Anfangen: Wie du es schaffst, loszulegen, obwohl dir dein Schwellentroll an den Fersen hängt.

Was ist die liebste Aktivität deines Schwellentrolls, wenn er dich davon abhält, kreativ zu sein? Mein Schwellentroll checkt dann zwanzigmal die Mails, fünfmal das Wetter und zu guter Letzt noch das Fernsehprogramm. Wenn ich dann immer noch wild entschlossen bin, kreativ zu sein, macht er mich darauf aufmerksam, dass die …

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Spaß – fragen Sie ihren Schwellentroll

Nachdem ich im letzten Blogartikel selbst von Stefanie von Zarameh interviewt wurde, habe ich an dieser Form der Kommunikation gefallen gefunden. Ein Interview, das hört sich irgendwie… hmm, wichtig an! Also gibt es heute noch eines. Ein ganz besonderes Interview. Ein Interview mit einem Schwellentroll. Nein, diesmal ist es nicht …

Vertrauen – notwendig oder gefährlich? Das Blogparaden-Resümée

20 Blogger gegen den Schwellentroll – was dabei wohl herauskommen mag? Vor ca. sieben Wochen begann meine erste großangelegte Kampagne gegen den Schwellentroll: Eine Blogparade zum Thema ‘Vertrauen – notwendig oder gefährlich ?’ Als ich den Aufruf dazu startete, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung, ob überhaupt jemand mitmachen würde. …

Warum Dankbarkeit mehr als purer Luxus ist

Dies ist ein Beitrag zur Dankbarkeits-Blogparade von Mara Stix. Dort findest du viele weitere Artikel zum Thema Dankbarkeit. Schau doch einfach mal vorbei! :-)

Vor einigen Wochen habe ich begonnen, ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben. Heimlich, als mein Schwellentroll gerade nicht hingesehen hat.

Leider hat er es doch gemerkt. Und musste natürlich seinen Senf dazu abgeben.

Bäääh“ sagte er und streckte mir die Zunge raus. „Wofür willst DU denn dankbar sein? Schau dir doch mal andere Leute an.

Der Herr Müller, der hat genug Geld, um dreimal im Jahr eine richtig tolle Reise zu unternehmen. Letztens war er sogar in Neuseeland. Ist das nicht das, wo du schon so lange hin willst?

Oder die Frau Meier, die hat geerbt. Sie kann sich jetzt voll und ganz ihrer schöngeistigen Kreativität widmen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob sie den Kram auch verkaufen kann.Und sie hat diesen schönen alten Bauerhof mit der riesigen Pferdekoppel…“

„Und was hat das jetzt mit mir zu tun?“ ich war ziemlich genervt.

Nun“ der Schwellentroll grinste. „Dankbarkeit ist Luxus, den du dir leisten kannst, wenn du es geschafft hast. Jetzt ist es nur Zeitverschwendung, denn du wirst ohnehin nichts finden, wofür du dankbar sein könntest. Also lass den Unsinn!“

Die Wette

„Dann lass uns wetten“

WAS?“

Jetzt war es an mir, ihn frech anzugrinsen:

„Lieber Schwellentroll, hiermit gebe ich feierlich meine Wette mit dir bekannt:

Ich wette, dass es jeden Tag mindestens 5 Dinge gibt, für die ich dankbar bin. Wenn ich verliere, höre ich dir weiterhin zu. Wenn ich aber gewinne, musst du die Klappe halten.“

Er war nicht sehr begeistert. Aber er macht mit. :-)Dankbarkeit

Warum auch du wetten solltest

Was wäre, wenn auch du eine Wette mit deinem Schwellentroll abschließen würdest? Und wenn deine Freunde und die Freunde deiner Freunde das auch tun würden? Das würde die Schwellentrolle dieser Welt ganz schön durcheinander bringen.

Vielleicht reicht dir dieses Argument noch nicht, um die Anstrengung auf dich zu nehmen, dankbar zu sein? Dann findest du hier drei weitere Gründe, warum es sich wirklich lohnt, sich auf Dankbarkeit zu konzentrieren:

1) Wenn du dankbar bist, kannst du dich nicht auf das Negative konzentrieren.

