Was Flow mit Glück zu tun hat

Heute möchte ich dir einen der mächtigsten Feinde des Schwellentrolls vorstellen: Den FlowFlow-Zustand. Denn wenn du im Flow bist, kann dein Schwellentroll dir nichts anhaben. Im Flow bist du ganz du selbst und mit allem verbunden. Das ist jedes Mal sehr ärgerlich für deinen Schwellentroll.

Mit dem Artikel folge ich der Einladung zur Blog-Party von ‘Lebenskünstler Karl’.

Hier geht’s zur Blog-Party, bei der zahlreiche andere Blogger Artikel zum Thema Flow erstellt haben.

Was ist Flow?

  • Flow ist, wenn du so sehr in einer Tätigkeit versinkst, dass du die Zeit vergisst.

  • Flow ist, wenn du aufhörst, zu denken und dein Schwellentroll verstummt

  • Flow ist, wenn du ein tiefes Glücksgefühl empfindest, dass dich mit allem verbindet.

Mein prägendstes Flow-Erlebnis

Seit meiner Kindheit erlebe ich den Flow am Stärksten, wenn ich Geschichten schreibe. Dann, wenn ich es schaffe, die Geschichte fließen zu lassen, ohne groß nachzudenken.

Und plötzlich entwickelt alles ein Eigenleben. Meine Protagonisten tun Dinge, von denen ich nicht einmal geträumt habe.

In diesem Moment bin nicht mehr ich es die sich eine Geschichte ausdenkt. Durch meinen Stift teilt sich etwas mit, was größer ist als ich. Ob diese Kraft, die die Geschichte schreibt nun mein Unterbewusstes ist oder Gott – was spielt es schon für eine Rolle? Wichtig ist, dass ich das Gefühl habe, wichtig, einzigartig und ein Teil des Ganzen zu sein.

Warum der Flow so wirkungsvoll gegen den Schwellentroll ist.

  • wenn du im Flow bist, denkst du nicht nach. Der Schwellentroll kann deine Gedanken nicht benutzen, um dich zu manipulieren.

  • Der Schwellentroll lebt von deiner Angst und deinem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Im Flow-Zustand empfindest du nur Liebe. Und dagegen kommt der Schwellentroll nicht an.

  • Flow ist pure Hingabe an das Leben. Dein Schwellentroll aber lebt von deinem Gefühl der Getrenntheit und Einsamkeit.

 

Bei welchen Tätigkeiten kann man den Flow erleben?

Es gibt ganz sicher nicht DIE EINE TÄTIGKEIT, bei der alle Menschen auf der Welt den Flow erleben. Das ist vermutlich auch gut so. Sonst würden wir ja alle genau das Gleiche machen und die Welt wäre ein sehr langweiliger Ort.

Daher möchte ich dich dazu einladen, einmal darüber nachzudenken, bei welchen Tätigkeiten du in den Flow kommen kannst. Dies sind die richtigen Tätigkeiten zum Auftanken. Sie geben dir Energie statt dir welche zu nehmen.

Da wir Menschen leider sehr vergessliche Wesen sind, macht es durchaus Sinn, sich bevorzugte Flow-Tätigkeiten einmal in einer Art Liste aufzuschreiben. Denn wenn es uns gerade nicht so gut geht, sind wir meist nicht fähig, uns auch noch eine schöne Tätigkeit fürs Wochenende auszudenken. Gut, wenn du dann eine Liste hast, auf die du zurückgreifen kannst.

Wenn du wissen möchtest, was die Wissenschaft zum Thema Flow herausgefunden hat, kann ich dir den Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi empfehlen. Er hat den Begriff des ‘Flow’ geprägt und mehrere Bücher zum Thema verfasst.

Wichtige Kennzeichen für eine Flow-anregende Tätigkeit sind:

  • du bist gut in dieser Tätigkeit und magst sie auch

  • du kannst dich ganz darauf konzentrieren und störende Reize ausblenden.

Kann man Flow auch bei langweiligen oder unangenehmen Tätigkeiten erleben?

Nun gehen wir einen Schritt weiter: Wahrscheinlich fällt es dir nicht schwer, bei deiner Lieblingstätigkeit von Zeit zu Zeit in den Flow zu kommen. Doch jeder Alltag besteht ja auch aus Dingen, die wir nicht so gerne tun oder die uns langweilen.

Wenn Flow der perfekte Zustand ist, wäre es dann nicht schön, ihn immer erleben zu können, ganz gleich, was wir gerade tun?

Hier einige Tipps, wie du auch bei Alltagstätigkeiten in den Flow kommen kannst:

  • mache nur eine Sache gleichzeitig. Deine Konzentration kann dich nur dann in den Flow führen, wenn du ganz bei der Sache bist.

  • versuche das, was du tun musst, als Herausforderung zu sehen. Mache es gründlich und gut.

  • Versuche nicht, perfekt zu sein. Die damit verbundenen Sorgen reißen dich schnell wieder aus dem Flow Gefühl.

  • versuche Störungen zu eliminieren, während du die Aufgabe abarbeitest. Kein Handy, kein Facebook, kein Kollege, der dich dreimal etwas fragt.

  • Setze dir ein Zeitfenster, in dem die Aufgabe erledigt wird: Nicht zu groß, damit du nicht abschweifen kannst und nicht so klein, dass du in Stress gerätst. Plane nur für eine Zeitspanne, für die deine Konzentration reicht. Fange mit kleinen Zeitspannen an. Wie wäre es mit 10 Minuten konzentriert die Küche aufräumen?

