Verletzlich sein ist was für Helden

Vielleicht interessiere ich mich deshalb fürs Mittelalter, weil ich ein ziemlich guter Ritter geworden wäre.

Okay, vielleicht nicht was die Manieren angeht.

Aber dafür habe ich meine Rüstung immer dabei. Und zwar angezogen.

Falls mich mal irgendjemand angreift.

Ich meine, es könnte ja sein, dass mich jemand im Supermarkt zu einem Duell herausfordert, oder?

Es ist wirklich praktisch so einen Panzer zu haben.

Okay, Spaß und Mittelalter beiseite.

Natürlich trage ich keine 70 kg Eisen mit mir herum.

Aber mein Panzer erfüllt eine ähnliche Funktion: Nicht verletzt zu werden.

Ich stecke in einem dicken Panzer aus alten Mustern und Abwehrhaltungen, der mich gegen Einflüsse von außen schützen soll. Denn irgendwann habe ich einmal gelernt, dass es gefährlich ist, sich zu zeigen. Dass es sicherer ist hinter dieser unsichtbaren Wand.

Ich möchte nicht, dass andere mich verletzen. Ich möchte nicht leiden. Und vor allem möchte ich eines: Die Kontrolle über mein Leben behalten.

Mein Schwellentroll gibt mir dabei immer recht. Er warnt mich davor, was passieren könnte, wenn ich mich verletzlich zeige. Wenn ich ihn nicht besser kennen würde, hätte ich das Gefühl, er wolle mich beschützen und bemuttern.

Doch halt!

Irgendwas stimmt da doch nicht!

Ich meine, ist es nicht merkwürdig, dass ausgerechnet mein Schwellentroll mich davor warnt, mich verletzlich zu zeigen? Als wenn der um mich besorgt wäre!verletzlich

Wir sind aber verletzlich

Hand aufs Herz, hat dein Panzer je schon mal richtig funktioniert? Gibt es da nicht doch immer wieder Schwachstellen, durch die unangenehme Worte oder Handlungen an dein Herz dringen?

Und wenn das so ist: Was in aller Welt nützt dir ein Panzer, der nicht ausreichend schützt?

Was ich damit sagen will, ist Folgendes: Wir sind einfach verletzlich. Daran gibt es nichts zu rütteln, ganz gleich, ob es uns gefällt oder nicht.

Wir können all unsere Energie in Abwehrmechanismen stecken, doch es gibt immer eine Stelle, die wir vergessen. Das ist wie mit dem Drachen, der getötet wird, weil ihm eine (!) Schuppe fehlt.

Natürlich könnten wir auch versuchen, allen Gefahren aus dem Weg zu gehen. Uns im Schlafzimmer einsperren. Unters Bett kriechen.

Ich habe es ausprobiert. Es hat nicht funktioniert, denn auch unter dem Bett war ein Monster. Und das sah aus wie ich selbst.

Um also mit einer sehr unangenehmen Wahrheit herauszurücken: Nach meiner Erfahrung gibt es keinen Ort in der realen Welt, an dem wir definitiv nicht verletzt werden können.

Wir können uns nicht verstecken.

Ziemlich beängstigend, nicht?

Und das Erstaunlichste: Obwohl wir das doch alle irgendwie wissen, behalten wir weiter unsere unbequemen Panzer an. Um wenigstens die Illusion aufrecht zu erhalten, geschützt zu sein.

Es ist natürlich dein gutes Recht, weiterhin deinen Panzer zu tragen. Trotzdem möchte ich dir einige gute Gründe nennen, warum es sich lohnt, dich von diesem Ding zu befreien.

Entscheide danach selbst, ob du probehalber eine Schicht ausziehen möchtest.

4 Gründe, warum es sich lohnt, sich verletzlich zu zeigen:

1) Es wird leichter

Okay, das ist vielleicht selbstverständlich. Wenn man etwas Schweres auszieht, wird vieles leichter. Aber hast du dir schon einmal in allen Konsequenzen überlegt, was das für dein Leben bedeutet? Wir alle streben nach einem glücklichen, zufriedenen Leben. Und falls Glück für dich etwas Ähnliches bedeutet wie für mich, dann steht es in ziemlichem Widerspruch zu verkrampften Muskeln und Magenschmerzen.

Grund eins für Verletzlichkeit ist also ganz einfach:

Dir wird es schon rein körperlich besser gehen.

Überlege dir mal: Wie oft und wie intensiv müsstest du von anderen verletzt werden, bis es genauso wehtut, wie das, was du dir durch deine Abwehr selbst zumutest?

2) Du triffst die richtigen Leute

Das Problem an einem Gefühlspanzer ist, dass er in beide Richtungen undurchlässig ist. Das stellen letztendlich alle Menschen fest, die Mauern bauen: Das Ding schützt sie zwar, beraubt sie dafür aber einer Sache, ohne die ihr Leben leer und kalt wird: Dem wirklichen Kontakt zu anderen Menschen.

Schon möglich, dass du trotz deiner Abwehr kein Einsiedler bist.

Aaaber: Bist du wirklich du selbst, wenn du mit anderen Menschen redest? Oder glaubst du jemand anderes sein zu müssen? Jemand, der stark und unverletzlich ist?

Das Problem dabei ist einfach folgendes: Deine potentiellen Freunde freunden sich mit deiner Pseudo-Persönlichkeit an und nicht mit dir selbst. Und wenn sich sowas richtig gefestigt hat, fällt es dir doppelt so schwer, diese Maske, die du trägst, wieder abzulegen. Denn es könnte ja sein, dass das, was darunter liegt, niemandem gefällt.

3) Du nimmst anderen die Angst, verletzlich zu sein

Glaubst du wirklich, dein Gegenüber leide nicht unter den gleichen Ängsten wie du? Was wäre, wenn du den ersten Schritt gehst und es wagst, verletzlich zu sein? Nimm du die Rüstung ab und zeige damit, dass das Turnier vorbei ist.

Vielleicht ist dein Mitmensch sogar froh, wenn er auch endlich dieses schwere Ding abnehmen kann.

4) Du spürst deinen wunderbaren Wesenskern

Die Mauer, die du um dein Herz errichtest, hält nicht nur andere Menschen von dir fern. Sie hält auch dich im Außen fest. Und irgendwann hast du vergessen, was jenseits der Mauer ist. Dann möchtest du das Tor zu deinem Inneren vielleicht gar nicht mehr öffnen, weil du Angst hast, dass dort nichts ist.

Wenn du deine Schutzmechanismen fallen lässt, erkennst du wie wunderbar du bist. Und du wirst sehen, warum das, was hinter diesem Panzer liegt, in seinem Kern gar nicht verletzt werden kann.

Bist du bereit, es auszuprobieren?

Sich zu zeigen ist ein Risiko, das möchte ich gar nicht kleinreden. Und natürlich gibt es Situationen, in denen es gut und richtig ist, sich zu schützen. Nicht alle Menschen zeigen immer eine angemessene Reaktion. Dem ein oder anderen Mitmenschen bist du vielleicht ein Dorn im Auge, weil das, was du tust, seine eigenen Ängste wachruft. Und es wäre unrealistisch, anzunehmen, dass er das niemals an dir auslässt, nur, weil du ihm keinen Grund dazu gibst.

Doch wenn wir nicht bereit sind, uns wenigstens ein ganz kleines bisschen zu zeigen, sind wir vielleicht sicherer, verpassen aber das, wozu wir hier sind: Das Leben.

Welche Ängste halten dich davon ab, dich verletzlich zu zeigen? Hast du schon ein paar Schichten abgelegt und wenn ja: Wie hast du das geschafft? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Wärst du gerne ein Held?

Hach, ist es nicht wunderbar ein Held zu sein?

Kaum bist du 11, flattert dir ein magischer Brief ins Haus, der dich auf die coolste Schule der Welt einlädt.

Oder du gehst nichtsahnend aus dem Haus und stolperst über einen Flaschengeist, der dir deine größten Wünsche erfüllt. Einfach so.

Du lebst in einer Welt, in der alles möglich ist. Es gibt dort zwar auch Herausforderungen, aber die kannst du meistern. Denn du bist ja der Held – stark, klug, schön und überhaupt…

Bist du manchmal ein bisschen neidisch auf die Helden deiner Lieblingsgeschichten? Fragst dich, warum du nicht auch so bist?

Diese Frage habe ich mir auch sehr lange gestellt. Und jetzt werde ich versuchen, sie für dich zu beantworten.Held

5 Gründe, warum dein Leben wie eine gute Geschichte ist.

1) In deiner Geschichte gibt es Schurken

Hehe, immerhin hast du einen Schwellentroll, oder? Damit gäbe es zumindest schon mal ein magisches Wesen in deinem Leben. Okay, besonders angenehm ist er nicht, der Schwellentroll. Aber ich finde, er ist ein ziemlich guter Schurke – fies, gerissen und immer zur Stelle, wenn man ihn gerade nicht braucht. ;-)

Und wie ein richtiger Schurke das so macht, schart auch der Schwellentroll Getreue um sich, die dir das Leben schwer machen. Die haben unterschiedliche Namen und Rollen. Manche arbeiten undercover (so mancher gut gemeinter Rat), andere wiederum sind recht explizit in ihrem Angriff (dazu gehören Chefs, Schwiegermütter und die ‘Heute noch Abnehmen’-Werbung in deinem Postfach). Und du glaubst im Ernst, dir würde langweilig nur weil du Darth Vader noch nicht gesichtet hast?

