Gedanken zum Thema Selfpublishing

In den letzten Wochen wurde ich nochmal mehr gefordert, meine Rolle als Selfpublisher zu überdenken, auch deswegen, weil so langsam für mich die Entscheidung ansteht, ob ich mit meinem nächsten Buch an einen Verlag herantrete oder im Selfpublishing bleibe. Ich habe gemerkt, wie mich wieder diese Klischees überwältigt haben. Verlag = mehr Reichweite, besseres Marketing, mehr Möglichkeiten im Bereich Lektorat, mehr Glaubwürdigkeit als Autor in den Augen der Öffentlichkeit.

Und dann wurde mir klar, was für ein Blödsinn das ist. Nicht, dass mir das neu wäre, aber plötzlich wurde mir in einer ganz anderen Tiefe bewusst, wie wenig ich mit meinen Ideen und meiner Art, zu arbeiten in die Verlagswelt passe. Verdammt, ich bin ein Einhorn. 😅

Gesetz den Fall ich könnte einen größeren Verlag für mich begeistern (Kleinstverlage sind definitiv keine Option), hört sich das zunächst nach einer guten Lösung an. Nur: Ich habe verdammt eigene Ideen, wenn es um meine Bücher geht. Ich tue mich schwer damit, mich einer Hierarchie zu unterwerfen, die mir vorgibt, was in mein Buch gehört und was nicht. Ich diskutiere gerne mit anderen auf Augenhöhe über meine Bücher, doch die letzte Entscheidungsgewalt muss bei mir liegen, damit ich mich wohlfühle. Und das Cover… allein bei dem Gedanken, mein Buch unter einem Cover verkaufen zu müssen, das nicht exakt meinen Vorstellungen entspricht oder gar unter einem Titel, der mir nicht gefällt – mir dreht sich der Magen herum. Ganz zu schweigen davon, dass ich sehr stark nach meinen eigenen Rhythmus lebe und es mir schwer vorstellen kann, mich den Vorgaben eines Marketingplanes zu beugen.

Das soll jetzt keine Abwertung der Verlagswelt sein, aber es ist einfach eine Welt, in die ich nicht gehöre. Es tut gut, das so klar zu sehen.

Was sind eure Erfahrungen in dem Bereich? Selfpublisher oder Verlagsautor? Und aus welchen Gründen?