  • Trainiere deine Aufmerksamkeit: Wenn deine Gedanken von der aktuellen Aufgabe abschweifen, atme einmal tief durch und komme sanft wieder zur Tätigkeit zurück.

  • Lobe dich, wenn du eine Aktivität zufriedenstellend ausgeführt hast: Damit ebnest du den Weg für weitere Flow-Erlebnisse und machst es dem Schwellentroll schwer, sich wieder in deinen Gedanken breitzumachen. Du bringst dir damit selbst bei, wie schön es ist, Tätigkeiten auf die oben beschriebene Art und Weise auszuführen.

Einen Erfahrungsbericht dazu, erstellt von dem Blogger ‘Lebenskünstler Karl’ findest du hier.

Je fremdbestimmter dein Leben durch Kollegen und Chefs etc. ist, desto schwieriger ist es natürlich, diese Dinge umzusetzen. Aber es gibt immer kleine Dinge, an denen du diesen Zustand üben kannst. Beim Hausputz, beim Einkaufen, beim Kochen.

Immer meinen wir, das Glück irgendwo da draußen finden zu müssen. Im Urlaub, in dem neuen Job, dem neuen Haus…

Was, wenn wir erst einmal mit dem Glück anfangen, dass jetzt schon für uns verfügbar ist?

Flow ist Glück

Wenn du vergeblich auf der Suche nach Glück in deinem Leben bist, solltest du es einmal mit dem Flow probieren.

Wie wäre es, wenn du dir noch ein paar weitere Flow-Tätigkeiten erschließt?

Wie wäre es, wenn du versuchst, auch bei Alltagstätigkeiten in den Flow zu kommen?

Wenn du das tust, hast du in jedem Fall ein wirkungsvolles Werkzeug gegen den Schwellentroll zur Hand.

Austausch: Bei welcher Tätigkeit kommst du in den Flow? Was ist deiner Meinung nach besonders kennzeichnend für dieses Erlebnis? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Herbstdepression

HerbstdepressionWarum dein Schwellentroll die dunkle Jahreszeit liebt – und wie du ihn mit eigenen Waffen schlagen kannst.

In den letzten Tagen war es bei uns sehr nebelig. Die ganze Welt schien in weiße Watte gepackt zu sein und in den Spinnennetzen hing die Feuchtigkeit.

Dabei war es doch noch vor zwei Wochen fast sommerlich.

Und dann? Die Uhr wurde umgestellt, die Dunkelheit kam und mit ihr die Kälte.

In diesem Jahr ist es sehr plötzlich Herbst geworden.

Wir alle haben unsere Schwierigkeiten mit Dunkelheit und Kälte. Manche von uns fallen sogar in eine Herbstdepression. Und das wiederum liebt unser Schwellentroll.

Wie geht es dir dabei?

Kennst du das?

Dir fällt das Aufstehen morgens immer schwerer, weil es draußen noch dunkel und kalt ist?

Siehst du die Sonne nur auf der Arbeit ein bisschen durchs Fenster hereinscheinen, doch kaum bist du auf dem Heimweg, ist es schon wieder dunkel?

Dem Schwellentroll gefällts. Er hat jetzt sozusagen Hochkonjunktur.

Aber wir wollen ihm doch nicht kampflos das Feld überlassen, oder?

Die Fakten:

Es wird dunkel und still. Das ist nun mal ein Fakt. Und wenn du es dir nicht leisten kannst, den Winter auf der Südhalbkugel zu verbringen, wirst du damit leben müssen.

Im Winter brauchen wir mehr Schlaf. Auch das ist ein Fakt, denn unser Schlafbedürfnis richtet sich stark nach den Sonnenstunden des Tages aus. (das schreibt der Fokus dazu) Es ist also vollkommen normal, dass du müde bist, wenn du genauso aktiv bist wie im Sommer.

Doch was kann die dunkle Zeit dir geben?

Was tun?

Hör nicht auf deinen Schwellentroll, wenn er dich ausschimpft, weil du müde bist.

Sag dir immer wieder, dass es normal ist, im Herbst müde zu sein. Wenn du eine Herbstdepression hast, dann kämpfe nicht gewaltsam dagegen an. Gehe achtsam mit dir um und gönne dir so viel Ruhe, wie es unter deinen Lebensumständen möglich ist. Versuche, Ruhe und Schlaf eine höhere Priorität in deinem Leben zu schenken.

Nutze die Grübel-Zeit, um deinen Schwellentroll in seine Grenzen zu weisen.

Wenn die Welt dunkel und still wird, neigen wir zum Grübeln und es kommen allerhand unangenehme Gedanken hoch. Dieses In-sich-Gehen ist zunächst einmal ein natürlicher Prozess und du kannst ihn durchaus für dich nutzen

  1. Nutze die Grübel-Zeit um schöne, besinnliche Dinge zu machen, die deine Gedanken auf etwas Positives lenken. (Musik hören, Kunst, werkeln…)

  2. Nutze die Zeit für Achtsamkeits- und Entspannungsübungen. Das wird dich auf andere Gedanken bringen und zugleich deine Müdigkeit bekämpfen.

  3. Wenn so viel Negatives in dir hochblubbert, höre dieser Stimme doch eine Weile zu und schreibe auf, was sie so erzählt.

Vielleicht kennst du das folgende Zitat aus dem Wallenstein:

Der Wein erfindet nichts, er schwatzts nur aus.

