Das Recht zu schreiben

Das Recht zu schreiben

Die Welt der Autoren präsentiert sich gerne rasant, schnelllebig und vor allem unglaublich hart.Da wird geschrieben was das Zeug hält, manchmal bis zu zehn Bücher im Jahr. Und gekämpft: Um einen Verlag, das bessere Ranking und manchmal einfach nur um etwas mehr Aufmerksamkeit auf Facebook. In dieser Kampfarena, in der jeder befürchtet, zu kurz zu kommen, ist nicht jeder für Teamgeist offen. Viel zu groß ist die Angst, dass der Kollege etwas bekommen könnte, was ich nicht habe. Und so laufen wir immer weiter, in den gleichen Mustern, die uns von kleinauf antrainiert wurden, als wir zum ersten Mal den verrückten Wunsch äußerten, Autor werden zu wollen.

Unser Spiegel

Und die Welt? Sie spiegelt uns. Und dabei sind die tatsächlichen Hürden, auf die ein Neuling auf dem Buchmarkt stößt, noch das geringste Problem (Ja, diese Hürden gibt es). Wirklich schwierig ist die Missgunst, die dem hoffnungsvollen Erstlingsautor begegnet, die herablassende Beurteilung anderer Menschen, dass er es ohnehin nicht schaffen könne. Die Zweifel an seiner Schreib-Kompetenz, die Horrorszenarien, kurz: Die klare Botschaft, dass es bereits mehr als genug Schriftsteller gibt und er die Finger davon lassen soll. Das Recht zu schreiben wird uns quasi aberkannt.

Die Sache mit der Spreu und dem Weizen

An dieser Stelle trennt sich laut landläufiger Meinung die Spreu vom Weizen. Ein Teil der werdenden Autoren macht weiter, ein anderer (oft größerer) Teil lässt sich entmutigen und gibt auf. Und laut der noch immer erstaunlich verbreiteten sozialdarwinistischen Theorie bedeutet das, dass diejenigen, die aufgeben, tatsächlich die Spreu des Autorengewerbes sind: Es wird gemunkelt, dass es stets gute Gründe gäbe, warum jemand aufgibt. Diese Menschen seien einfach nicht dazu gemacht, Schriftsteller zu sein. Sie seien zu schlecht, zu faul, zu inkompetent. Denn wer es wirklich will, der stößt nicht auf solche Probleme.

Oder?

Und du?

Und irgendwo in diesem Hexenkessel stehst du da mit leeren Händen und der finsteren Ahnung, dass es auch so bleiben wird. Die Sehnsucht nach deinen eigenen Geschichten kribbelt unter deiner Haut und doch zweifelst du, dass es gut ist, ihr zu folgen. Du bist viel zu sensibel, um Ablehnung und Missgunst einfach so wegstecken zu können, wünschst du dir doch ein harmonisches Umfeld in dem deine Geschichten wachsen können. Außerdem zweifelst du noch immer an deinen Fähigkeiten als Schriftstellerin. Was, wenn du wirklich nicht gut genug bist oder deine Geschichten einfach belanglos? Wenn du schlichtweg kein Recht zu schreiben hast?

Und du fürchtest dich. Denn du willst nicht einfach nur irgendeine Geschichte schreiben, sondern die Geschichte, die wirklich aus dir herauswill. Doch was geschieht, wenn du die Essenz deiner Seele auf der Straße ausbreitest, sodass jeder darauf herumtrampeln kann?

Bist du die Spreu?

Du weißt nur eines: Du bist anscheinend bei der Spreu gelandet und das ist nicht dazu angetan, dein angeschlagenes Selbstwertgefühl zu bessern. Du fühlst dich so schrecklich zwiegespalten, denn die Sehnsucht nach deinen Geschichten brennt nach wie vor in dir. Doch dieser sozialdarwinistischen Kampfarena fühlst du dich einfach nicht gewachsen. Du willst schreiben, aber nicht so.

Dennoch, es gibt diesen Funken in dir, der einfach nicht glauben kann, dass die Spreu dein Platz in der Welt ist.

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Der Fehler im System

Ganz abgesehen davon, dass die sozialdarwinistischen Theorie seit einer halben Ewigkeit widerlegt ist (und es mittlerweile sehr viel interessantere Theorien zur menschlichen Entwicklung gibt…), hast du dir schon einmal die Frage gestellt, um welche Art der Auslese es sich hier handelt? Allgemein wird behauptet es sei eine qualitative Auslese. Ich behaupte, dass das nicht stimmt.