2) In deiner Geschichte gibt es Wunder

Okay, Vorsicht, jetzt wird es etwas pathetisch. Aber ich finde, das gehört zu einer guten Geschichte dazu:

Hast du schon mal erlebt, dass ein anderer Mensch (oder ein Tier) dich angeschaut hat, als wärst du das schönste und wunderbarste Geschöpf, das je auf diesem Planeten gelebt hat?

Wenn du eine wirklich glaubhafte, rationale Erklärung dafür hast, immer her damit!

Hast du schon einmal zugeschaut wie sich ein Lichtstrahl in einem Tautropfen bricht? Wie das Leuchten dieses Tropfens ein ganzes Universum erstrahlen lässt? Nenne mir einen Edelstein, um den es sich mehr zu kämpfen lohnt!

Hast du schon einmal WIRKLICH hingeschaut?

Hast du schon einmal WIRKLICH zugehört?

Ich möchte dich heute dazu einladen, dein ganz persönliches Wunder zu entdecken. Dein persönliches Wunder kann dir Folgendes zeigen:

Es sagt dir, warum es sich lohnt, nicht von der nächsten Brücke zu springen.

Es erzählt dir davon, warum das Leben trotz aller Schwierigkeiten wirklich lebenswert ist.

Es beweist dir, warum es wunderbar ist, ein Mensch zu sein. Genau hier. Genau jetzt. Mit allen Unannehmlichkeiten, die ein Leben als sterblicher, schmerzempfindlicher, teilweise intelligenter Organismus so mit sich bringt.

Was ist dein persönliches Wunder?

3) In deiner Geschichte gibt es Abenteuer und Questen

Oh, was für ein Abenteuer, jeden Tag ins Büro zu gehen und am Wochenende die Küche zu putzen!“

Okay, vielleicht ist dein Leben im Moment tatsächlich erst ab 20:15 Uhr spannend ;-)

Kurze Erinnerung: Wie läuft das in den meisten Geschichten?

Es beginnt doch damit: Ein zukünftiger Held (der noch nichts von seinem Glück weiß) sitzt zu Hause in seiner kleinen langweiligen Welt.

Hmm, kommt dir das bekannt vor?

Für die meisten Protagonisten irgendwelcher Geschichten ist es am Anfang auch nicht gerade einfach, ihren Weg zu gehen. Sie alle müssen sich entscheiden:

Wagen sie den Weg durch Versuchung und Gefahr, um schließlich zum Ziel ihrer Wünsche zu gelangen?

Oder bleiben sie einfach dort, wo sie bereits sind?

Nur werden über die zu Hause Gebliebenen keine Geschichten erzählt.

Wie könnte deine persönliche Queste aussehen?

Übrigens: Nicht nur eine Reise ans Ende der Welt erfordert Mut. Es gibt so viele Heldenreisen wie es Menschen gibt.

Meine aktuelle persönliche Heldenreise ist es zum Beispiel, diesen Artikel zu schreiben. (Und danach auf ‘Veröffentlichen’ zu klicken). :-)

4) Es gibt etwas Gutes in dieser Welt

Vielleicht trägt das Gute in dieser Welt nicht die Züge eines riesigen Märchenschlosses aus rosa Zuckerguss (Im Ernst, ist das wirklich das GUTE??). Und doch ist es mit dem Guten in unserer Welt genau wie mit dem Märchenschloss: Du musst daran glauben, um es zu sehen.

Wenn du glaubst, kannst du das Gute auch wahrnehmen. Es kann sich nämlich so ziemlich überall verstecken, weißt du?

An einem Tag kommt es in Gestalt eines Briefträgers, der dir neben der Post auch noch sein schönstes Lächeln dalässt.

Ein anderes Mal nimmt es dir Gestalt von Menschen an, die etwas tun, obwohl sie es nicht müssten.

Und was ist mit dem liebevollen Nasenstüber, mit dem die Bärenmutter ihren Nachwuchs begrüßt?

5) Und dann gibt es noch DICH

Nun zum wichtigsten Punkt in jeder Geschichte:

Sie braucht einen Protagonisten, der fähig ist, Spuren in der Seele der Leser zu hinterlassen.

Dieser Protagonist – das bist DU.

DU – genauso wie du bist.

Übrigens: Leser mögen keine allzu perfekten Helden – also reiße dich zusammen ;-)

Bist du bereit, dein Herz zu öffnen?

Willkommen zum größten Abenteuer deines Lebens!

Wie könnte die Heldenreise deines Lebens aussehen? Hast du dein Leben schon mal unter diesem Blickwinkel betrachtet? Ich freue mich auf deinen Kommentar! :-)

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Warum es so schwer ist, Entscheidungen zu treffen

Eigentlich sollte das mit den Entscheidungen doch ganz einfach sein, oder?

Du hast Möglichkeit A und Möglichkeit B

Du wägst ab.

Du horchst in dich hinein und spürst, welche Möglichkeit für dich stimmig ist.

Und entscheidest dich

Fertig.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei mir hat das noch nie so geklappt.

EntscheidungenUnd dann kommt der Schwellentroll…

Sagen wir mal, du hast dich glasklar für Option A entschieden.

  • du möchtest deinen Job kündigen

  • du willst jetzt endlich dieser nervigen Freundin den Laufpass geben

  • du hast beschlossen, aus dieser Gruppe auszutreten, in der dich ohnehin niemand mehr versteht.

Und als du dich schon im Genuss deiner geglückten Entscheidung zurücklehnst, taucht plötzlich dein Schwellentroll auf. Er hat die ganze Zeit die Klappe gehalten und dich in dem Glauben gewiegt, er würde deine Entscheidung akzeptieren.

Ganz schön gemein von ihm, gerade jetzt aufzutauchen.

Wo doch schon alles geklärt war.

Aber nein, dein Schwellentroll sagt ‘Ätsch’ und beginnt mit seinem Vortrag.

Was der Troll dir sagt

Woher willst du wissen, dass du das Richtige tust?“

Diese Freundin hatte ja auch ihre guten Seiten. Und ein bisschen liegt es auch an dir, dass sie sich so verhält.“

Was willst du bloß machen, wenn du diesen Job gekündigt hast? Vielleicht sind alle anderen Jobs noch schlechter?

Diese Gruppe hat sich damals um mich gekümmert, als es dir nicht gut ging. Es wäre undankbar, jetzt einfach zu gehen.“

Und alle machen mit…

Plötzlich scheint sich die Außenwelt gegen dich verschworen zu haben. Es ist, als wollten dir alle in deinem Umfeld zeigen, dass du mit deiner Entscheidung Unrecht hast.

  • dein Chef bietet dir eine Gehaltserhöhung an

  • deine Freundin entschuldigt sich bei dir für ihr Verhalten

  • du hast erstmals wieder richtig Spaß in deiner Gruppe

Und der Zweifel nagt an deinem Herzen und macht es ganz hart und klein.

Vielleicht ist es doch besser, zu bleiben?

Hast du dir alle Probleme nur eingebildet?

Nachgeben oder hart bleiben?

Dies ist eine wirklich gemeine Situation, in die dich dein Schwellentroll da bugsiert hat. Wenn du gehst, gibst du der Situation keine Möglichkeit, sich zu verbessern. Wenn du bleibst, wird es möglicherweise genauso weitergehen wie bisher.

Was also tun?

Darum zweifelst du:

Vielleicht hilft es dir, zu wissen, wie der Zweifel, den dein Schwellentroll so eifrig sät, zustande kommt. Dein Schwellentroll greift hierbei auf ein paar Mechanismen zurück, die an sich gar nicht schlecht sind. Wären sie bloß nicht in den Klauen des Schwellentrolls ;-)

Der vom Schwellentroll gesäte Zweifel speist sich aus deinem Verstand und dein Verstand lebt in der Vergangenheit. Er kennt nur, das, was du bisher erlebt hast. Oder das, was andere dir erzählt haben. Er meint es gar nicht böse mit dir, dein Verstand. Eigentlich will er dir nur helfen. Dich schützen. Vor einer Welt, die er nicht versteht. Der Zukunft.

Da er nunmal die Aufgabe hat, dich zu schützen, interpoliert er aus deiner Vergangenheit alle möglichen Gefahren, die dir passieren könnten, wenn du neue Entscheidungen triffst.

Das Entscheidende dabei: Dein Verstand kennt die Zukunft nicht. Er weiß nur, wer du warst, nicht, wer du vielleicht sein könntest. Er kennt nur einen ganz beschränkten Ausschnitt der Wirklichkeit und zwar den, mit dem du ihn bis heute gefüttert hast. Und wenn er deine Zukunft vorausberechnet, kann er nur mit den Informationen arbeiten, die er hat.

Und wie oft fütterst du ihn mit positiven Informationen?

Wie häufig dagegen mit den Nachrichten, welche grausamen Ideen sich einige Menschen mal wieder ausgedacht haben?

Wie wäre es, wenn du die Grundannahme hinterfragst, dass du durch logisches Denken herausfinden kannst, was die Zukunft bringt?

Was sagt deine innere Stimme dazu?

Wovor hast du Angst?

Wenn wir an unseren Entscheidungen zweifeln, sind wir häufig gefühlsmäßig so verwirrt, dass wir keinen klaren Zugang zu unserer inneren Stimme finden – sie ist durch all die Zweifel wie zugedeckt.