Mit den dunklen Gefühlen, die in der kalten Jahreszeit hochkommen, ist es genauso. Sie waren schon vorher da. Daran ist nicht das graue Wetter Schuld. Und auch kein Mangel an Vitamin D. Diese äußeren Umstände führen nur dazu, dass du gezwungen bist, zu erleben, was innerlich in dir vorgeht.

Nutze dies doch, statt es zu verdammen: Wo in deinem Leben gibt es Unstimmigkeiten, die du dir mal ansehen solltest? In der erzwungenen Ruhe des Herbstes wirst du dein Leben sehr viel klarer sehen.

Nimm dir Zeit für dich!

Aber Marie, wirst du jetzt sagen, ich würde mich ja gerne ausruhen, aber mein Chef! Der wartet doch nicht ab, bis ich Winterschlaf gehalten habe!

Und wieder einmal stecken wir in der Klemme zwischen dem System, was uns unnatürliche Dinge abverlangt und unseren eigenen Bedürfnissen.

Trotzdem möchte ich dich dazu einladen, dir selbst in den kommenden Monaten auf liebevolle Weise mehr Ruhe und Besinnlichkeit zu gönnen.

Kleine Auszeit

Dafür brauchst du nicht viel Zeit. Schon zehn Minuten Zeit für dich pro Tag können in dir einen Wandel auslösen und deine Herbstdepression in ihre Grenzen weisen. Setze dich hin und sei einfach bei dir. Oder zünde eine Kerze an und höre beruhigende Musik. Gerne kannst du auch eine Runde spazieren gehen. Tu, was dir gut tut und was dir das Gefühl von mehr Tiefe und mehr Sanftheit in deinem Leben gibt.

Leistungsmensch?

Wenn du ein ausgesprochener Leistungsmensch bist, ist diese Übung besonders wertvoll für dich. Je schwerer es dir fällt, dir diese Ruhepausen einzuräumen und je unwohler du dich dabei fühlst, desto mehr profitierst du davon. Gib also nicht gleich auf, wenn sich die erste Unruhe in dir breit macht. Dies ist Teil des Prozesses.

Wie geht es dir mit der dunklen Zeit? Hast du schon angefangen, ihre Vorteile zu nutzen? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Verlorene Jahre – gibt es das?

Zeit, verlorene Jahre

Warum es keine verschwendete Zeit gibt

In den letzten zwei Jahren habe ich viel nachgedacht. Die meisten Gedanken beschäftigten sich dabei mit meiner Vergangenheit. Und zwar damit, dass sie nicht so war, wie sie sein sollte.

Ich sagte mir ständig:

Wenn ich nur früher gewusst hätte, was ich wirklich will, dann hätte ich so viel früher mit den wichtigen Dingen anfangen können.

Ich hätte mir fast sieben Jahre Studium sparen können.

Ich hätte mir die Erfahrung diverser mieser Jobs sparen können.

Ich hätte womöglich gleich die richtige Wohngegend gewählt und mich nicht erst vier Jahre in einer unmöglichen Wohnung geärgert.

Doch der schlimmste Gedanke ist folgender:

Wo könnte ich heute schon sein, wenn ich mir diese verlorenen Jahre erspart hätte?

In meiner Gedankenwelt bin ich dann viel weiter als ich es heute bin. Ich habe ein besseres Auskommen, bin glücklicher und entspannter.

Doch ist dies wirklich wahr?

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich dahinter kam, dass mein Schwellentroll hinter den Gedanken an verlorene Jahre steckte. Sie erschienen mir so harmlos, weil sie sich scheinbar mit dem Positiven, dem was sein sollte, auseinandersetzten.

Doch das Kriterium für die Einmischung des Schwellentrolls ist eigentlich einfach:

Wenn der Gedanke dir Unbehagen oder sogar Schmerzen bereitet, hat dein Schwellentoll definitiv die Finger im Spiel.

So habe ich entdeckt, dass der Gedanke an verlorene Jahre ganz klar ein Schwellentroll-Gedanke ist.

Einfach ignorieren?

Nachdem ich den Schwellentroll in diesen Gedanken identifiziert hatte, fiel mir zunächst nichts Besseres ein, als diese Gedanken einfach nicht mehr zuzulassen. Ich richtete mein Denken und Fühlen ganz auf die Zukunft aus und versuchte, die unschönen Zeiten zu vergessen.

Doch mein Schwellentroll nahm das nicht einfach so hin. Auch wenn ich ihn auf ‘stumm’ geschaltet hatte, rumorte er in meinem Inneren weiter und raubte mir die Energie, die ich so dringend für meine aktuelle Situation brauchte.

Und jedes Mal, wenn ich jemanden in meinem Alter traf, der anscheinend erfolgreicher und weiter war als ich, gab es da eine bösartige Stimme in meinem Inneren, die sagte:

‘siehst du, hättest du mal früher dies oder jenes getan, dann wärst du jetzt genau so weit.’

Und diese Stimme tat sehr weh.

Natürlich habe ich versucht, gegen den Schwellentroll zu argumentieren. Ich versuchte anzuführen, dass ich ja schließlich noch sehr jung sei und daher noch alle Möglichkeiten offen hätte. Aber der Schwellentroll hatte natürlich immer das bessere Argument parat.

‘Und was ist mit den Jahren, die du definitiv vergeudet hast?’

Hätte ich überhaupt einen anderen Weg gehen können?