Was qualifiziert jemanden, sich in diesem System nach vorne zu kämpfen?

Jemand, der es schafft, hat:

– ein gesundes Selbstwertgefühl

– eine hohe Meinung von den eigenen kreativen Fähigkeiten

– den starken Wunsch, es zu schaffen

– ein ausreichend dickes Fell gegenüber Missschlägen und Miesepetern.

Ich will damit in keinster Weise die Qualität gestandener Autoren infrage stellen, sondern einfach nur den Spieß umdrehen und fragen, ob jene, die hinten herunterfallen, zwangsläufig schlechter schreiben. Nach meiner Erfahrung ist das nicht so. In meinen Coachings begegne ich wahren Perlen der schreibenden Zunft, deren Schwierigkeiten nicht mit schlechten Schriftsteller-Fähigkeiten zusammenhängen, sondern mit einer hohen Sensibilität, sehr persönlichen Buchthemen und einer Menge Selbstzweifel. Und ist nicht jede Buchperle ein unglaublicher Zugewinn für unsere Welt? Wie können wir zulassen, dass sie vielleicht niemals entsteht?

Die gute Nachricht.

Deine Zweifel sind nicht in Stein gemeißelt. Die oben gelisteten Fähigkeiten sind erlernbar. Das bedeutet nicht, dass du ein dickfelliges Monster werden musst, das mit seiner Selbstverliebtheit allen auf die Nerven geht. Deine Sensibilität und Empathie darfst du behalten, denn es sind wunderschöne Fähigkeiten und außerdem sehr hilfreich beim Schreiben. Das, was dir weiterhilft, ist viel subtiler. So brauchst du zum Beispiel nicht zwangsläufig ein dickes Fell, sondern nur deine tiefe Sehnsucht, ein offenes Herz und die Bereitschaft, dich von keinem Schmerz der Welt von deinem Ziel ablenken zu lassen. Deine schriftstellerischen Fähigkeiten kannst du trainieren und mithilfe von Rückmeldungen wirklich besser werden. Dein Selbstwertgefühl kannst du stärken und deine Zweifel zähmen. Auch hierbei kannst du dich durch einen guten Freund oder ein Coaching unterstützen lassen, wenn dir der Weg allein zu steinig erscheint.

Und damit gibt es im Kern nur sehr wenige Dinge, die du brauchst, um dein Recht zu schreiben (und auch auf deine Weise erfolgreich zu sein) wieder einzufordern.

Du brauchst:

– deine Sehnsucht

– den starken Wunsch, es zu schaffen

– die Bereitschaft, alle notwendigen Schritte auf diesem Weg zu gehen (auch die unbequemen)

Wenn du diese drei Punkte ehrlich für dich abhaken kannst, besitzt du alle wesentlichen Fähigkeiten, die du bei deinen Vorbildern bewunderst. Alles Weitere baut darauf auf und ist somit auch erreichbar.

Wenn du wissen willst, wie mein eigener Weg ausgesehen hat, dann schau mal hier.

Meine Botschaft an dich:

Wunderbares Menschenkind,

wenn du die Sehnsucht nach dem Schreiben in dir trägst, kannst du es schaffen. Du bist nicht schlechter als andere. Du bist auch nicht schwächer als andere oder gar falsch. Du bist DU und das ist perfekt, denn dein Buch wird der Ausdruck deiner Seele sein.

Bitte höre damit auf, dich mit anderen zu vergleichen oder zu versuchen, wie Menschen zu sein, die ganz anders gestrickt sind als du. Ihr Weg ist nichts für dich. Du musst deinen eigenen Weg zum Schreiberfolg finden. Einen Weg, der zu dir passt wie eine zweite Haut und der dir das Gefühl gibt, richtig und ganz zu sein. Denn um nichts anderes geht es doch beim Schreiben, oder?

Du hast das Recht zu schreiben! Fordere es wieder ein – und fange beim Einfordern am besten bei dir selbst an. ;-)

Wenn du dir Unterstützung für deinen Weg zum eigenen Herzens-Roman wünschst, dann mach doch bei meiner kostenlosen Romanstart-Challenge mit oder buche ein kostenloses Kennenlerngespräch, um mit mir über Coaching-Optionen zu sprechen.

Fühlst du, dass du das Recht hast, deine Geschichten in die Welt zu bringen? Welche Hürden halten dich davon ab, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen? Ich freue mich über deine Meinung in Form eines Kommentars.

Alles Liebe,

deine Marie

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