Wenn du es mir nicht glaubst, probiere es einfach selbst aus. Versuche einmal, in einer Situation, in der du richtig dankbar bist, gleichzeitig unglücklich zu sein. Das funktioniert nicht so recht, richtig? Du musst dich also entscheiden: Möchtest du lieber dankbar sein oder unglücklich? Es liegt ganz bei dir.

2) Dankbarkeit macht glücklich

Dankbarkeit blendet nicht nur das Negative aus, sie macht sogar selbst glücklich. Das tolle dabei: Du brauchst nicht viel, um glücklich zu sein. Ein Sonnenstrahl, den du wirklich wahrnimmst und genießt, kann dir mehr Glück bringen als die Gehaltserhöhung, auf die du schon so lange wartest. Mit der Entscheidung, dankbar zu sein, nimmst du anderen einen Großteil ihrer Macht über dein Leben. Und du kannst anfangen, glücklich zu sein, obwohl dein Leben vielleicht noch nicht so ist, wie du er dir wünschen würdest.

3) Dankbarkeit gibt dir die Möglichkeit, etwas zu verändern

Eine der hartnäckigsten Fehlschlüsse in Bezug auf Dankbarkeit ist der Folgende: ‘Wenn ich dankbar bin, habe ich ja keinen Grund mehr, etwas in meinem Leben zu verändern. Nur solange ich unglücklich bin, gehe ich meine Probleme an.’ Nun frage dich einmal selbst: Wann kommst du besser zum Ziel: Wenn du angespannt bist und dir Sorgen machst oder wenn du konzentriert und fokussiert auf ein Ziel zuarbeitest? Dankbar zu sein bedeutet nicht, zu sagen, dass alles perfekt ist und genauso bleiben kann. Es geht eher darum, zu sehen, was SCHON DA IST. Wenn du dich auf Dankbarkeit konzentrierst, kannst du die Dinge loslassen, die dich ärgern oder dir Sorgen machen – und all die freigewordene Energie in das stecken, was dir wirklich wichtig ist: In deine Träume.

Das Tagebuch der Dankbarkeit

Ein Dankbarkeitstagebuch zu führen, hat mir innerhalb recht kurzer Zeit geholfen, immer mehr schöne Dinge in meinem Leben wahrzunehmen.

Ich mache das folgendermaßen:

Jeden Abend schreibe ich in ein kleines Heftchen mehrere Dinge, für die ich an diesem Tag dankbar war, mindestens aber fünf. Es gibt Tage, an denen ich tatsächlich etwas suchen muss, aber es ist mir noch nie passiert, dass mir nichts eingefallen ist. ;-)

Welche Dinge ich aufschreibe? Berufliches, Privates, das Wetter, der Vogel, der vor meinem Fenster singt… einfach alles, was mir auffällt. Es gibt nur ein einziges Kriterium für die Aufnahme in mein Dankbarkeitstagebuch:

Dass mir diese Sache ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wenn du auch ein Tagebuch der Dankbarkeit schreiben willst, achte dabei auf Folgendes:

  • schreibe nur Dinge auf, für die du wirklich dankbar bist. Es geht nicht darum, was andere denken, wofür du dankbar sein solltest.

  • Bewerte die Dinge die du aufschreibst nicht nach ihrer Wichtigkeit. Wer sagt, dass das erste Schneeglöckchen im Beet dich nicht genauso dankbar machen kann wie dein Traumjob?

  • Versuche nichts zu erzwingen. Wenn es dir schwer fällt, Dinge zu finden, für die du Dankbarkeit empfindest, beginne mit einem Punkt pro Tag. Du kannst die Anzahl später ja immer noch steigern.

Die Kampfansage

Hier kommt nun also meine erste Kampfansage an die Schwellentroll-Wette. Heute gilt meine tiefempfundene Dankbarkeit den folgenden Punkten:

1) Ich bin dankbar dafür, dass du meinen Text liest. Das bedeutet mir sehr viel, denn es beweist, dass wir gemeinsam etwas gegen die Schwellentrolle dieser Welt ausrichten können. :-)

2) Ich bin dankbar dafür, dass ich so bin wie ich bin. Mit all meinen Ecken und Kanten. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass es mir mit mir selbst nie langweilig wird. :-)

3) Ich bin dankbar dafür, dass ich so viele wunderbare Menschen kenne, bei denen ich mich geborgen und verstanden fühlen darf.