Wenn dies bei dir der Fall ist, kann es sich lohnen, dir folgende Frage zu stellen:

  • was bringt es mir, diesen Weg (den, den du eigentlich gehen wolltest) nicht zu gehen? Welche Risiken vermeide ich damit? Welchen Ängsten muss ich mich nicht stellen?

Notiere dir die Ängste, die auftauchen und setze dich mit ihnen auseinander. Wenn du ein klareres Verhältnis zu deinen Ängsten gewinnst, kann dir das helfen, deine Entscheidung zu treffen. Vielleicht findest du heraus, dass du noch nicht so weit bist, diese Angst anzugehen. Oder du siehst, dass der Zeitpunkt gekommen ist, deinem Schwellentroll an dieser Stelle einen Tritt zu geben, sodass er von seiner Schwelle fliegt ;-)

Was wäre wenn…

Hast du die Möglichkeit, für eine Weile bei deiner Entscheidung zu bleiben und trotzdem einen Rückzieher machen zu können, wenn du das Gefühl hast, die falsche Entscheidung getroffen zu haben? Dann nutze das aus! Nimm dir eine Auszeit, wie auch immer die aussehen mag.

Vielleicht kannst du besagte Freundin eine Weile nicht sehen, ohne ihr gleich den Laufpass geben zu müssen. Wichtig dabei: In deinem Inneren darf kein Status Quo herrschen. Stelle dir vor, deine Entscheidung wäre absolut endgültig und du könntest nie wieder zurück.

Wie fühlt sich die Entscheidung nach einer Weile an? Wenn du definitiv nicht zurück könntest?

Du kannst dies auch für beide Seiten der Entscheidung durchspielen – welche fühlt sich besser an?

Kannst du dir vorstellen, wie sich die gleiche Entscheidung in einem Jahr anfühlt – oder in zehn Jahren? Fühlt sie sich dann immer noch gut an? Was könnte das für dich bedeuten?

Wer weiß, wozu das gut ist…

Zum Schluss noch eine alte Weisheit, die für uns alle stets brandaktuell ist:

Wir wissen nie, wozu etwas gut ist, was in unserem Leben passiert. Angeblich gute Entscheidungen können in einem Fiasko enden, schlimme Dinge können sich dagegen zum Guten wenden – das ist einfach Teil unseres wunderbaren, schrecklichen Lebens als Menschen auf dem Planeten Erde.

Und egal, wie sehr wir uns den Kopf darüber zerbrechen – wir werden nie wissen, wie eine Sache wirklich endet.

In diesem Sinne:

Entspanne dich und nimm das unberechenbare Leben mit Humor :-)

Wie geht es dir mit wichtigen Entscheidungen in deinem Leben? Fallen sie dir leicht oder schwer? Welche persönlichen Tipps hast du, um die Zweifel zu besiegen? Schreib sie doch wenn du möchtest in die Kommentare.

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen,

Liebe Grüße,

Marie

Gute Vorsätze – Futter für den Schwellentroll?

Ich hatte es mir vor einem Jahr so fest vorgenommen. Ich wollte:

Mein Buch fertig schreiben, eine großartige und geachtete Fotografin werden, dabei viel mehr Sport machen, regelmäßig meditieren und natürlich noch nebenbei die Welt retten.

Nun ist das Jahr fast vorbei. Gerade noch zwei Tage bleiben mir, um die restlichen guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Also schiele ich tapfer auf meine Liste und ….AAAAHHHH!!!!

„Steckst du da dahinter?“ fauche ich meinen Schwellentroll an, denn der betrachtet mich die ganze Zeit schon so zufrieden. Er grinst mich selbstgefällig an, denn er weiß: Jetzt hat er mich wieder einmal dort, wo er mich quälen kann.

Er fängt auch gleich damit an:

Siehst du, du hast es wieder einmal nicht geschafft! Dabei hattest du ein ganzes Jahr Zeit. Aber du schaffst ja nie was! Du kommst nie vorwärts! Aber das ist ja kein Wunder, das liegt an deinem Charakter. Sieh dir mal an, was erfolgreiche Menschen in dieser Zeit geschaffen haben…“

Und so geht es weiter, bis ich mich wie eine ausgelutschte Orange fühle, die man zurecht in den Mülleimer geworfen hat.

Gute Vorsätze

Das Vertrackte an Neujahrsvorsätzen

Gute Vorsätze sind eigentlich eine großartige Idee. Vorausgesetzt du kannst sie auch erfüllen. Denn erfüllte Vorsätze schwächen den Schwellentroll. Vor allem dann, wenn du dir Dinge vorgenommen hast, die dir von Herzen wichtig sind.

Schwierig werden gute Vorsätze dann, wenn du sie heute immer noch unangetastet in deiner Liste findest. Denn so lieferst du dem Schwellentroll handfestes Vergleichsmaterial, mit dessen Hilfe er dir darlegen kann, warum du so ein schlechter Mensch bist. Und Vorsicht: Der Schwellentroll kann gut argumentieren.

Aus jedem nicht gelebten Vorsatz, bastelt dir dein Schwellentroll einen weiteren Grund, warum du nicht liebenswert bist. Und alles, was du gegen dich selbst in der Hand hältst, macht es dir schwerer, aus dem Teufelskreis der Selbstvorwürfe auszubrechen.

Warum wir uns nicht an gute Vorsätze halten

Weshalb halten wir uns dann nicht einfach an die guten Vorsätze, die wir uns vornehmen? Lass uns das Ganze einmal an meinem Beispiel ‘ich möchte mein Buch fertig schreiben’ ansehen:

Grund 1: Wir nehmen uns zu viel vor

Es war von vorneherein klar, dass mein Buch seeehr lang werden würde. Und ich wollte es in einem so turbulenten Jahr wie 2014 fertig schreiben? Realistischer wäre der Vorsatz gewesen, eine gewisse Anzahl von Seiten fertigzustellen. Und das habe ich zum Glück auch erreicht.

Grund 2: Dringendes kommt dem Wichtigen zuvor

Manchmal gibt es einfach Dinge, die erledigt werden müssen. Obwohl wir sie am liebsten ganz weglassen würden, um uns mit dem zu befassen, was uns wirklich wichtig ist. Wer würde sich nicht gerne ganz seinem Herzensprojekt widmen ohne darauf achten zu müssen, ob noch Geld auf dem Konto ist?

Doch dabei stoßen wir leider auf eine Grenze, die sich ‘Realität’ nennt: Spätestens bei der nächsten größeren Rechnung kommt das böse Erwachen.

Ich hätte also schon mein Buch fertig schreiben können. Allerdings mit der Folge, meine Lebensgrundlage zu verlieren.

Am besten planst du solche unabdingbaren Dringlichkeiten direkt mit ein – und zwar realistisch. Trotzdem kann es natürlich sein, dass mehr dazwischenkommt, als geplant war. Dann gilt es, nachsichtig mit sich selbst zu sein.

Grund 3: Das Jahr hat andere Prioritäten entwickelt

Du hast dir gar nicht zu viel vorgenommen und auch die Dringlichkeiten realistisch mit einberechnet. Trotzdem liegt dein guter Vorsatz noch unbearbeitet da?

Wenn dies der Fall ist, solltest du dich einmal fragen, ob dein guter Vorsatz für dich noch die gleiche Priorität hat, wie zu Anbeginn des Jahres.

In diesem Jahr gab es einfach Projekte, die mir mehr unter den Fingernägeln brannten als das Schreiben des Buches. Und so ist zwar das Buch noch nicht fertig, dafür aber dieser Blog entstanden. ;-)

Wenn dein Jahr andere Prioritäten entwickelt, macht es Sinn, nicht stur auf den alten Vorsätzen zu beharren, sondern diese flexibel an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Für deinen Kampf gegen den Schwellentroll ist es besser, einen Vorsatz bewusst aufzugeben oder auf einen bestimmten Zeitpunkt zu verschieben, als den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen und am Ende des Jahres mit einer Liste voller unerledigter Dinge dazustehen.

3 Vorschläge gegen unerledigte Vorsätze:

Hmm, nun rückt Neujahr wieder bedrohlich nah und mögliche Vorsätze für 2015 sind auch nicht mehr weit. Also habe ich mir drei Dinge überlegt, wie du es mit den guten Vorsätzen klüger anstellen kannst.

Ich hoffe, sie helfen dir (und mir) dabei, am Ende des nächsten Jahres kein Schwellentroll-Futter in Form von unerledigten Aufgaben bereit zu halten.

Vorschlag 1: Der positive Rückblick

Okay, wirf die Liste mit den unerledigten guten Vorsätzen in den Müll. Oder verbrenne sie am besten, damit nichts davon übrig ist.

Und nun blicke möglichst unvoreingenommen auf das vergangene Jahr zurück und schreibe mindestens 20 Dinge auf, auf die du stolz sein kannst. Es ist okay, wenn ‘die Welt gerettet’ nicht in deiner Liste auftaucht. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die uns wirklich glücklich machen.

Vorschlag 2: Ein ungewöhnlicher Vorsatz

Wie wäre es, wenn du dir vornimmst, ab und zu eine Auszeit von deinen Vorsätzen zu nehmen?

Oder wenn du dir von vorneherein die Absolution erteilst, nicht alle gute Vorsätze wirklich umzusetzen?

Du wirst bestimmt nicht tot umfallen, wenn du mal eine Woche lang keinen Sport machst, nichts für dein Projekt tust, nicht die Wohnung aufräumst und vielleicht nicht einmal nett zu deinen Mitmenschen bist.

