Die Werbung und ich…

Werbung machen… puuuh, das ist irgendwie so ein Ding 😅

Schreiben war für mich schon immer einfach. Überarbeiten zumindest machbar. Veröffentlichen? Nuuun, ziemlich aufregend, aber es ging.

Tja, und dann?

Heute melde ich mich nach längerer Zeit wieder zurück mit einem Verletzlichkeitspost zum Thema Werbung.

Es fällt mir extrem schwer, Werbung für mein Buch zu machen. Das ist auch der Grund, warum ich nur wenige Bewertungen habe und eigentlich fast nichts verkaufe. Nicht, weil die Menschen mein Buch nicht mögen würden. Sondern weil faktisch fast niemand davon weiß, dass es dieses Buch gibt.

Ich weiß noch, als ich das Buch vor ca 1,5 Jahren (sooo lange schon???!) veröffentlicht habe, hat es mir fast den Magen rumgedreht, bei dem Gedanken, jetzt Werbung machen zu ‘müssen’. Ich habe es natürlich trotzdem versucht. Mit dem Kopf durch die Wand. Hab keine Rücksicht auf meine Gefühle genommen, hab das getan, was ‘man’ eben so macht.

Funktioniert hat es nicht. Ich hatte mich damals dazu gezwungen, eine Leserunde bei Lovelybooks zu machen, obwohl ich eigentlich keine Lust dazu hatte. Ich war enttäuscht. Ich versuchte krampfhaft, Blogger zu erreichen, es gab keine Antwort, niemand wollte mein Buch lesen. Zu exotisch. Zu anders.

Ich habe keine Ahnung, wo ich meine Zielgruppe finde. Gibts die überhaupt? Sind es die Fantasy-Leser? Diejenigen, die philosophische Ansätze mögen? Jugendliche oder doch Erwachsene? Ich weiß es nicht.

Selbst diese Seite habe ich am Anfang nur gegründet, weil man es halt so macht. Das hat sich übrigens total geändert. Dieser Post entsteht heute aus ganz anderen Gründen.

Warum nur triggert mich das Thema Werbung so?
Zu hundert Prozent kann ich es nicht sagen, aber einige Aspekte davon verstehe ich mittlerweile.

1) Ich glaube noch immer, dass ich als Autorin nicht gut genug bin. Bittere Erkenntnis nach all der Zeit als Schreibende und auch als Coach.

2) Ich hab mich viel zu sehr von dem bestimmen lassen, was ‘man’ macht. Ich habe nicht die Werbung gemacht, die mir wirklich Spaß macht, sondern war viel zu fixiert auf das Ergebnis. Ich war einfach nicht in Freude.

3) Könnte ein bisschen spooky für dich sein, wenn du mit Spiritualität nichts am Hut hast. Nimms, wie du eben magst.
Bis vor wenigen Tagen war in meinem Inneren wie eine Blockade. So tief, dass ich selbst nicht rankam, obwohl ich sie sehen konnte und mir Hilfe von Außen holen musste. Sicherlich ist da noch nicht alles in Butter, aber viel besser und der Rest darf sich jetzt im Tun lösen. Es hatte mit der Angst vor Kritik zu tun und außerdem mit meiner weiblichen und männlichen Ahnenlinie. So wie es in mir aussah, konnte ich nicht. Wirklich nicht. Null Inspiration.

Und jetzt, was mach ich mit diesen Erkenntnissen?

Einen neuen Weg finden, mein Schreiben in die Welt zu tragen, schätze ich. Wie genau, das weiß ich noch nicht. Fürs erste fühlt es sich gut an, alles zu teilen und vollkommen authentisch zu sein. Und hier wieder mehr zu schreiben.

Gerade habe ich ziemlich Lust darauf, Lesungen zu veranstalten, aber da muss ich auch noch sehen, was daraus wird.

Wenn du übrigens eine zusätzliche Inspiration für mich hast, immer her damit. Auch wenn ich natürlich erstmal testen werde, ob es zu mir passt.