Letztendlich war es ein Schlüsselerlebnis, das mich aus dieser Spirale befreit hat. Eines Tages, als ich wieder einmal so weit war, dass ich darüber grübelte, warum ich studiert und nicht eine Ausbildung in kreativem Schreiben gemacht hatte, musste ich plötzlich daran denken, dass ich meinen Lebenspartner an der Uni kennengelernt hatte.

Und dann wurde mir klar, dass ich ihn in diesem Traumleben, dass ich mir gerade ausmalte, ganz sicher nicht kennengelernt hätte.

Huch! Von wegen verlorene Jahre!

Dieser neue Gedanke war wie eine kleine Flamme, die sich nach und nach in meinem Bewusstsein ausbreitete. Mir wurde klar, dass alles, was ich in der Vergangenheit erlebt hatte, ganz gleich ob schön oder unschön, mich zu meinem heutigen ich geführt hatten.

Ohne Uni hätte ich den Mann meines Lebens nicht kennengelernt und außerdem gab es keinen anderen Weg, um herauszufinden, was ich NICHT wollte.

Ohne Burnout wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, mich um mich selbst zu kümmern.

Ohne die vielen kleinen und großen Schicksalsschläge hätte ich mir niemals die Frage gestellt: Wer bin ich und welchen Platz möchte ich in diesem Leben einnehmen? (und dann hätte es sicherlich auch diesen Blog nie gegeben.)

Die Antwort lautete also für mich:

Sicher hätte ich einen anderen Weg gehen können, aber dann wäre ich nicht ich gewesen.

Es gibt keine Abkürzung durch das Leben

Ich habe also begonnen, die roten Fäden des Sinns, die sich durch mein Leben ziehen, einfach zu akzeptieren.

Ich habe verstanden, dass ich immer erst im Nachhinein (und vielleicht auch nie) erkennen kann, welchen Sinn ein bestimmtes Ereignis hat.

Dass selbst den blödsinnigsten Entscheidungen in unserem Leben eine tiefere Weisheit innewohnt, die uns reifen lässt.

Zu leben, Entscheidungen zu treffen und ‘Fehler’ zu machen, ist vielleicht unsere beste Möglichkeit, zu uns selbst zu finden.

Und plötzlich war mein Schwellentroll sprachlos.

Ich hoffe, deiner ist es auch!

Was sagt dein Schwellentroll zu deinen ‘verlorenen Jahren’? Wie gehst du damit um? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße, Marie

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10 Tipps gegen akuten Stress:

Tipps gegen akuten Stress, Überforderung

Geht in deinem Leben gerade mal wieder alles drunter und drüber? Die Zeit läuft dir davon, dein Schwellentroll hyperventiliert und du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?

Diese zehn Tipps gegen akuten Stress kannst du anwenden, wenn du so gestresst bist, dass du einfach nicht mehr klar denken kannst.

1) Akzeptiere, dass du gerade gestresst bist.

Das hört sich vielleicht simpel an, ist aber gar nicht so einfach. Denn du willst ja den Stress loswerden. Trotzdem ist es sehr wichtig, erst einmal zu akzeptieren, dass du gestresst bist, dass das Kind also sozusagen schon in den Brunnen gefallen ist.

Denn wenn du gewaltsam gegen deinen Stress ankämpfst, entsteht dadurch noch mehr Stress, der dir auch die letzte Energie raubt. Diese Energie könntest du aber viel besser einsetzen, um zu überlegen, wie du aus der Situation rauskommst.

Um bei dem Bild mit dem Brunnen zu bleiben: Es hilf nichts, darüber zu lamentieren, dass das Kind nie hätte in den Brunnen fallen dürfen. Besser du atmest tief durch und überlegst, wie du es da wieder herausziehen kannst.

2) Nimm die körperliche Stressreaktion wahr

Stress manifestiert sich im Körper in vielfältiger Weise: Vor allem als Spannung in verschiedenen Körperteilen.

Nimm dir einen Moment Zeit, wahrzunehmen, wo es bei dir gerade drückt. Das wird dir helfen, auf Abstand zu gehen. Wenn du kannst, atme tief und lasse die Spannungen bewusst los. Das wird dein Stresslevel augenblicklich senken.

3) Beobachte deinen Schwellentroll

Tritt innerlich einen Schritt zurück und beobachte deinen Schwellentroll dabei, wie er gerade Panik schiebt. Sieh zu, wie er wild hin und her rennt und mache dir bewusst, dass das eben dein Schwellentroll ist und nicht du selbst.

Lass ihn ruhig Stress schieben. Versuche, dich nicht anstecken zu lassen. Vielleicht kannst du ihn sogar mit einer gewissen Belustigung betrachten. Etwa so, als würdest du einer Katze zusehen, die sich über das ‘Laubmonster’ auf dem Gehweg aufregt.

4) Schenke dir eine innerliche Umarmung

Schließe die Augen und erinnere dich daran, wie es sich anfühlt, sehr liebevoll umarmt zu werden.

Schenke dir nun selbst eine innere Umarmung, wie du sie nur mit einem Menschen teilst, den du sehr lieb hast.

Habe Mitgefühl mit dir. Sage dir die Dinge, die du einem lieben Mitmenschen in der Situation sagen würdest.

5) Mach dir klar, dass es vorüber geht

Stress ist nur ein Gefühl, das kommt und geht wie schlechtes Wetter. Mache dir das bewusst. Dass du in diesem Moment gestresst bist, bedeutet nicht, dass das dein ganzes Leben lang so bleiben wird.