Probiere es einmal aus: Es ist sooo erleichternd, einfach nichts tun und nichts erreichen zu müssen.

Vorschlag 3: kleinere Schritte

Ein Jahr ist eine verdammt lange Zeit. Für ein ganzes Jahr planen zu wollen, ist daher oft Augenwischerei.

Es ist so ermüdend, wenn du den einen dicken Punkt auf deiner To-Do Liste erst am Ende des Jahres durchstreichen darfst (wenn überhaupt). Bis zu diesen Zeitpunkt aber geistert er unwillkürlich in deinem Kopf herum und nimmt dir die Energie für das, das wirklich gerade ansteht.

Was wäre aber, wenn du dein Jahresziel in viele kleine, machbare Schritte unterteilst?

Wenn du zunächst Monatsziele, dann Wochenziele und schließlich ein winziges Tagesziel absteckst?

Fang doch gleich heute damit an!

Wie gehst du selbst mit guten Vorsätzen um? Nimmst du dir überhaupt etwas vor oder lässt du das Jahr einfach auf dich zukommen? Hast du noch einen guten Tipp gegen unerledigte Vorsätze? Ich würde mich freuen, von dir zu hören!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Drei Tipps gegen Schwellentroll- Weihnachten

Gerade packt mein Schwellentroll seine Koffer. Eigentlich wäre es ja gar nicht so schlecht, wenn er mal an die frische Luft käme und mich in Ruhe lassen müsste.

Das Blöde daran ist nur: Mein Schwellentroll hat gar nicht vor, alleine zu reisen. Er wird mich mitnehmen, denn es ist mal wieder Weihnachten.Weihnachten

Weihnachtszeit ist Schwellentroll-Zeit

Ach, diese Weihnachtszeit! Kaum hat der Dezember begonnen, da geht auch schon der ganze Stress los! Mit was soll ich anfangen? Hmm, also da sind noch gefühlte hunderttausend Geschenke, die ich besorgen muss. Und natürlich hat die Hälfte der Leute wieder keine Wünsche, will aber trotzdem etwas haben.

Und ich muss noch unbedingt auf den Weihnachtsmarkt, denn da war ich letztes Jahr schon nicht. Dann gibt es da die Betriebsweihnachtsfeier, die Vereinsweihnachtsfeier, die andere Vereinsweihnachtsfeier, Weihnachts-weihnachtsfeier und was weiß ich noch.

Lass mich überlegen, da wäre dann noch der Weihnachtsbaum samt Schmuck. Und natürlich die familiäre Balgerei um die Weihnachtstage. Genau genommen wäre ein Zeitumkehrer wie in Harry Potter (damit kann man überall zur gleichen Zeit sein) die einzige Möglichkeit, alle zufrieden zu stellen.

Bleibt nur noch der Kampf darum, sich die Weihnachtstage beruflich frei zu halten, dann hätten wir alles, oder?

Ach verdammt, ich wusste doch, dass ich was vergessen habe. Da wäre noch etwas, was sich der ganz normale Alltag nennt. Am besten wäre es ja, wenn man sich den gesamten Dezember freinehmen könnte, um seinen ganzen vorweihnachtlichen und weihnachtlichen Verpflichtungen nachzugehen. Aber komischerweise hat das niemand eingeplant.

Eigentlich liebe ich Weihnachten, wäre da nicht…

Natürlich könnte ich vieles davon auch einfach weglassen. Niemand zwingt mich, Weihnachten zu feiern, oder? Das Problem ist nur: Ich liebe die Weihnachtszeit.

Ich will Geschenke kaufen und sie kunstvoll verpacken

Ich will Kerzen und kleine Engelchen an den Weihnachtsbaum hängen.

Ich will einfach nur dasitzen und schauen, wie die Kerze auf dem Adventskranz langsam kleiner wird.

Der Dezember ist für mich eine wichtige Zeit der Besinnung, in der ich Phasen brauche, um das vergangene Jahr zu verarbeiten und Pläne für das Neue zu schmieden. Es ist der Monat, bei dem ich es am Schlechtesten verkraften kann, wenn er in Stress ausartet.

Geht es dir auch so?

Liebst du die Weihnachtszeit wegen bestimmter Rituale, die dir total am Herzen liegen?

Und quälst dich doch mühsam durch den Dezember weil es a) immer zu viel zu tun gibt und b) immer irgendetwas so dringend ist, dass dir keine Zeit für das wirklich Wichtige bleibt?

Hier habe ich drei Tipps zusammengestellt, die dir helfen können, aus Schwellentroll-Weihnachten wieder ein paar besinnliche Festtage zu machen.

Die drei wichtigsten Tipps gegen Schwellentroll-Weihnachten

1) minimalistisch-realistisch planen

Ich nehme mal an, dein Schwellentroll hat dir bereits eine lange Liste der Leute vorgelegt, die an den Weihnachtstagen dringend besucht oder angerufen werden müssen. Dann gibt es eine zweite Liste mit offiziellen Weihnachtsfeiern, die du besuchen müsstest und eine Dritte mit allen Dingen, die noch getan werden müssen, um einen perfekten Heiligabend zu organisieren (Essen, Geschenke, unangenehmen Verwandten eintrichtern, dass sie sich benehmen sollen…)

Puuh, da kommt Freude auf…

Ich kann dich so gut verstehen. Eigentlich müssten die Weihnachtsfeierlichkeiten über mindestens zwei Wochen gehen.

Tun sie aber nicht.

Und deswegen gilt auch für Weihnachten, dass ein Tag nur vierundzwanzig Stunden hat.

Weihnachten ist deshalb aber auch eine perfekte Gelegenheit, dich in zwei Dingen zu üben:

a) Nein sagen lernen

b) deinen Perfektionismus-Schwellentroll zähmen

Vielleicht schaffst du es ja, den einen oder anderen deiner Weihnachtsbesuche abzusagen oder diplomatisch auf einen anderen Termin zu verschieben. Wenn du Glück hast, ist dein Gegenüber sogar froh, dass du nicht auch noch an Weihnachten hineinschneist.

Löse dich von dem Gedanken, dass eine Weihnachtsfeier perfekt sein muss, um gut zu sein. Gibt es eine Kleinigkeit, die dir einen Haufen Arbeit erspart, wenn du sie weglässt oder deligierst? Diese Kleinigkeit könnte vielleicht den Unterschied zu einer entspannten Weihnachtsfeier machen.

Mein Tipp: Verplane deutlich weniger Zeit, als du tatsächlich zur Verfügung hast. Es kommt sowieso immer etwas dazwischen. Außerdem brauchen wir noch etwas Zeit für die beiden anderen Tipps. ;-)

2) Wie sieht deine perfekte Weihnachtszeit aus?

Hast du dir schon einmal klar gemacht, was DIR an Weihnachten WIRKLICH wichtig ist?

Wie wäre es, wenn du deine perfekte Weihnachtsfeier einmal visualisierst?

Schließe hierfür die Augen und stelle dir vor, einfach alles wäre möglich. Aber heute muss du auf niemanden Rücksicht nehmen und auch Geld oder Zeit spielt keine Rolle. Du kannst Weihnachten einfach so feiern, wie DU es möchtest.

Welche Bilder siehst du? Welche Aktivitäten sind dir wichtig? Mit welchen Menschen bist du zusammen? Wie sieht dein Weihnachtsbaum aus? Oder hast du vielleicht gar keinen?

Mache dir so detailliert wie möglich klar, was DU an Weihnachten liebst.

Falls deine aktuelle Weihnachtsfeier anders aussieht, willkommen im Kreis der 99.9% Menschen, bei denen das so ist. ;-)

Doch zurück zu deiner Vision: Gibt es da vielleicht eine Kleinigkeit, die auch in deiner ‘normalen’ Weihnachtsfeier umsetzbar wäre?

Beispiele: eine kleine Kerze anzünden, einen Spaziergang machen, ein bestimmtes Weihnachtslied singen, ein Accessoire kaufen, dass deiner Meinung nach unbedingt an den Weihnachtsbaum gehört?

Beginne in diesem Jahr damit, diese Kleinigkeit umzusetzen. Sie ist deine Fahrkarte zu einem perfekten Weihnachtsfest.

3) Komm einfach mal zur Besinnung ;-)

Besinnlichkeit ist ein ziemlich großes Wort, noch zudem in einer Zeit, die so hektisch wie die unsere ist.

Hier mein Vorschlag zu einer etwas moderateren Form des ‘zur-Besinnung-kommens’:

Plane an Weihnachten mehrfach am Tag ein paar Besinnungs-Minuten ein.

Einfach mal hinsetzen, eine Tasse Tee trinken und den Verlauf der Festlichkeiten auf sich wirken lassen. Damit gibst du dir selbst die Gelegenheit, zu spüren, was gerade gut läuft und wo du ein dringendes Bedürfnis verspürst, etwas anders zu machen.

Vielleicht kannst du ja noch eine kleine Kurskorrektur vornehmen?

Wenn nicht, kannst du deine Erkenntnisse zumindest für die Planung der nächsten Weihnachtsfeier verwenden ;-)

Und jetzt frage ich dich:

Was liebst du an der Weihnachtszeit? Kannst du Weihnachten so feiern, wie du es dir wünschst? Was hast du getan, um dies zu erreichen? Ich freue mich, wenn du deine Überlegungen mit mir teilst!

Lass uns heute mal einen Weihnachts-Schwellentroll jagen,

Liebe Grüße,

Marie

Bedingungsloser Selbstausdruck – Ego ohne Grenzen?

Bedingungsloser Selbstausdruck – was für ein spannender Begriff! Das dachte ich gleich, als ich auf die Blogparade von Matthias Brückner von ‘Riskiere und gewinne’ stieß.

Folglich ist dies mein Beitrag zur Blogparade:

Doch wie in aller Welt sollte ich herausfinden, was ein so riesiger Begriff wie ‘Bedingungsloser Selbstausdruck’ für eine kleine Schwellentroll-Jägerin wie mich bedeutet? Da kam mir eine zündende Idee:

Was wäre, wenn ich einfach mal meinen Schwellentroll frage, was er davon hält?

Gesagt getan.

Mein Schwellentroll ließ auch gar nicht lange auf sich warten, sondern bewegte seinen dicken roten Hintern fröhlich nörgelnd aus dem Hinterstübchen meines Bewusstseins, wo er es sich gemütlich gemacht hatte.

Wäre er kein Schwellentroll, hätte er sich sicherlich gefreut. So aber nörgelte er nur herum, weil ich ihn seiner Meinung nach viel zu selten um Rat fragte.

Lieber Schwellentroll, was sagst du zu dem Begriff: ‘Bedingungsloser Selbstausdruck’?

Heraus kam in etwa Folgendes. Da mein Schwellentroll zu Ausschweifungen neigt, fasse ich es hier kurz zusammen:

Erstens: Wenn du über so einen Begriff schreibst, hast du sie wohl nicht alle.

Zweitens: Bedingungslos ist ja wohl gar nix. ‘Man’ tut immer Dinge, um etwas zu bekommen. Oder anderen etwas abspenstig zu machen. Arbeite hart und bleib vernünftig, mein Kind. Dann wirst du es auch zu etwas bringen im Leben.

Drittens: Selbstausdruck? Wer hat dir denn diese Flausen in den Kopf gesetzt? Tue, was du musst und was alle anderen auch tun. Was sollen den sonst die Leute denken?bedingungsloser Selbstausdruck

Mein Schwellentroll war sehr zufrieden mit sich, denn diese Sprüche hatte er schon von so vielen Leuten gehört, dass er sich sicher war, damit richtig zu liegen.

Weniger zufrieden war er allerdings, als er herausfand, warum ich ihn überhaupt gefragt hatte.

Lieber Schwellentroll, danke für deine Antwort.

Jetzt werde ich genau das Gegenteil von dem schreiben, was du vorgeschlagen hast.

Natürlich konnte mein Schwellentroll nicht die richtige Antwort wissen, denn bedingungsloser Selbstausdruck ist all das, was er nicht ist. Bedingungslos tut er tatsächlich gar nichts und der einzige Selbstausdruck, zu dem er neigt, ist Nörgeln und Schimpfen.

Trotzdem hat er mir mit seiner Antwort gezeigt, wie wichtig das Thema bedingungsloser Selbstausdruck für alle Schwellentroll-Jäger ist. Denn ein Schwellentroll meidet den Selbstausdruck, wie der Teufel das Weihwasser. Was wäre also besser geeignet, um die Macht des Schwellentrolls zu begrenzen?

Bedingungsloser Selbstausdruck – was ist das?

Aber was ist das überhaupt, dieses Mammut namens ‘bedingungsloser Selbstausdruck’?

Dies ist meine persönliche Antwort:

1) Bedingungsloser Selbstausdruck bedeutet für mich, die Dinge zu tun und mich so zu verhalten, dass es sich für mich zutiefst richtig anfühlt – ungeachtet dessen, welche Ergebnisse dies erbringt.

Wenn ich also zum Beispiel diesen Blogartikel schreibe, geht es mir in erster Linie um die Freude, das auszudrücken, was mir am Herzen liegt. Natürlich finde ich es schön, wenn meine Texte auch gelesen werden. Doch ohne die bedingungslose Liebe zum Schreiben, würde der Strom meiner Ideen bald austrocknen.

2) Bedingungsloser Selbstausdruck bedeutet für mich außerdem, die zu sein, die ich nun mal bin, auch wenn ich nicht in allen Aspekten ins Bild der Gesellschaft passe. Es bedeutet auf der einfachsten Ebene, die Kleider zu tragen, die mir gefallen und nicht die, die gerade in Mode sind. Es bedeutet aber auch, meinen eigenen Lebensstil zu finden, unabhängig von dem, was andere für richtig halten.

3) Bedingungsloser Selbstausdruck ist für mich als Schwellentroll-Jägerin aber vor allem eines: Eine hervorragende Möglichkeit, meinen Schwellentroll im Zaum zu halten oder ihn gar ganz von seiner Schwelle zu kicken. Denn nur dann wird der Weg zu innerer wie äußerer Freiheit überhaupt möglich. Wenn der Schwellentroll schweigt, kann ich das Selbst finden, das sich ausdrücken möchte. Solange der missgünstige Geselle in meinem Innern ständig plappert, bin ich dagegen kaum mit mir selbst in Kontakt.

Hach, wäre das schön…

Immer zu tun, wonach das Herz ruft.

Den Verstand auszuschalten und dem Leben zu vertrauen.

Einfach zu tun, wonach mir ist, ohne das Bankkonto im Auge zu behalten.

Aber noch gibt es da einen dicken roten Gesellen, der sich gar nicht so leicht vertreiben lassen will.

Wie du sicherlich gemerkt hast, hält mein Schwellentroll wenig von meinen hochfliegenden Träumen.

Von bedingungslosem Selbstausdruck in allen Lebensbereichen bin ich sicherlich noch weit entfernt. Aber das stört mich gar nicht so sehr, schließlich sind wir alle nur Menschen und keinesfalls perfekt. Viel entscheidender finde ich es, kleine Lücken im Korsett des Alltags zu finden, wo wir unseren Selbstausdruck ‘üben’ können.

Und mit jedem Mal, da wir unserem Herzen folgen, kommen wir dem Giganten ‘bedingungsloser Selbstausdruck’ näher.

Bedingungsloser Selbstausdruck oder Egoismus?

Bedingungsloser Selbstausdruck entsteht nicht einfach so. Meines Erachtens gibt es eine klare Bedingung hierfür:

Liebe

Liebe und Respekt

Uns selbst und anderen gegenüber.

Wenn ich in mir ruhe, brauche ich nicht mehr anderen zu gefallen. Das gibt mir die Freiheit, das auszudrücken, was mein Herz mir rät. Und wenn ich wirklich und aufrichtig liebe, werde ich diese neue Freiheit nicht nutzen, um anderen zu schaden.

Wenn ich jedoch mich selbst und meine Mitmenschen noch nicht lieben kann, wird aus Selbstausdruck schnell Egoismus. Dann verwechsele ich Selbstausdruck mit Ellenbogen-Mentalität und dem Verprassen eines dicken Bankkontos.

Innere Bedingungen

Es gibt aber auch Bedingungen, die ich mag. Diese Bedingungen, die nicht im Widerspruch zu meinem Selbstausdruck stehen, möchte ich innere Bedingungen nennen.

Ein Beispiel:

Ich hasse die äußere Regel, dass ‘man anderen Menschen gefälligst aus Höflichkeit die Tür aufzuhalten hat’. Trotzdem halte ich unheimlich gerne Türen auf. Nicht weil ich es muss, sondern weil ich es liebe, ein überraschtes Lächeln auf das Gesicht des anderen zu zaubern, das uns auf geheimnisvolle Weise miteinander verbindet.

Bedeutet das jetzt, dass mein Selbstausdruck nicht bedingungslos ist?

Keine Ahnung.

Jedenfalls mag ich meine inneren Bedingungen :-)

Bedingungsloser Selbstausdruck für alle?

Matthias hat in der Ankündigung der Blogparade die Frage aufgeworfen, ob eine Welt möglich ist, in der jeder seinen bedingungslosen Selbstausdruck lebt.

Ich glaube ja.

Denn wenn sich Selbstausdruck mit bedingungsloser Liebe paart, dann hat er absolut nichts mit Egoismus zu tun.

Wie wir dahin kommen können?

Indem jeder bei sich selbst anfängt:

Mit dem Mut der kleinen Schritte und der tiefen Liebe, die durch nichts ersetzt werden kann.

Was bedeutet für dich ‘Bedingungsloser Selbstausdruck’? Kannst du ihn leben oder glaubst du überhaupt, dass dies realistisch ist? Lass uns diskutieren!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen,

Liebe Grüße,

Marie

Weitere Artikel zum Thema “Bedingungsloser Selbstausdruck” findest du hier

Spielverderber – warum du vor deinem Schatten nicht davonlaufen kannst

Als der Wecker klingelte, hattest du ja noch gute Laune. Eine Weile hast du das kleine Rotkehlchen auf der Fensterbank beobachtet. Dann hast du in den Spiegel geschaut, dich angelächelt und dich so positiv wie möglich auf den Tag vorbereitet.

Von dir aus hätte es ein wunderbarer Tag werden können.

Doch dann gehst du aus dem Haus…

Dein Adrenalinspiegel steigt, als dir an der ersten Kreuzung ein dicker Mercedes die Vorfahrt nimmt und dann noch die Frechheit hat, dich anzuhupen.

Im Büro angekommen, blafft dich dein Chef an, weil du seiner Meinung nach nicht gründlich genug arbeitest.

Und wenn dann am Nachmittag noch die Tante anruft und dir erzählt, was für einen tollen und gut bezahlten Job ihre Tochter hat und dass sie sich Sorgen macht, dass du in der Gosse landest – dann würdest du am liebsten nur noch schreiend im Kreis laufen…

Wie um alles in der Welt soll man sich da an den Vorsatz halten, das Leben positiv zu sehen?

Spielverderber

Alles Spielverderber?

Es ist sowas von gemein, wenn du gerade das Gefühl hast, auf deinem Lebensweg vorangekommen zu sein und dann tauchen die Spielverderber auf. Sie lassen – meist nur ganz nebenbei – ein paar Bemerkungen fallen und schon klebst du emotional wieder an der Zimmerdecke.

Warum können ein paar unreflektierte Bemerkungen so schnell diesen positiven Kokon zerstören, in den du dich gehüllt hast?

Warum wirst immer ausgerechnet DU mit diesen fiesen Spitzen traktiert?

Es muss doch eine Möglichkeit geben, diese Leute loszuwerden! Oder ihnen klarzumachen, was sie mit ihren Bemerkungen anrichten.

Versuche doch mal, vor deinem Schatten davonzulaufen – ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Das Problem ist, sie sind einfach überall. Auf der Straße, im Supermarkt, im Büro. Überall sind Spielverderber. Und wahrscheinlich wohnen auch einige in deinem Telefon oder in deinem Email-Postfach.

Selbst wenn wir den Kontakt zu einer destruktiven ‘Freundin’ abbrechen, werden wir uns weiterhin über den Typen ärgern, der sich an der Supermarkt-Kasse vordrängelt. Auch familiäre Beziehungen lassen sich nicht ganz so leicht ‘abschütteln’. Und der Chef erst recht nicht – es sei denn, wir suchen uns einen neuen Job.

Es gibt also genau zwei Möglichkeiten:

Erstens:

Du packst ein paar Sachen zusammen, verkaufst all deine Habseligkeiten und ziehst dich als Einsiedler in die Wüste zurück. (Dann solltest du aber dafür sorgen, dass du nicht als ‘Erleuchteter’ bekannt wirst. Sonst kannst du deine Einsamkeit in Zukunft mit 10 000 Sinnsuchern teilen…)

Zweitens:

Falls du nicht zum Einsiedler geboren bist, solltest du dich mit dem Gedanken anfreunden, dass sich der eine oder andere Spielverderber nicht von dir in die Wüste schicken lässt.

Das ist ärgerlich.

Ich weiß.

Von mir aus dürfte es gerne eine Wüste nur für Spielverderber geben.

Gibt es aber nicht.

Die einzige Möglichkeit, die uns bleibt, ist, den Spieß herumzudrehen:

Wofür sind Spielverderber gut?

Warum regst DU dich darüber auf?

Warum trifft dich das, was der Spielverderber sagt oder tut?

Warum ist es dir nicht egal, ob er denkt, dein Projekt sei zum Scheitern verurteilt?

Warum kümmert dich die Behauptung, die Nachbarin von nebenan, die könnte ‘richtig’ malen, nicht so wie du?

Warum haderst du mit dir, wenn jemand kritisiert, wie du deine Kinder erziehst? (soll er doch selbst seine Kinder so erziehen!)

Spielverderber spiegeln uns oft genau die Aspekte im Leben, wo wir selbst mit uns im Unfrieden sind.

Beispiel: Wenn es dich sehr verletzt, dass dein Chef dir Schlampigkeit vorwirft, dann gibt es wahrscheinlich eine tiefsitzende Angst in dir, nicht gründlich genug zu sein. Das bedeutet nicht, dass du wirklich nicht gründlich arbeitest. Wahrscheinlich arbeitest du sogar perfektionistisch, weil du so große Angst hast, nicht zu genügen. Genau deswegen trifft dich das Urteil deines Chefs auch so hart.

Mit noch gründlicherer Arbeit wirst du nichts bewirken. Du wirst nie so gut sein, dass dich niemand mehr kritisiert. Denn in deinen Augen steht weiterhin die Angst nicht zu genügen. Ein gefundenes Fressen für alle, die ihren Kritiker mal wieder trainieren wollen.

Auch du bist ein Spielverderber

Überrascht?

Aber nein, ich rede doch niemandem rein! Ich finde, jeder sollte seinen eigenen Weg gehen!

Spielverderber!

Du musst niemandem ins Gewissen reden, um Spielverderber zu sein. Es genügt, auf eine bestimmte Art zu leben oder zu handeln.

Mit deiner bloßen Existenz bist du Spielverderber für all jene Menschen, die eine andere Vorstellung davon haben, wie das Leben zu sein hat.

Als ich es im letzten Jahr gewagt habe, einen eher unkonventionellen Lebensweg einzuschlagen, haben viele Menschen in meinem Umfeld überreagiert – zumindest kam es bei mir so an.

Menschen, mit denen ich zuvor gut klar kam, begegneten mir plötzlich mit Herablassung oder Neid oder versuchten, Ängste in mir zu schüren.

Irgendwann habe ich begriffen, dass ich mit meinen ungewöhnlichen Plänen zum Spielverderber für diese Menschen geworden war. Ich tat Dinge, vor denen sie Angst hatten und gefährdete damit ihr Weltbild. Ihre Attacken auf mich hatten mehr mit ihren inneren Ängsten zu tun, als mit dem, was ich tatsächlich tat.

Jeder muss mit seinen eigenen Ängsten fertig werden.

Sieh es also den anderen nach, wenn sie deine Köpfe drücken. Versuche lieber, herauszufinden, warum du diese Köpfe hast. Sie drücken deine Köpfe – du drückst ihre Knöpfe und gemeinsam können wir eine Menge daraus lernen :-)

Es gibt keinen besseren Indikator dafür, wovor du dich wirklich fürchtest, als die Reaktionen, die du auf die Meinung anderer Menschen zeigst.

Sie können dich nicht verletzen, wenn es da nicht schon einen verletzten Anteil in dir gibt, der ‘Hilfe, hier bin ich’ schreit.

Was wäre, wenn du diesen Anteil in dir findest und ihm hilfst, gesund zu werden?

Weiterlesen?

Bloggerkollegin Sybille Johann hat letzte Woche einen fantastischen Artikel zum gleichen Thema verfasst. Du findest ihn hier.

Wie gehst du mit deinen persönlichen Spielverderbern um? Hast du einen guten Weg gefunden, mit ihrer Kritik umzugehen ohne dich herunterziehen zu lassen? Ich würde mich freuen, wenn du deine persönlichen Erfahrungen in den Kommentaren mitteilst.

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Neinsagen – Selbstschutz oder Egoismus?

Mittlerweile hat sich der Leitsatz ‘wenn jeder sich um sich selbst kümmert, ist jedem geholfen’ weitgehend durchgesetzt. Es gibt unzählige Blogartikel zum Neinsagen, in vielen Coachings wird die Kultur des Neinsagens vermittelt, ganz Bücher wurden schon darüber geschrieben.Neinsagen

Ich selbst habe gerade erst einen Artikel zum Thema ‘Selbstschutz’ verfasst, der ja auch mit dem Neinsagen verwandt ist. Und doch: In meinem Herzen verbleibt ein Zweifel, ob mit dem ‘Nein’ gegenüber allem anderen als unseren eigenen Problemen wirklich alles gesagt ist.

Ist ‘Nein’ alles, was wir sagen sollten?

In meinem Herzen gibt es da seit kurzem ein dickes rotes Warnschild (und das war definitiv nicht mein Schwellentroll…).

Auf dem Schild steht Folgendes:

Pass auf, dass aus Selbstschutz nicht Egoismus wird.

Dieser Artikel versteht sich nicht als Kritik an den ‘Neinsagern’, die mit gutem Grund Beiträge über das Neinsagen schreiben. Ich weiß selbst nur allzu gut, wie wichtig es ist, sich abgrenzen zu können. Und es stimmt auch, dass wir nicht die ganze Welt retten können.

Gerade für sensible Menschen ist es absolut lebensnotwendig, sich nicht alle Probleme der Welt zu Herzen zu nehmen. Genauso wichtig ist die Kultur des Neinsagen für Burnout-Erkrankte und – Gefährdete.

Ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass die meisten Menschen ein großes Problem mit dem Neinsagen haben. Warum dann also dieser Artikel? Wegen dem ABER, das mir im Kopf herumgeistert.

ABER

  • was ist mit der alten blinden Frau, die deine Hilfe zum Überqueren der Straße braucht? Was, wenn du auf dem Weg zu einem wirklich bedeutenden Termin bist?

  • Was ist mit der Bekannten, die dich aus Verzweiflung anruft, weil niemand ihr zuhört?

  • Was ist mit dem Flüchtlingskind aus dem Krisengebiet, das gerade seine gesamte Familie verloren hat? Siehst du ihm in die dunklen Augen und sagst ‘jeder ist seines Glückes Schmied’?

Es ist ein seltsames Missverhältnis: Auf der einen Seite nehmen Menschen, die nicht dringend unserer Hilfe bedürfen, einen Großteil unserer Zeit und Energie in Anspruch. Auf der anderen Seite gibt es da Menschen, die dringend Unterstützung bräuchten, aber die nehmen wir oft nicht einmal wahr – weil wir so sehr mit unseren eigenen Problemen beschäftigt sind.

Zwischen Selbstschutz und Menschlichkeit

Klar ist das Neinsagen wichtig, aber das Jasagen auch. Schließlich sind wir soziale Wesen, keine Egos, die allein im Universum herumschweben.

Ich möchte auch gar nicht, dass du jetzt all deine mühsam antrainierten Selbstschutz-Mechanismen wieder fallenlässt. Ich möchte nur eines: Daran erinnern, dass wir bei all unserer persönlichen Entwicklung nie unsere Menschlichkeit vergessen sollten.

Lass uns auf dem Weg zu uns selbst keine Kultur des Egoismus propagieren! Denn davon haben wir wahrlich schon genug.

Wo ist sie nun aber, diese Grenze, wo aus Selbstschutz Gleichgültigkeit wird? Wo muss ich mich schützen und wo beginnt der Egoismus?

Wo bedarf ich der Demut, meine Bedürfnisse zurückzustellen, um etwas Liebevolles für andere zu tun? Und wo wiederum sollte ich in erster Linie auf mich selbst achten?

Liebe vs. Schuld

Ich habe lange darüber nachgedacht und für mich persönlich taugt nur eine einzige Definition der Grenze zwischen Egoismus und Menschlichkeit.

Hilfe im positiven Sinn hat immer etwas mit Mitgefühl und einem geöffneten Herzen zu tun. Nicht umsonst heißt es NächstenLIEBE.

Meistens helfen wir jedoch aus einem Schuldgefühl heraus. Wir halten der alten Frau nicht deshalb die Tür auf, weil wir es wollen, sondern weil man uns irgendwann in der Kindheit eingebläut hat, dass man alten Menschen gefälligst zu helfen hat.

Wir spenden nicht deshalb in die dritte Welt, weil wir ernsthaft am Schicksal der Kinder dort interessiert sind, sondern weil das Geld uns hilft, uns von unseren tiefsitzenden Schuldgefühlen zu befreien und uns selbst besser zu fühlen.

Diese Art der Hilfe höhlt uns aus. Warum? Weil wir das Wichtigste vergessen haben: Dass Mitgefühl nicht das Gleiche wie Mitleid ist.

Mitgefühl dagegen hilft und ist sich seines von der Hilfe unabhängigen Wertes bewusst. Mitgefühl erweist anderen die Liebe, die man sich selbst zugesteht. Mitgefühl kann aber auch entscheiden, dass es liebevoller ist, sich nicht einzumischen. Wenn du aus dieser Haltung heraus helfen kannst, so leistest du einen echten Beitrag zu einer besseren Welt. Und darüber hinaus wird dir der Dienst am anderen Menschen, Tier oder an der Natur ein tiefgehendes Gefühl der Freude verschaffen.

Das Herz öffnen – aber wie?

Nun stellt sich die Frage, wie du dieses Mitgefühl in dir nähren kannst. Wie kannst du verhindern, dass du entweder aus Schuldgefühlen ‘falsch’ hilfst oder aus Egoismus nicht über deine eigene Nasenspitze hinaus blickst?

Wie kannst du dein Herz soweit öffnen, dass du genug Platz für andere darin hast?

Alles beginnt mit Selbstliebe

Die Liebe, die du anderen Menschen und der ganzen Welt schenkst, ist die gleiche Liebe, die du für dich selbst empfindest. Dabei meine ich mit Selbstliebe nicht dieses oberflächliche „Hah, sieh mal, wie toll ich bin!“-Gehabe. Selbstliebe erfordert einen langen Weg. Sie beginnt dort, wo du anfängst, deine Schattenseiten zu akzeptieren. Deine Wut, deinen Neid, die Pickel auf deiner Nase.

Liebe nährt uns und andere. Liebe sorgt dafür, das wir wissen, wer unsere Hilfe wirklich braucht. Liebe sagst uns auch, wenn es genug ist.

Vielleicht erscheint dir dieser Beitrag widersprüchlich oder du fragst dich, wie er zu meinen anderen Beiträgen passt. Ich halte es jedoch für sehr wichtig, ein Thema aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Wenn das widersprüchlich ist – meinetwegen. Wie kann ich auch gradlinige Blogbeiträge schreiben, wenn das Leben alles andere als gradlinig ist?

Lass dich inspirieren, nicht überreden.

Lass dich zum Nachdenken anregen. Glaube nicht blind irgendwelchen Behauptungen, weder von mir, noch von irgendwem sonst. Versuche, herauszufinden, was für dich stimmig ist.

Wie definierst du die Grenze zwischen Egoismus und Selbstschutz? Wie entscheidest du, wann ein Neinsagen angebracht ist? Ich freue mich auf deine persönlichen Kommentar!

Lass uns auch in nachdenklichen Zeiten Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Wie man ein gesundes Gefühl für sich selbst entwickelt.

gesundes Gefühl für sich selbstHast du schon mal den Spruch gehört, dass man Beziehungen pflegen muss, wenn man möchte, dass sie langfristig funktionieren?

Und was ist mit der Beziehung zu dem wichtigsten Menschen in deinem Leben, pflegst du die auch?

Klar doch, wirst du jetzt vielleicht sagen, erst gestern hatte ich einen schönen Filmabend mit meinem Partner / meiner besten Freundin oder wem auch immer.

Aber auch wenn dich das vielleicht schockiert: Das sind nicht die wichtigsten Menschen in deinem Leben.

Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist DU

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, was dieser Artikel in einer Reihe über den Umgang mit anderen Menschen zu suchen hat. Ja, er ist hier richtig. Und nein, ich habe ihn nicht deswegen geschrieben, weil mir sonst nichts mehr eingefallen ist.

Der Grund, warum der Artikel in dieser Serie erscheint, ist folgender: Deine Beziehung zu dir selbst bestimmt auch deinen Umgang mit anderen Menschen. Und zwar ganz zentral.

  • wenn du nicht weißt, was dir schadet, kannst du dich nicht ausreichend abgrenzen (Selbstschutz)

  • wenn du keinen Kontakt zu dir selbst als dem nächsten menschlichen Wesen herstellen kannst, wie willst du da andere Menschen erreichen?

  • Die Liebe und Wertschätzung, die du anderen Menschen entgegenbringen kannst, ist direkt abhängig davon, ob du dir diese Gefühle selbst entgegenbringst.

Nicht jeder Mensch hat ein gesundes Gefühl für sich selbst überhaupt entwickeln können. Andere haben es irgendwann im Laufe eines fremdbestimmten Lebens wieder verloren.

Stehst du noch in Kontakt mit dir selbst? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht einfach und erfordert radikale Ehrlichkeit. Hier ein paar Wegweiser:

10 Punkte, an denen du erkennst, dass du das Gefühl für dich selbst verloren hast.

  1. Du reibst dich gerne an Aufgaben auf und merkst erst viel zu spät, dass du dich überanstrengt hast. ‘Puuh, jetzt bin ich aber fertig.’

  2. Dein Leben richtet sich nach den Dingen, die andere Menschen für wichtig halten und nicht nach deinen eigenen Wünschen. ‘Natürlich muss ich an Weihnachten alle Verwandten besuchen.’

  3. Manchmal kannst du gar nicht mehr so genau sagen, ob du gerade das tust, was du wirklich willst oder das, was du wollen solltest. ‘Eeeigentlich ist mein Job als Sachbearbeiter doch ganz nett.’

  4. Es fällt dir schwer, zu sagen, was dich glücklich macht. ‘Glück, hmm. Irgendwas wird schon im Fernsehen laufen.’
  5. Wenn jemand eine sehr überzeugte Meinung von einem Thema hat, traust du dich nicht, anderer Meinung zu sein. ‘Klar doch, du hast vollkommen Recht, dass Frauen/Männer doof sind.’

  6. Es ist dir unangenehm, mit dir selbst allein zu sein, ohne eine Beschäftigung zu haben. ‘Aarrhgg!! Irgendwas muss ich doch TUN!’

  7. Manchmal wenn du dein Leben betrachtest, hast du den Eindruck, den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. ‘Es gibt tausend Sachen zu erledigen!! Ähh, was wollte ich eigentlich überhaupt machen?’

  8. Du misst dich an den Maßstäben anderer Der Kollege ist nach seinen 80 Arbeitsstunden noch topfit. Also bin ich ein Versager.’

  9. Du magst dich eigentlich nicht besonders ‘Uäh, was schaut mich denn da im Spiegel an??’

  10. Du hast nicht das Gefühl, ganz und gar in deinem Körper zu ruhen.

 

Erwischt? Und jetzt?

Wie kann man ein gesundes Gefühl für sich selbst (wieder)entwickeln?

Ein bisschen Erste Hilfe:

1) Heilsames Alleinsein:

Wenn du zu den Menschen gehörst, denen es schwer fällt, nichts zu tun und mit niemandem zu reden, wird es Zeit, hier deinen Schwellentroll herauszufordern. Richte dir Zeiten zum Alleinsein und Nichtstun ein. Aber nicht schummeln! Kein Buch, kein Internet, kein Telefon. Und wehe, du räumst in dieser Zeit die Wohnung auf ;-)

Alleinsein kann am Anfang richtig wehtun. Aber es hilft!

2) Den Körper fühlen:

Wenn du dein gesundes Gefühl für dich selbst verloren hast, geht das häufig mit einer fehlenden Körperwahrnehmung einher. Ich meine damit nicht, dass du plötzlich nicht mehr weißt, ob du noch alle Arme hast. Ich meine eher, dass es sich so anfühlt, als wäre dein Selbst irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs und eben nicht in deinem Körper. Indem du dich bewusst auf deine Körperwahrnehmung konzentrierst, kannst du wieder mehr in deinen Körper zurückfinden. Eine gute Einstiegsübung ist es, dem Atem auf seinem Weg durch deinen Körper zu folgen und zu fühlen, wie sich dein Körper ausdehnt und zusammenzieht.

3) Dich selbst mögen lernen:

Okay, alle Punkte, die du an dir nicht magst, dürften bereits bekannt sein. Jetzt geht’s ans Eingemachte: Und was an dir ist wirklich toll? Wie wäre es, wenn du versuchst, jeden Tag eine Kleinigkeit zu finden, die du wirklich an dir magst?

Es hilft übrigens nichts, sich diese Dinge gebetsmühlenartig aufzusagen oder der Partnerin nachzuplappern. ‘Oh, dein Haar ist sooo schön!’ Ist es das für dich wirklich? Was daran ist schön? Sei ehrlich zu dir selbst, du musst nicht alles an dir gut finden. Hauptsache, du findest irgendetwas ;-)

Und du wirst etwas finden, sei da ganz beruhigt. :-)

Ein gesundes Gefühl für sich selbst entwickeln bedeutet auch, sich selbst lieben lernen…

4) Liebes Tagebuch…

Schreibe auf, was dich beschäftigt. Nimm dir regelmäßig Zeit, deine Sorgen, Nöte und Hoffnungen zu Papier zu bringen. Es wird dir helfen, klarer zu sehen. Es ist dabei sehr hilfreich, einfach aufzuschreiben, was dir gerade in den Sinn kommt, ohne es zu bewerten. Ansonsten wird dir womöglich dein Schwellentroll diktieren, was du zu schreiben hast.

Lass es einfach fließen und schau dir erst danach an, was du geschrieben hast.

Vielleicht willst du diese Schreibübung zu einem wöchentlichen Ritual machen?

5) Der Freu-Dich-Termin:

Tue regelmäßig etwas, das dir wirklich Freude macht. Es ist vollkommen egal, was es ist, aber es sollte in dir eine ungezwungene, kindliche Freude wachrufen. Das Gefühl der Freude führt auf direktem Weg zu dir selbst. Und ja, das gehört in deinen Terminkalender. Und dieser Termin ist genauso wenig verschiebbar, wie ein Zahnarzttermin (wenn auch hoffentlich angenehmer). Du kannst keine Freundschaft zu einem Menschen aufbauen, dessen Termine du nicht ernst nimmst.

Hast du dich schon einmal mit dem Thema ‘ein gesundes Gefühl für sich selbst entwickeln’ beschäftigt? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Mit welchen weiteren Tipps und Übungen lässt sich ein gesundes Gefühl für sich selbst entwickeln? Ich freue mich auf regen Austausch. :-)

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Selbstschutz – warum auch du zu einer gefährdeten Spezies zählst.

SelbstschutzDominante Familienmitglieder, die unsere Zeit über Gebühr beanspruchen, Chefs und Kunden mit Sonderwünschen und Drohungen bei Nichterfüllung im Gepäck. Der Verein, der unbedingt noch einen ehrenamtlichen Kassenwart sucht oder der Nachbar, der ständig wissen will, ob er die Straße nun rechtsrum oder linksrum kehren soll…

Kommt dir das irgendwie bekannt vor?

Hast du manchmal das Gefühl, nach den Maßstäben anderer Menschen zu leben? Bist du unendlich erschöpft, weil du das Gefühl hast, nie genug zu machen, um allen gerecht zu werden? Gehst du abends ins Bett und bist frustriert, weil du wieder nichts von dem gemacht hast, was dir wichtig war?

Jetzt wirst du wahrscheinlich sagen: Ja, aber es ist doch normal und gut, anderen Menschen zu helfen!

Du bist auch ein Mensch!

Das stimmt auch. Menschen zu helfen ist eine gute Sache und sehr befriedigend. Aber hast du mal darüber nachgedacht, dass du auch ein Mensch bist? Dass du deine eigene Hilfe auch ganz gut brauchen könntest?

Wenn du deine eigenen Grenzen ignorierst, gibt es zumindest einen Menschen in deinem Leben, den du grob missachtest. Und es ist ausgerechnet derjenige, mit dem du den Rest deines Lebens verbringen musst. Wäre es nicht sinnvoll, sich um diesen Menschen zu kümmern und dich sogar mit ihm anzufreunden?

Und natürlich darfst du weiterhin anderen Menschen helfen. Das ist eine wunderbare Sache, vor allem, wenn die Unterstützung auch zurückkommt. Achte aber darauf, dass aus dem Miteinander keine Ausbeutung wird. Dein Gefühl ist ein sicherer Wegweiser dafür, wann es genug ist. Vor allem dein Bauch wird dir durch Unwohlsein zeigen, wann du deine Mitte verlässt und beginnst, dich zu missachten.

Doch das Gefühl allein reicht noch nicht. Um aus dem Hamsterrad dieses selbstschädigenden Verhaltens auszusteigen, brauchst du einen wirkungsvollen Selbstschutz.

Selbstschutz – Stopp sagen lernen

Wenn du einen wirkungsvollen Selbstschutz aufbauen willst, beginnst du am Besten damit, eine No-Go-Linie zu definieren. Wie weit dürfen bestimmte Menschen in deinem Leben gehen, bevor du Stopp sagst? Welche Lebenssituationen sind für dich tolerierbar, welche aber nicht?

Entwickle ein Gefühl, das die ganz klar sagt, ab welchem Punkt du Stopp sagen musst, weil du dich sonst selbst gefährdest. Das Wichtigste daran: Diese Grenze muss KLAR sein. Wenn du willst, dass andere Menschen diese Grenze akzeptieren, solltest du sie auch klar kommunizieren. Und du solltest es dir nicht wöchentlich anders überlegen. Versuche in einem ersten Schritt, die magische Grenze für dich selbst zu klären. Erst dann kannst du sie auch überzeugend nach außen kommunizieren.

Lass dir Zeit. Es dauert eine Weile, dieses Gefühl für die eigene Grenze zu entwickeln. Sei liebevoll zu dir und horche in dich hinein. Deine innere Stimme weiß genau, was für dich richtig ist. Du musst ihr nur zuhören.

Nur DU entscheidest, wann es genug ist

Lass dich nicht von anderen beeinflussen. Deine Grenzen sind deine Sache. Es ist vollkommen egal, ob andere es beispielsweise normal finden, 80 Stunden die Woche zu arbeiten. Wenn das für DICH nicht richtig ist, ist das okay. Kein Mensch hat das Recht, die Grenzen eines anderen zu definieren.

Mach dich auf Widerstand gefasst

Wenn du damit beginnst, deinen Selbstschutz umzusetzen, ist Widerstand zunächst normal. Unsere Gesellschaft ist im Augenblick noch darauf ausgelegt, sich extrem übergriffig auf das Leben ihrer Mitglieder zu verhalten. Die meisten Menschen kuschen, vor Vorgesetzten, vor dominanten Familienangehörigen, vor dem allgemeinen ‘das macht man halt so’. Sie haben verständlicherweise Angst, etwas zu verlieren, zum Beispiel ihren Job. Paradoxerweise gibt aber erst diese bedingungslose Unterwerfung übergriffigen Arbeitgebern die Möglichkeit, sich derart asozial gegenüber ihren Arbeitnehmern zu verhalten.

Gehe nur so weit, wie es dir guttut

Sich aus diesem System zu befreien und eigene Wege zu gehen, ist ein Balanceakt. Wie viel oder wie wenig Rebellion dir gut tut, kann ich dir nicht sagen. Nur so viel als Tipp: Taste dich vorsichtig an deine Selbstschutz -Linie heran. Du musst nicht gleich am ersten Tag deinem Chef sagen, dass er ein arrogantes Arschloch ist…

Sei aber auch bereit, deine Grenzen gegen andere zu verteidigen. Natürlich haben wir alle Angst, es uns mit Menschen zu verscherzen, die eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen. Wir haben Angst, allein gelassen zu werden. Angst, unsere Arbeit zu verlieren und auf der Straße zu landen. Es ist auch nicht weiter schlimm, einen Kompromiss zu machen, mit dem man gut leben kann.

Ist es das wert?

Doch wenn du auf dem besten Weg bist, krank oder todunglücklich zu werden, denk nicht immer nur daran, was du verlieren könntest, wenn du es wagst, Grenzen zu setzen. Denk auch daran, was du sicher verlierst, wenn du so weitermachst. Deine Lebensfreude? Deine Gesundheit? Wenn es dich schwer trifft sogar dein Leben?

Am Anfang wirst du dir beim Setzen deines Selbstschutz egoistisch vorkommen. Vielleicht werden sich sogar ein paar ‘Freunde’ beschweren, dass du so komisch geworden bist. Das ist ganz normal, wenn man neue Wege geht.

Wenn du Grenzen setzt, bist du Teil eines Weges in eine freundlichere Welt. Einer Welt des gegenseitigen Respekt, in der jedem Lebewesen auf diesem Planeten die Wertschätzung widerfährt, die ihm gebührt. Und du wirst spüren, dass du deinen Mitmenschen gegenüber liebevoller wirst, wenn du es wagst, für dich selbst einzutreten.

Welche Form des Selbstschutz praktizierst du? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Wo gibt es Probleme? Ich freue mich über deine Rückmeldung!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Marie

PS: Die Grenze zu setzen erfordert ein Gefühl für sich selbst. Dazu mehr in der nächsten Woche.