4) Ich bin dankbar für meine Kreativität. Ich empfinde sie als ein ganz besonderes Geschenk, mit dem man viel Spaß haben kann. :-)

5) Ich bin dankbar dafür, dass es meinen Schwellentroll gibt, da ich jedes Mal, wenn ich mich mit ihm auseinandersetze, ein wenig mehr über dieses atemberaubend schöne Leben hier auf der Erde lerne. (Oooh, dieser Punkt hat meinem Schwellentroll echt wehgetan ;-)).

Eigentlich könnte ich noch viele andere Punkte hinzufügen, doch die hebe ich mir für mein Dankbarkeitstagebuch auf.

Stattdessen würde ich mich freuen, wenn DU mir in den Kommentaren mitteilst, wofür DU dankbar bist. :-)

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Sich mit anderen vergleichen macht unglücklich oder ‘das Schwellentroll-Komplott’

Tut mir leid, lieber Schwellentroll-jäger.

Ich habe schlechte Nachrichten.

Es gibt da etwas, was du wissen musst.

Ich habe meinen Schwellentroll belauscht und dabei etwas herausgefunden.

Es gibt eine Verschwörung. Ein Komplott der Schwellentrolle.

Sie haben sich verbündet, um uns noch besser drangsalieren zu können.sich mit anderen vergleichen

Die Verschwörung

Was die Schwellentrolle herausgefunden haben, ist eigentlich ganz einfach:

Dass sie gemeinsam stärker sind. Gegen einen Schwellentroll kommen wir Menschen vielleicht noch ganz gut an, aber gegen viele Schwellentrolle? Da wird es schon schwieriger…

Und folgenden Pakt haben die Trolle daher geschlossen:

Wenn einer von ihnen ins Hintertreffen gerät, weil sein Mensch sich befreien will, kommen ihm andere Schwellentrolle zu Hilfe: Sie lassen ihre Menschen etwas sagen oder schreiben und tun, was den kurzzeitig schwellentroll-befreiten Menschen rasch wieder in die Fesseln seiner schwellentroll-Realität zurückbringt.

Ganz schön fies, oder?

Damit du dich gegen diese mafiösen Verstrickungen wehren kannst, stelle ich dir nun das wichtigste Hilfsmittel der Schwellentroll-Verschwörung vor: Sich mit anderen vergleichen.

Sich mit anderen vergleichen

Anna bastelt leidenschaftlich gerne Tischskulpturen aus Papier. Sie träumt schon lange davon, dieses Hobby auszuweiten, ihre Skulpturen der Öffentlichkeit vorzustellen und vielleicht sogar zu verkaufen.

Und endlich schafft sie es, ihr Schwellentroll gibt auf. Sie geht ins Internet.

Voll Optimismus erstellt Anna eine Homepage, wo sie ihre Kreationen vorstellt.

Ihr Schwellentroll gerät in Panik – und holt sich Verstärkung.

Und plötzlich stößt Anna auf all die anderen Homepages, die Papierkreationen vorstellen. Sie beginnt, sich mit anderen zu vergleichen…

Schreck 1: Oh, es gibt schon andere, die so etwas machen!!?

Schreck 2: Die anderen sehen viiiel professioneller aus und haben schon 1000 Likes auf Facebook.

Schreck 3: Meine Kunstwerke sehen ja ganz anders aus! Wenn das das ist, was die Leute wollen, dann kann ich ja einpacken!

Zu allem Überfluss findet Anna noch einen Artikel, den ein Schwellentroll in Auftrag gegeben hat:

Wie ich in nur drei Monaten von meinen Papierskulpturen leben konnte.“

Anne liest sich die Tipps in dem Artikel durch und wird von nackter Angst gepackt. Sie hat alles falsch gemacht! Außerdem steht da, man müsse im ersten Monat mindestens 500 Besucher haben, ansonsten könne man gleich einpacken.

Und genau das tut Anna nun. Sie packt ein. Nachdem sie sich gründlich ausgeheult hat, verbrennt sie ihre Kreationen, begräbt einen Traum und beschließt zu glauben, dass sie kein Talent hat.

Was Anna übersehen hat:

1) Dass andere Menschen auch Papierkreationen machen, heißt nicht, dass niemand Annas Skulpturen sehen will. Es gibt ja auch mehr als ein Buch auf der Welt. Und mehr als ein Unternehmen, dass Streusalz und Vogelfutter verkauft. (schöner Vergleich, nicht? ;-))

2) Dass die Anderen mehr Likes auf Facebook haben, heißt nicht, dass jemand ihre Kreationen gut findet. In Wahrheit ist es ziemlich einfach an Likes zu kommen, selbst wenn man Schwachsinn produziert…

3) Dass Annas Kreationen anders aussehen, heißt nicht, dass sie niemand mag. Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass eine ganze Reihe von Leuten da draußen genau auf diese ‘Andersartigkeit’ gewartet haben.

4) Sich mit anderen vergleichen, ist absolut sinnfrei. Vor allem, wenn es um Bereiche geht, in denen Individualität zählt. Bist du jetzt gut gekleidet, wenn du einen roten oder wenn du einen blauen Schal trägst?? Bist du jetzt erfolgreicher, wenn du zehn selbstgemachte Kreationen pro Jahr verkaufst oder 10 000 von der Stange? Und: Warum solltest du deine Träume nicht leben, nur weil nicht mindestens 50% der Weltbevölkerung dich anhimmelt?

Was tun, wenn der Vergleichstroll kommt?

Nun zurück zu unserem Schwellentroll-Komplott:

Wie können wir verhindern, dass sich die Schwellentrolle gegenseitig die Bälle zuspielen und ihre Menschen sich mit anderen vergleichen ?

5 Punkte, die helfen, wenn der Vergleichstroll kommt:

1) Eine Alarmanlage installieren

Eine ‘sich mit anderen vergleichen -Alarmanlage’ funktioniert nicht mit Strom, sondern mit Aufmerksamkeit. Die kann man leider noch nirgendwo kaufen. Dafür jedoch kann man sie trainieren. Und das völlig kostenlos. ;-)

Achte einmal für eine Weile sehr genau darauf, mit wem du dich vergleichst. Jedes Mal, wenn du unruhig wirst und aus deiner Mitte fällst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Vergleich im Spiel ist. Es kann hilfreich sein, sich diese Vergleiche einmal aufzuschreiben. Meistens lässt die Macht eines Vergleichs schon allein durch die Bewusstmachung nach. Schwellentrolle agieren lieber um Dunkeln ;-)

2) Den Vergleich bewusst zurückgeben

Wenn du gemerkt hast, mit wem du dich vergleichst, kannst du Stopp sagen und diese unliebsame Verbindung bewusst zurücknehmen. Es hilft schon, sich bewusst zu sagen: Okay, ich habe mich gerade mit XY verglichen. Damit ist jetzt Schluss. Jetzt lasse ich diesen Vergleich los und kehre in mein eigenes Leben zurück. Es kann auch helfen, wenn du dir vorstellst, du wärst von einem unsichtbaren Schild umgeben, durch den die Vergleiche nicht zu dir dringen können.

3) Was hast du – hier und jetzt?

Was kannst du jetzt in diesem Moment genießen? Die Sonne? Dein gemütliches Sofa? Eine Tasse Tee? Das Glücksgefühl, wenn du etwas tust, was du wirklich liebst? Wenn du den Moment genießt, kannst du gar nicht vergleichen. Vergleiche finden immer in der Zukunft oder in der Vergangenheit statt. JETZT GENAU HIER ist frei davon ;-)

4) Sortiere deine Ratgeber aus

Befreie dich von allen Ratgebern, Websites, Kontakten und Fernsehserien, die dir ein schlechtes Gewissen machen. Was wäre, wenn du nicht mehr ‘besser’ werden müsstest? Wenn du einfach so bleiben dürftest, wie du bist?

Einen weiterführenden Artikel zu diesem Thema von Afschin findest du hier.