6) Konzentriere dich auf den Augenblick

Wenn die Stresswelle über dir zusammenschlägt, konzentriere dich für eine halbe Minute ganz auf den Augenblick.

Beobachte, was um dich herum passiert, ohne es zu bewerten. Nimm mit allen Sinnen wahr und lasse die Gedanken einfach kommen und gehen, als würden sie gar nicht zu dir gehören.

Es kann dir auch helfen, dich auf einen bestimmten Gegenstand oder ein bestimmtes Geräusch zu konzentrieren. Beobachte zum Beispiel tief konzentriert deine Kaffeetasse und atme dabei ruhig ein und aus. Schon nach kurzer Zeit wird es dir besser gehen.

7) Mach das Gegenteil von dem, was dein Schwellentroll verlangt.

Wenn dein Schwellentroll schreit, dass du dich beeilen musst, atme erst einmal tief durch und mache fünf Minuten Pause.

Wenn er dir sagt, du sollst jetzt gefälligst Panik schieben, lache ihn aus.

Wenn du das Gegenteil von dem tust, was dein Schwellentroll gerade verlangt, verwirrst du ihn und nimmst den Druck aus der Sache raus. Du kannst dann ruhiger und konzentrierter weiterarbeiten.

8) Erstelle eine Liste aller Dinge, die dich gerade in deinem Leben stressen.

Komme aus der allgemeinen Panik-Haltung, indem du dir ganz konkret aufschreibst, was dich in deinem Leben gerade stört, nervt und stresst.

Schreibe alles auf, von den kleinsten (dieser Stuhl ist so unbequem) bis zu den größten Problemen (in diesem Job verschwende ich meine Lebenszeit).

Nimm dir danach zwei Farben zur Hand und ordne deine Liste nach folgenden Kriterien:

  1. Farbe: Auf diese Punkte habe ich selbst Einfluss und ich kann sie in absehbarer Zeit zum Positiven verändern (oder ich kann es zumindest versuchen).

  2. Farbe: Auf diese Punkte habe ich überhaupt keinen Einfluss oder ich will sie im Moment nicht verändern, weil mir der Preis für die Veränderung zu hoch erscheint.

9) Ändere alle Dinge, die sich sofort ändern lassen

Nimm dir die Punkte vor, die du mit der ersten Farbe markiert hast und arbeite sie systematisch ab. Jeder gelöste Punkt, und sei er noch so klein, kann deinen Stress minimieren.

Denke auch daran, dass manche Dinge delegiert werden können und die Welt sich auch noch weiterdreht, wenn du nicht mehr als Manager des Universums auftrittst. Gib einen Teil der Verantwortung an deine Mitmenschen ab.

10) Übe dich darin, die Dinge, die du nicht ändern kannst, zu akzeptieren.

Ich will es nicht schönreden, es gibt tatsächlich Dinge, die wir einfach nicht verändern können. Das Wetter zum Beispiel. Oder Dinge, an denen wir uns aufreiben, wenn wir versuchen, sie zu ändern (die Gewohnheiten anderer Menschen gehören häufig dazu).

Versuche, diese Dinge klar zu erkennen und eine Einstellung hierzu zu gewinnen, mit der du gut leben kannst. Vielleicht kannst du den Marotten deiner Kollegen humorvoller begegnen? Vielleicht findest du etwas Positives an deinem Job?

Die meisten der hier aufgeführten Tipps gegen akuten Stress erfordern etwas Übung. Lass dich davon nicht einschüchtern und probiere sie einfach für dich aus.

Vielleicht suchst du dir von den zehn Punkten erst einmal einen heraus, der dir besonders wirkungsvoll erscheint und übst, ihn in deinem Leben anzuwenden.

Auch wenn du die Übungen am Anfang nicht gleich perfekt ausführen kannst, werden sie dir helfen, deinen akuten Stress zu minimieren.

Was tust du, wenn du im Stress bist? Hast du noch andere Tipps gegen akuten Stress? Was hilft dir am besten? Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlassen würdest!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

PS: Wenn dich der Artikel anspricht, vergiss nicht, dich in meinen kostenlosen Newsletter einzutragen. Dort erwarten dich wöchentliche Artikel zum Thema Leichtigkeit und wie man den Schwellentroll loswird. Ich würde mich freuen, dich in unserer Gemeinschaft begrüßen zu dürfen!

Innere Stimme vs. Schwellentroll

Hörst du deine innere Stimme?Oder: Wie zeigt mir meine innere Stimme, was mir wirklich guttut?

Wenn dein Schwellentroll laut und fett und aufsässig ist, fällt es dir möglicherweise schwer, zwischen ihm und deiner inneren Stimme zu unterscheiden. Beide sind schließlich in deinem Inneren zu Hause und sprechen mit dir.

Doch während dein Schwellentroll dich kleinhalten will, kann dir die innere Stimme zu Freiheit und Wohlbefinden verhelfen – wenn du sie erkennst.

Die innere Stimme – was ist das?

Sie hat viele verschiedene Namen, die innere Stimme. Manche Menschen sprechen vom Unterbewussten, andere wiederum von einer inneren Führung oder Seele. Wieder andere erleben die innere Stimme als göttlichen Funken in ihrem Inneren.

Für jeden Menschen ist ein anderer Begriff hilfreich und ich möchte dich daher dazu einladen, deinen eigenen Begriff für die innere Stimme zu finden. Wichtig ist nur, dass die Stimme für dich den wichtigsten inneren Gegenspieler deines Schwellentrolls repräsentiert.

