6 Dinge, an denen du erkennst, dass du einen Schwellentroll hast.

Schwellentroll

Willst du wissen, was ein Schwellentroll ist? An diesen sechs Dingen kannst du deinen persönlichen Schwellentroll erkennen:

1) Der Leistungsdruck:

Du arbeitest zu viel und dein Leben fühlt sich schwer an.

Dein Schwellentroll hat eine Peitsche in der Hand und zudem ein freches Mundwerk. Damit sorgt er dafür, dass du ständig in Bewegung bleibst. Er sagt dir immer wieder, wie viel es noch zu tun gibt, und dass du auf gar keinen Fall etwas vergessen darfst. Schließlich bist du seiner Meinung nach mindestens dafür verantwortlich, dass sich die Erde weiter dreht.

Um sicherzugehen, dass du stets dem Leistungsdruck unterliegst, bleibt er auch in der Freizeit bei dir und erinnert dich an die Dinge, die du noch erledigen musst.

Wenn du doch etwas vergisst, beschimpft er dich, bis du dich selbst nicht mehr magst.

Manchmal springt er von deiner Schwelle und setzt sich stattdessen auf deine Schultern, um dich richtig spüren zu lassen, wie schwer dein Leben ist.

2) Die eigenen Grenzen ignorieren:

Du hattest bereits ein Burnout oder giltst als Burnout-gefährdet.

Wenn das der Fall ist, befindest du dich bereits ganz und gar in den Fängen des Schwellentrolls. Du hast bei Punkt eins noch nicht innegehalten (weil dein Schwellentroll dir zuflüsterte: Nun stell dich mal nicht so an, das Leben ist halt so). Mittlerweile hast du beim Ignorieren deiner eigenen Grenzen einen Punkt erreicht, an dem es dir schwerfällt, diese Grenzen überhaupt noch wahrzunehmen.

Dein Schwellentroll hat dich so sehr in der Hand, dass du dich mit ihm identifiziert hast. Du hilfst ihm, die Peitsche zu schwingen und findest das auch noch ganz normal. Dein Körper würde dir zwar gerne mitteilen, dass es genug ist. Aber du blendest alle Warnsignale erfolgreich aus.

Leider hat der Schwellentroll keinen gesunden Selbsterhaltungstrieb. Er wird dich bis zum Äußersten treiben und lieber selbst mit dir zugrunde gehen, als zuzugeben, dass er etwas falsch macht.

Und plötzlich geht es einfach nicht mehr weiter. Dabei hast du doch alles richtig gemacht. Du hast doch alles getan, um die Erwartungen zu erfüllen, und jetzt? Du verstehst die Welt nicht mehr.

Der Grund: Bis jetzt hattest du wahrscheinlich keine Ahnung davon, dass du einen Schwellentroll hast, der dafür sorgt, dass du derart unverantwortlich mit dir selbst umgehst. Deswegen bist du ihm hilflos ausgeliefert und hast seiner Peitsche nicht entgegenzusetzen.

3) Im Widerstreit mit dem Leben:

Du spürst viel inneren Widerstand gegen dein Leben, wie es im Moment ist.

Dein Schwellentroll motzt, wenn du zur Arbeit gehst, aber keine Lust hast. Er motzt aber erst recht, wenn du nicht hingehst, denn das Leben ist ja schließlich kein Zuckerschlecken, nicht wahr?

Irgendwie fühlt es sich so an, als würdest du das Leben eines anderen leben und dabei noch ständig dafür kritisiert werden, dass du es nicht gut genug machst.

Es gibt da zwar auch eine nette Stimme in deinem Inneren, die wüsste, was du brauchst (siehe innere Stimme). Sie ist aber im Vergleich zum Schwellentroll sehr leise. Und wenn sie sich zu Wort meldet, setzt dein Schwellentroll sich auf sie drauf und drückt so lange, bis sie keine Luft mehr bekommt und verstummt.

Dein Schwellentroll möchte nämlich keinesfalls, dass du Klarheit in dein Leben bringst, denn er profitiert von deinem inneren Widerstreit. Er liebt Bauchweh, Kreuz- und Schulterschmerzen (bei dir, nicht bei ihm…). Denn solange du mit dir selbst uneins bist, wirst du nicht auf den Gedanken kommen, ihn von seiner Schwelle zu kicken.

4) Mangelnder Selbstwert:

Du bist hart zu dir selbst.

