Fit für deinen ersten Roman – Tag 3

Welche Buchidee passt zu mir?

Worüber lohnt es sich zu schreiben? Eigentlich ist die Beantwortung dieser Frage ganz einfach: Über das, was dich fasziniert oder berührt, am besten beides zugleich.

Doch wie findest du heraus, was dein Herz wirklich berührt? Es gibt ja so viele Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen. Jeder Moment unseres Lebens ist voll von Inspiration.

Geschichten findest du überall, in deinem Alltag, in deiner Vergangenheit, in jeder Fernsehsendung, die du siehst, in jedem Buch, das du liest. Vielleicht glaubst du jetzt, dass du noch gar nicht wissen kannst, welche Art von Geschichte du schreiben magst. Glaub mir, du weißt schon mehr als du glaubst.

Du musst nur wissen, wonach du suchst. ;-)

Die Krux mit den tausend guten Ideen

Kreative Menschen sind im Allgemeinen sehr begeisterungsfähig. Deshalb lassen wir uns schnell von jeder Idee entzünden, die uns über den Weg läuft. Und auf den ersten Blick scheint jede Buchidee zutiefst faszinierend zu sein.

Aber: Nicht jede Idee, die du hast, ist zu hundert Prozent DEINE. ;-)

Daher lohnt sich der heutige Tag für dich, selbst dann, wenn du bereits mehr als genug Buchideen hast. In diesem Fall wirst du in den nächsten Tagen einiges aussortieren. Und wenn du noch nicht mit Ideen gesegnet bist, legst du heute die Basis dafür, von vorneherein entscheiden zu können, welche Idee sich lohnt.

Heute reflektieren wir, was dich wirklich fasziniert. Wenn du deine Geschichte bereits in Grundzügen kennst, mache trotzdem mit. Präzisiere, was du bereits weißt.

Die heutige Übung:

Um dem Thema, das aus dir herauswill, auf die Spur zu kommen, beschäftigen wir uns mit Geschichten, die du schon kennst – deinen Lieblingsgeschichten ;-)

Bitte notiere dir mindestens zehn Geschichten, die dir sehr viel bedeuten. Du darfst neben Romanen gerne auch andere Formate wie z. B. Filme dazunehmen. Achte darauf, dass keine Geschichten dabei sind, die du nur ‘ganz nett’ findest. Sie alle sollten dich auf irgendeine Art tief berührt haben. Du weißt sicher, welche Art von Geschichten ich meine. Solche, an die du tagelang gedacht hast. Und vor allem solche, bei denen dir auch noch nach Jahren warm ums Herz wird.

Wenn du magst, kannst du deine Liste auch noch nach Priorität ordnen, sodass oben die 3-5 Geschichten stehen, die es dir ganz besonders angetan haben.

Und nun suchst du nach Gemeinsamkeiten und zwar auf verschiedenen Ebenen:

Du kannst zum Beispiel damit beginnen, das Genre zu analysieren oder das oberflächliche Thema. (z.B.:All deine Lieblingsgeschichten spielen in fernen Welten? Und es geht immer um die Rettung der Welt?)

Es ist aber möglich, dass du bei dieser Ebene keine Gemeinsamkeiten zwischen den Geschichten feststellen kannst. Das ist okay, mache dann einfach weiter.

Danach gehst du einen Schritt tiefer: Wie sind die Protagonisten deiner Geschichten gestrickt? Welche tiefen, unterschwelligen Themen tauchen auf. Siehst du hier Gemeinsamkeiten?

So kannst du immer weiter vorgehen, mit allen Fragen, die dir sonst noch einfallen. Sei dabei ruhig kreativ.

Am Wichtigsten ist die tiefste Bedeutungsebene der Geschichte. Frage dich: Um was geht es in der Geschichte wirklich? Welche Werte werden vermittelt? Wie könntest du die Grundaussage der Geschichte in einem Satz zusammenfassen?

Notiere alle Aha-Erlebnisse, die du bei dieser Übung hast. Am Ende solltest du eine sehr viel klarere Idee davon haben, für welche Art von Geschichten du brennst.

Wenn du magst, kannst du dir zusätzlich überlegen, welche Themen dich allgemein in deinem Leben faszinieren. Das können Hobbys sein, Dinge, über die du gerne redest, Menschen, Reiseziele… findest du hier zusätzliche Inspirationen für dein Buchprojekt?

Anschließend werfe nochmal einen Blick auf deine Erkenntnisse von Tag zwei. Dein Warum und die Geschichten, die dich berühren, bilden gemeinsam ein komplexes Bild. Hier nimmt die Geschichte, die DU schreiben wirst, langsam Gestalt an.

Ich danke dir für deine Zeit und deine Aufrichtigkeit!