Deine innere Stimme ist die Instanz in dir, die dir absolut zuverlässig sagen kann, was dir guttut und was nicht. Sie möchte das Beste für dich, und zwar auf allen Ebenen deines Lebens. Sie achtete darauf, dass es dir innerlich wie äußerlich gutgeht.

Wie kann ich die innere Stimme wahrnehmen?

Deine innere Stimme kannst du entweder tatsächlich als Stimme hören oder als ein Gefühl erleben, das dich führt (Bauchgefühl). Die innere Stimme kann dir auch Bilder schicken, sich in deinen Träumen verwirklichen oder dafür sorgen, dass du in deinem Alltag auf bestimmte Menschen oder Situationen triffst.

Und hier beginnt das Problem.

Denn genau das tut der Schwellentroll auch.

Wie also kann ich die beiden unterscheiden?

Hör auf dein Gefühl.

Das wichtigste Kriterium für den Schwellentroll sind die negativen Emotionen, die er in deinem Inneren auslöst. Wenn du Schwere, Angst oder Spannung verspürst, bist du sicherlich dem Schwellentroll auf den Leim gegangen.

Die innere Stimme spricht wie eine wahre Freundin zu dir. Sie hat eine weiche, liebevolle Aura, die sie ganz klar vom Schwellentroll unterscheidet. Sie gibt dir das Gefühl, in dieser Welt willkommen zu sein, und zwar genauso wie du bist. Im Gegensatz zum Schwellentroll wird sie dich nicht ausschimpfen, sondern dir höchstens einen liebevollen Schubs in die richtige Richtung geben.

Was, wenn ich die innere Stimme einfach nicht wahrnehme?

Je mächtiger dein Schwellentroll ist, desto leiser ist deine innere Stimme. Wieso sollte sie sich auch anstrengen? Sie wird ja ohnehin nie nach ihrer Meinung gefragt.

Zum Glück ist die innere Stimme wie ein Muskel. Man kann sie wunderbar trainieren. Einzige Voraussetzung hierfür: Du musst dich bemühen, ihr zuzuhören. Je mehr du zuhörst, desto mächtiger wird sie und eines Tages wird sie es mit deinem Schwellentroll aufnehmen können.

Es ist hilfreich, nicht gleich als Erstes die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen, sondern mit kleinen Dingen zu beginnen, etwa:

  • möchte ich heute wirklich Nudeln essen oder doch lieber Reis?

  • Möchte ich heute Abend wirklich mit meinen Freunden ausgehen oder doch lieber ein Buch lesen?

  • Was könnte ich jetzt gerade in diesem Moment dafür tun, dass es mir besser geht?

Vielleicht hört sich das für dich alles unbedeutend an, aber es ist tatsächlich so, dass schon bei den einfachen Dingen die Frage nach einem authentischen Leben beginnt. Und hierbei kannst du wunderbar für die ‘großen Fragen’ üben.

Ich habe nach meiner inneren Stimme gehandelt, doch nun bin ich verunsichert, weil ich trotzdem negative Gefühle erlebe. Habe ich etwas falsch gemacht?

Wenn du dich trotzdem nicht gut fühlst, obwohl du dachtest, deiner inneren Stimme gefolgt zu sein, kann das verschiedene Ursachen haben.

Nehmen wir zur Verdeutlichung folgendes Beispiel:

Du hast in deinem Unternehmen gute Arbeit geleistet und eines Tages wird dir eine gehobenere Position angeboten. Du befragst deine innere Stimme und sie sagt ja. Folglich nimmst du den Job an, doch noch vor Beginn oder während der ersten Arbeitswochen treten die typischen Schwellentroll-Symptome auf: Du fühlst dich unwohl, willst gar nicht so recht zur Arbeit gehen, bekommst vielleicht sogar Kreuz- oder Magenschmerzen.

Was ist geschehen?

Möglichkeit 1: Es war doch nicht die innere Stimme auf die du gehört hast.

Diese Möglichkeit ist unangenehm, denn sie bedeutet, dass dein Schwellentroll dich wieder einmal ausgetrickst hat. Das passiert sehr gerne bei Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich abzugrenzen und folglich ihre eigenen Wünsche mit dem Verwechseln, was andere Menschen gerne hätten.

Wenn du Schmerzen hast, könnte es sich also lohnen, zu hinterfragen, ob du diese Arbeit wirklich aus ganzem Herzen gerne machst, oder ob der Schwellentroll sich eingeschlichen hat (‘eine solche Chance kann ich nicht einfach ablehnen’, ‘was sollten die Leute denken’, ‘etwas Besseres bekomme ich ohnehin nicht mehr, nicht in meinem Alter’ oder ‘meine Frau wäre total enttäuscht, wenn ich den Posten nicht annehme’.)

Hier hilft letztendlich nur die radikale Ehrlichkeit mit sich selbst.

Möglichkeit 2: Dein Schwellentroll rebelliert, weil er sich bedroht fühlt.

Wenn du Möglichkeit 1 ausgeschlossen hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du den richtigen Weg gewählt hast. Trotzdem können Schmerzen und Unwohlsein auftreten. Woran liegts? Ganz einfach, deinem Schwellentroll schwimmen die Felle davon und er versucht, zu retten, was zu retten ist.

