Gemeinsam sind wir stark!

Dies ist irgendwie ein ganz besonderer Artikel. Er ist inspiriert von der wunderbaren Kreativitäts-Challenge, welche ich in den letzten drei Wochen anleiten durfte. Vor allem aber von der begleitenden Facebook-Gruppe, in der ich wahre Wunder erlebt habe.

Ich laufe hier gerade herum wie ein aufgekratztes Huhn, dass gar nicht wusste, dass es Eier legen kann. Ich kann kaum stillsitzen, was es relativ schwer macht, diesen Artikel zu Papier (bzw. PC) zu bringen. :-)

Aber ich möchte das doch so gerne mit euch teilen!

Diejenigen unter euch, die mit dabei waren, können sicherlich nachvollziehen, wovon ich schreibe.

Der kreative Traum

Geht es dir auch manchmal so, dass du eine Idee hast, die dich vor Begeisterung fast platzen lässt? In dir steckt so viel Kreativität, dass du einfach nur loslegen und das fließen lassen möchtest, was entstehen möchte.

Du bist begeistert

Du fängst an

Und plötzlich begegnet dir ein Hindernis nach dem anderen. Bis du irgendwann das Handtuch wirfst und beschließt, dass du nicht mehr zu wollen hast als deinen Job als Würstchenverkäuferin.

Gemeinsam

Die böse, böse Welt

Nein, ich bin kein Menschenfeind. Ich glaube daran, dass jeder Mensch etwas Gutes in sich trägt. Aber wenn du dich als Künstler in einer Kreativ-feindlichen Umfeld bewegst, kannst du unter Umständen deinen Enthusiasmus verlieren, bevor du dich zu der freundlichen Seite sämtlicher Beamten, Familienmitglieder und Schwellentrolle vorgekämpft hast.

Hast du manchmal das Gefühl, dass ganze antike Paläste zertrümmert wurden, um all die Steine zu finden, die in deinem Weg liegen? Als hätte jeder Einzelne in dieser verdammter Welt etwas dagegen, dass du versuchst, deine Träume als Künstler zu verwirklichen?

Da gibt es den Schwellentroll, der dich innerlich schwächt. Der entweder dafür sorgt, dass du erst gar nicht anfängst oder der dich auf deinem Weg so entmutigt, dass du entkräftet aufgibst.

Und der Troll hat zahlreiche Verbündete in der äußeren Welt: Familienmitglieder oder enge Freunde, die deine Fähigkeiten kritisieren und um dich besorgt sind; Menschen, die dir sagen, dass deine Kunst zu teuer und nichts wert ist; Verlage, bei denen dein Manuskript ungelesen in den Mülleimer wandert; Spielverderber, Neidhammer, Spießbürger, Profitmacher – sie alle versuchen, dich auf der einen Seite kleinzuhalten, auf der anderen Seite aber den größtmöglichen Teil vom Kuchen zu bekommen, solltest du doch mal erfolgreich sein.

Natürlich meinen die meisten es nicht böse – aber wie soll dich das trösten, wenn du durch all diese negative Energie deinen Traum nicht leben kannst?

Du, armer werdender Künstler, schwimmst irgendwo in diesem See aus Neid, Missgunst und Spott und klammerst dich an dem Bedürfnis, kreativ zu sein fest.

Du allein in diesem unfreundlichen See.

Mit der Frage im Kopf, warum du offensichtlich der Einzige bist, der diese Probleme hat.

Was mich die Challenge gelehrt hat

Egal wo du lebst, wie deine Kreativität sich manifestiert und mit welchen Problemen du konfrontiert wirst, eines bist du ganz sicher nicht: allein.

Als ich die begleitende Facebook-Gruppe zu meiner Challenge gründete, hoffte ich natürlich, damit etwas bewirken zu können. Was sich jedoch tatsächlich getan hat, hat meine kühnsten Erwartungen weit übertroffen.

Da wurden nicht nur die Übungen besprochen, sondern ganz individuelle Schritte in Richtung kreative Freiheit gewagt. Da wurde mitgefiebert, motiviert, getröstet, wertgeschätzt was das Zeug hielt. Gemeinsam hat die Gruppe damit etwas geschafft, was weit über den Rahmen der Challenge hinausging.

Mir wurde sehr schnell klar, dass es für kreative Menschen nicht genügt, sich alleine durch irgendwelche Übungen durchzukämpfen. Was wirklich einen Unterschied macht, ist der Austausch mit anderen Menschen, die sich in der gleichen Situation befinden. Das Gefühl, unterstützt und gehalten zu werden. Mitgefühl und Hilfe zu bekommen, wenn es mal nicht so gut läuft. Auf jedem einzelnen Schritt hin zum eigenen Traum auf eine Gemeinschaft zählen zu können.

Ich glaube, was uns kreative Menschen wirklich aufhält, ist nicht unser mangelndes Talent oder das unfaire Leben.

Was uns wirklich aufhält, ist das Gefühl, isoliert zu sein und mit allen Probleme ganz allein fertig werden zu müssen. Das Gefühl, die Freaks der Gesellschaft zu sein, die bestenfalls auf eine ungeheizte Dachkammer hoffen können, in der sie die ‘normalen’ Menschen nicht weiter stören.

Ich frage mich manchmal, wie viele Träume schon an dieser Einsamkeit zerbrochen sind. Und es geht ja nicht nur um unser persönliches Wohlbefinden. Wie viele wirklich gute Ideen wurden nie ausgeführt, weil dem Erfinder die Unterstützung gefehlt hat? Wie viel bunter und kreativer könnte unsere Welt sein, wenn wir gemeinsam lernen würden, uns nicht mehr so klein zu machen?

Eine Utopie

Ich habe einen Traum.

Er ist ziemlich groß, wie Träume es nun mal an sich haben. Und ich habe keine Ahnung, wie lange es dauern wird, ihn zu verwirklichen. Aber ich möchte mich gerne auf den Weg machen, um es herauszufinden.

Ich wünsche mir, dass wir Künstler nie wieder das Gefühl haben, mit unseren Hoffnungen und Sorgen allein zu sein. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam wachsen, unser Selbstwertgefühl wiederfinden und unseren Raum in dieser Welt einnehmen.

Und deswegen möchte ich eine Community gründen, die dies möglich macht. Eine Community, in der du deine Kreativitätsblockaden überwinden kannst und Hilfestellung zu allen möglichen Themen findest. Mit einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die dich auf deinem Weg unterstützt.

Möchtest du dich gemeinsam mit mir auf den Weg machen und Teil einer unterstützenden Gemeinschaft werden?

Hier findest du die ersten Infos und eine Voranmeldung zur Community.

Fühlst du dich auch manchmal als Künstler allein? Wie gefällt dir der Gedanke, Teil einer unterstützenden Künstler-Gemeinschaft zu sein? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie