen bei dem Fest mitmachst, weil deine Nachbarin dich gefragt hat und du dich einfach nicht getraut hast, nein zu sagen, dann tust du dir damit weh. Du raubst dir deine kostbare Lebenszeit und zeigst dir selbst, dass du dich nicht respektierst. Und was fällt weg? Dein Herzenswunsch, dein Schreiben. Diese Art von Situationen solltest du überdenken. :-)

Dein Tag hat nur 24 Stunden. Und dein Leben ist begrenzt. Du kannst nicht einfach noch einen draufsetzen, um Zeit zum Schreiben zu haben. Du musst Prioritäten setzen, wenn du dein Herzensbuch schreiben willst. Deine Prioritäten sind deine Wertschätzung für dich selbst – und dein Geschenk an das Werk, das sich durch dich ausdrücken will.

Was du noch brauchst, um dein Herzensbuch wirklich zu schreiben

Beim Thema Zeitmanagement geht es natürlich nicht nur darum, sich überhaupt Zeit zum Schreiben zu schaffen, sondern auch vor allem, diese Zeit effizient zu nutzen. Dazu werde ich im nächsten Beitrag ausführlicher werden.

Und Übrigens:

Entspann dich, nobody is perfect. Ich lerne auch noch – jeden einzelnen Tag. ;-)

Willst du das Thema mit der Schreibzeit endlich für dich lösen?

Am 1. Juli veranstalte ich den Online-Workshop ‘Zeitmanagement für Autorinnen’, in dem wir einen konkreten Aktionsplan für dein Herzensbuch erstellen und ganz viel Klarheit schaffen.

Du kannst dich jetzt schon anmelden, die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.

Hier findest du alle Infos zum Workshop und die Anmeldung

Und nun zu dir: Sagst du dir noch, dass du keine Zeit zum Schreiben hast oder hast du deine Ausreden schon aufgedeckt? Hast du noch Tipps für ein gutes Zeitmanagement? dann schreibe doch gerne einen Kommentar. :-)

Alles Liebe,

deine Marie

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