Für unser Beispiel könnte es bedeuten, dass du deine neue Position wirklich liebst, aber mit neuen Tätigkeiten (Vorträge, Auslandsaufenthalte etc.) konfrontiert wirst, bei denen du dich noch sehr unsicher fühlst. Dein Schwellentroll wittert, dass es für ihn gefährlich wäre, dich diese Schwelle überschreiten zu lassen und deshalb versperrt er dir den Weg und malt dir Horrorszenarien aus, was alles passieren könnte.

In diesem Fall hilft nur eines: Einen Schritt nach dem anderen gehen und den Schmerz eine Weile einfach aushalten. Versuche dabei aber, dich nicht in der Schmerz hineinzusteigern oder dich dagegen zu wehren, denn dies kostet nur zusätzliche Energie. Nimm die unguten Gefühle einfach wahr, ohne etwas daran ‘machen’ zu wollen.

Wichtig hierbei: Wenn du die Tätigkeit wirklich liebst und wie geschaffen dafür bist, sollten diese negativen Gefühle nach einer Weile verschwinden.

Mein Vorschlag: Setzt dich am Ende jeder Woche hin und schreibe auf, wie es dir ergangen ist. Wäge hierdurch immer wieder ab, ob es dir besser oder schlechter geht als zuvor. Wenn du nach mehreren Monaten immer noch keine Verbesserung siehst, solltest du die erste Möglichkeit nochmal in Erwägung ziehen.

Falls du dir noch immer unsicher bist, ob du wirklich deiner inneren Stimme folgst, solltest du dir professionelle Unterstützung, beispielsweise in Form eines Coachings, gönnen.

Kannst du Schwellentroll und innere Stimme auseinanderhalten? Was hat dir dabei besonders geholfen? Welche Tipps und Tricks wendest du an? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

6 Dinge, an denen du erkennst, dass du einen Schwellentroll hast.

Schwellentroll

Willst du wissen, was ein Schwellentroll ist? An diesen sechs Dingen kannst du deinen persönlichen Schwellentroll erkennen:

1) Der Leistungsdruck:

Du arbeitest zu viel und dein Leben fühlt sich schwer an.

Dein Schwellentroll hat eine Peitsche in der Hand und zudem ein freches Mundwerk. Damit sorgt er dafür, dass du ständig in Bewegung bleibst. Er sagt dir immer wieder, wie viel es noch zu tun gibt, und dass du auf gar keinen Fall etwas vergessen darfst. Schließlich bist du seiner Meinung nach mindestens dafür verantwortlich, dass sich die Erde weiter dreht.

Um sicherzugehen, dass du stets dem Leistungsdruck unterliegst, bleibt er auch in der Freizeit bei dir und erinnert dich an die Dinge, die du noch erledigen musst.

Wenn du doch etwas vergisst, beschimpft er dich, bis du dich selbst nicht mehr magst.

Manchmal springt er von deiner Schwelle und setzt sich stattdessen auf deine Schultern, um dich richtig spüren zu lassen, wie schwer dein Leben ist.

2) Die eigenen Grenzen ignorieren:

Du hattest bereits ein Burnout oder giltst als Burnout-gefährdet.

Wenn das der Fall ist, befindest du dich bereits ganz und gar in den Fängen des Schwellentrolls. Du hast bei Punkt eins noch nicht innegehalten (weil dein Schwellentroll dir zuflüsterte: Nun stell dich mal nicht so an, das Leben ist halt so). Mittlerweile hast du beim Ignorieren deiner eigenen Grenzen einen Punkt erreicht, an dem es dir schwerfällt, diese Grenzen überhaupt noch wahrzunehmen.

Dein Schwellentroll hat dich so sehr in der Hand, dass du dich mit ihm identifiziert hast. Du hilfst ihm, die Peitsche zu schwingen und findest das auch noch ganz normal. Dein Körper würde dir zwar gerne mitteilen, dass es genug ist. Aber du blendest alle Warnsignale erfolgreich aus.

Leider hat der Schwellentroll keinen gesunden Selbsterhaltungstrieb. Er wird dich bis zum Äußersten treiben und lieber selbst mit dir zugrunde gehen, als zuzugeben, dass er etwas falsch macht.

Und plötzlich geht es einfach nicht mehr weiter. Dabei hast du doch alles richtig gemacht. Du hast doch alles getan, um die Erwartungen zu erfüllen, und jetzt? Du verstehst die Welt nicht mehr.

Der Grund: Bis jetzt hattest du wahrscheinlich keine Ahnung davon, dass du einen Schwellentroll hast, der dafür sorgt, dass du derart unverantwortlich mit dir selbst umgehst. Deswegen bist du ihm hilflos ausgeliefert und hast seiner Peitsche nicht entgegenzusetzen.

3) Im Widerstreit mit dem Leben:

Du spürst viel inneren Widerstand gegen dein Leben, wie es im Moment ist.

Dein Schwellentroll motzt, wenn du zur Arbeit gehst, aber keine Lust hast. Er motzt aber erst recht, wenn du nicht hingehst, denn das Leben ist ja schließlich kein Zuckerschlecken, nicht wahr?

Irgendwie fühlt es sich so an, als würdest du das Leben eines anderen leben und dabei noch ständig dafür kritisiert werden, dass du es nicht gut genug machst.

Es gibt da zwar auch eine nette Stimme in deinem Inneren, die wüsste, was du brauchst (siehe innere Stimme). Sie ist aber im Vergleich zum Schwellentroll sehr leise. Und wenn sie sich zu Wort meldet, setzt dein Schwellentroll sich auf sie drauf und drückt so lange, bis sie keine Luft mehr bekommt und verstummt.