Genau genommen ist es der Schwellentroll, der hart zu dir ist. Aber er hat bereits so lange auf dich eingeredet, dass du ihm innerlich dabei hilfst, dich fertig zu machen.

Denn der Schwellentroll hat es geschafft, dir zu vermitteln, dass du grundsätzlich falsch bist, so wie du bist. Seiner Meinung nach machst du zu viel Fehler, du siehst nicht gut genug aus und bist auch irgendwie unsympathisch. Kurz, du bist jemand, den man nicht gerne im Spiegel sehen möchte.

Gerne nutzt er zur Unterstreichung seiner eigenen Meinung auch die Kommentare anderer Menschen.

Boshaft wie er ist, hat er dir aber auch gleich einen Ausweg aus dem Dilemma der Wertlosigkeit gezeigt: Arbeite hart und lange, dann kannst du vielleicht ein bisschen was von deinem fehlenden Wert gutmachen. Schade, dass wir da alle drauf hereinfallen!

5) Drama – warum du nicht aufhören kannst, zu leiden:

Jammerst du gerne? Hast du manchmal das Bedürfnis, damit anzugeben, wie hart dein Leben ist?

Dies ist eine besonders perfide Methode des Schwellentrolls, dich in seinen Fängen festzuhalten. Er genießt es, allen zu zeigen, wie schlecht es dir geht. Er ist der Meinung, wenn du schon hart arbeitest und total krank bist, dann sollte es auch die ganze Menschheit wissen. Damit hält er dich beschäftigt und sorgt dafür, dass du nicht entkommst.

Außerdem unterstützt er damit seine Schwellentroll-Kollegen: Ihre Menschen sind schließlich leichter zu lenken, wenn sie den Eindruck haben, dass es dir genauso schlecht geht wie ihnen. Wenn du glücklich wirst, würden dich diese Menschen am Ende noch fragen, wie du das anstellst – welch existenzielle Bedrohung für die Gattung Schwellentroll! Kein Wunder, dass unsere Schwellentrolle zusammenarbeiten – sie möchten verhindern, dass wir sie loswerden wollen!

6) Hartnäckige Glaubenssätze:

Etwas hindert dich daran, die Dinge zu ändern.

Du wolltest schon häufiger alles anders machen. Mit großem Enthusiasmus hast du dich in die Veränderungen gestürzt, hast sehr viel dafür getan und lange durchgehalten. Vielleicht hast du es sogar geschafft, in deinem äußeren Leben etwas Entscheidendes zu verändern. Und trotzdem fühlt sich dein Leben noch genauso an.

Der ersehnte neue Job hat keine Erleichterung gebracht.

Mit dem neuen Partner erlebst du die gleichen Dramen wie mit dem alten.

Obwohl du zwanzig Kilo abgenommen hast, fühlst du dich kein bisschen attraktiv.

Alles fühlt sich wieder genauso schwer und verspannt an wie zuvor. Du bist frustriert, weil dir langsam die Ideen ausgehen, was du in deinem Leben noch verbessern könntest. Dein Problem: Du hast es nicht geschafft deine inneren Glaubenssätze zu ändern.

Du hast den Schwellentroll mit Schwung hinausgeworfen, aber die Tür aufgelassen. Deswegen konnte er es sich schon nach kurzer Zeit wieder auf deiner Schwelle gemütlich machen.

Erkennst du dich wieder?

Wenn nur einer dieser Punkte für dich zutrifft, bist du hier an der richtigen Adresse. Natürlich wäre die Liste der Dinge, die den Schwellentroll ausmachen noch weiter fortsetzbar. Doch dieser Artikel soll dir ja schließlich erst einmal einen Eindruck von dem vermitteln, was der Schwellentroll ist.

Und keine Sorge: Es gibt für jeden einen Weg in die Leichtigkeit. Kein Schwellentroll ist unbesiegbar, auch wenn diese Wesen gerne so tun, als wären sie es. Ich weiß, was du durchmachst, denn mein dicker roter Schwellentroll hat mich bereits einmal in ein Burnout geschickt und es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens.

Ich freue mich, dass du bis hierhin gelesen hast und hoffe, dich auch in Zukunft auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Wie geht es dir mit deinem Schwellentroll?

Hast du deinen eigenen Schwellentroll entdeckt? Welche Eigenheiten hat er und welche Schwierigkeiten bereitet er dir?

Gerne kannst du die Kommentarfunktion nutzen, um deine eigenen Erfahrungen mitzuteilen oder Fragen zu stellen.

Willkommen auf dem Weg in die Leichtigkeit!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

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