Dein Schwellentroll möchte nämlich keinesfalls, dass du Klarheit in dein Leben bringst, denn er profitiert von deinem inneren Widerstreit. Er liebt Bauchweh, Kreuz- und Schulterschmerzen (bei dir, nicht bei ihm…). Denn solange du mit dir selbst uneins bist, wirst du nicht auf den Gedanken kommen, ihn von seiner Schwelle zu kicken.

4) Mangelnder Selbstwert:

Du bist hart zu dir selbst.

Genau genommen ist es der Schwellentroll, der hart zu dir ist. Aber er hat bereits so lange auf dich eingeredet, dass du ihm innerlich dabei hilfst, dich fertig zu machen.

Denn der Schwellentroll hat es geschafft, dir zu vermitteln, dass du grundsätzlich falsch bist, so wie du bist. Seiner Meinung nach machst du zu viel Fehler, du siehst nicht gut genug aus und bist auch irgendwie unsympathisch. Kurz, du bist jemand, den man nicht gerne im Spiegel sehen möchte.

Gerne nutzt er zur Unterstreichung seiner eigenen Meinung auch die Kommentare anderer Menschen.

Boshaft wie er ist, hat er dir aber auch gleich einen Ausweg aus dem Dilemma der Wertlosigkeit gezeigt: Arbeite hart und lange, dann kannst du vielleicht ein bisschen was von deinem fehlenden Wert gutmachen. Schade, dass wir da alle drauf hereinfallen!

5) Drama – warum du nicht aufhören kannst, zu leiden:

Jammerst du gerne? Hast du manchmal das Bedürfnis, damit anzugeben, wie hart dein Leben ist?

Dies ist eine besonders perfide Methode des Schwellentrolls, dich in seinen Fängen festzuhalten. Er genießt es, allen zu zeigen, wie schlecht es dir geht. Er ist der Meinung, wenn du schon hart arbeitest und total krank bist, dann sollte es auch die ganze Menschheit wissen. Damit hält er dich beschäftigt und sorgt dafür, dass du nicht entkommst.

Außerdem unterstützt er damit seine Schwellentroll-Kollegen: Ihre Menschen sind schließlich leichter zu lenken, wenn sie den Eindruck haben, dass es dir genauso schlecht geht wie ihnen. Wenn du glücklich wirst, würden dich diese Menschen am Ende noch fragen, wie du das anstellst – welch existenzielle Bedrohung für die Gattung Schwellentroll! Kein Wunder, dass unsere Schwellentrolle zusammenarbeiten – sie möchten verhindern, dass wir sie loswerden wollen!

6) Hartnäckige Glaubenssätze:

Etwas hindert dich daran, die Dinge zu ändern.

Du wolltest schon häufiger alles anders machen. Mit großem Enthusiasmus hast du dich in die Veränderungen gestürzt, hast sehr viel dafür getan und lange durchgehalten. Vielleicht hast du es sogar geschafft, in deinem äußeren Leben etwas Entscheidendes zu verändern. Und trotzdem fühlt sich dein Leben noch genauso an.

Der ersehnte neue Job hat keine Erleichterung gebracht.

Mit dem neuen Partner erlebst du die gleichen Dramen wie mit dem alten.

Obwohl du zwanzig Kilo abgenommen hast, fühlst du dich kein bisschen attraktiv.

Alles fühlt sich wieder genauso schwer und verspannt an wie zuvor. Du bist frustriert, weil dir langsam die Ideen ausgehen, was du in deinem Leben noch verbessern könntest. Dein Problem: Du hast es nicht geschafft deine inneren Glaubenssätze zu ändern.

Du hast den Schwellentroll mit Schwung hinausgeworfen, aber die Tür aufgelassen. Deswegen konnte er es sich schon nach kurzer Zeit wieder auf deiner Schwelle gemütlich machen.

Erkennst du dich wieder?

Wenn nur einer dieser Punkte für dich zutrifft, bist du hier an der richtigen Adresse. Natürlich wäre die Liste der Dinge, die den Schwellentroll ausmachen noch weiter fortsetzbar. Doch dieser Artikel soll dir ja schließlich erst einmal einen Eindruck von dem vermitteln, was der Schwellentroll ist.

Und keine Sorge: Es gibt für jeden einen Weg in die Leichtigkeit. Kein Schwellentroll ist unbesiegbar, auch wenn diese Wesen gerne so tun, als wären sie es. Ich weiß, was du durchmachst, denn mein dicker roter Schwellentroll hat mich bereits einmal in ein Burnout geschickt und es war die schlimmste Erfahrung meines Lebens.

Ich freue mich, dass du bis hierhin gelesen hast und hoffe, dich auch in Zukunft auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

Wie geht es dir mit deinem Schwellentroll?

Hast du deinen eigenen Schwellentroll entdeckt? Welche Eigenheiten hat er und welche Schwierigkeiten bereitet er dir?

Gerne kannst du die Kommentarfunktion nutzen, um deine eigenen Erfahrungen mitzuteilen oder Fragen zu stellen.

Willkommen auf dem Weg in die Leichtigkeit!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

PS: Wenn dich der Artikel anspricht, vergiss nicht, dich in meinen kostenlosen Newsletter einzutragen. Dort erwarten dich wöchentliche Artikel zum Thema Leichtigkeit und wie man den Schwellentroll loswird. Ich würde mich freuen, dich in unserer Gemeinschaft begrüßen zu dürfen!