5) Wenn du dich doch unbedingt vergleichen musst…

Manchmal kommen wir aus der Vergleichsnummer einfach nicht heraus. Unsere Schwellentrolle sorgen immer wieder dafür, dass wir all diese Menschen um uns herum wahrnehmen, die angeblich genau das haben, was wir unbedingt wollen. Diese Frau, die Vollzeit arbeitet, drei Kinder hat und nebenbei erfolgreich Kinderbücher schreibt. Ich meine, WOHER NIMMT DIE IHRE ENERGIE???

Wenn du den Vergleichstroll gar nicht loswirst, kann du versuchen, ihn auf dein eigenes Leben umzulenken. Was hast DU, auf das du stolz bist? Wenn du die letzten zehn Jahre betrachtest, wie bist DU deinem persönlichen Glück nähergekommen? Was hast Du heute, was du vor zehn Jahren noch nicht hattest? Und dabei geht es sicher nicht nur um materielle Dinge.

Was ist dein persönlicher Tipp gegen Vergleiche mit anderen? Hast du schon eine ‘Alarmanlage’? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

Die Tyrannei des Glücks

Warum dich der Versuch, glücklich zu sein, ganz schnell unglücklich macht.

Letztens saßen mein Schwellentroll und ich auf dem Sofa und sahen uns eine Dokumentation an.

Mein Schwellentroll war übrigens fetter denn je und blockierte mehr als 90 Prozent des Sofas.

Deshalb hatte ich eine Dokumentation angemacht, um ihn zu vertreiben:

Eine Dokumentation über Glück.

Ich dachte mir wohl: Glück kann der Dicke nicht leiden, also habe ich gleich das ganze Sofa für mich.

Da habe ich mich wohl geirrt.

Dem Schwellentroll gefiel meine Dokumentation.

Sogar richtig gut.

Er lachte gehässig vor sich hin.

Und ich saß einfach nur da, starrte ihn an und war baff.Glück

Was kann mein Schwellentroll mit dem Thema Glück anfangen?

Es dauerte eine Weile, bis ich begriff.

In der Dokumentation ging es um Menschen, die das wahre Glück gefunden hatten und zwar auf ganz simple Weise. Keiner von ihnen hatte einen Eiffelturm gebaut oder den Mount Everest bestiegen. Und trotzdem waren sie glücklich? Unglaublich!

Und dann drehte sich mein Schwellentroll zu mir um. Das Funkeln seiner kleinen Schweinsäuglein verriet nichts Gutes.

„Und warum bist DU nicht so vollkommen glücklich?“ fragte er.

Der Gedanke daran macht es kaputt:

Au!

Mein Schwellentroll hatte mal wieder ins Schwarze getroffen.

Ich sah die Menschen in dem Film. Ich sah mich. Und ich begann zu vergleichen.

Vorhin hatte ich mir ja noch keine Gedanken gemacht, ob ich eigentlich glücklich bin. Aber wenn man das so im Fernsehen sieht, kommt man sich plötzlich so bedeutungslos vor.

Diese Familie lebte auf einem malerischen Hof in der Natur.

Sie waren Selbstversorger und Künstler.

Und sie schienen so frei wie nur irgend möglich zu sein.

Mist!

Das will ich doch auch.

Nun hatte mich mein Schwellentroll ganz und gar in den Fängen. Denn wie konnte ICH dann glücklich sein? Mitten in der Vorstadt, in meiner kleinen Wohnung mit ekelhaftem Gemüse aus dem Supermarkt, war ich so weit wie nur möglich von diesem Ideal entfernt.

Diese Fernsehfamilie machte mich hoffnungslos.

Also stand ich vom Sofa auf, das sowieso hoffnungslos schwellentroll-überladen war und habe versucht, herauszufinden, was unglücklich macht.

Dies ist eine verspätete Antwort auf die Blogparade ‘Wie sich Glück darstellt’ von Frank Ohlsen von ‘Finde dich selbst’. Dort findest du ganz viele tolle Artikel zum Thema Glück. Schau doch mal hier vorbei!

Was Glück NICHT ist

1) Sich vergleichen

Ich war glücklich, bevor ich auf Facebook gesehen habe, was meine Freunde für tolle Projekte machen. Und wie schnell! Da kann ich ja gleich einpacken!

2) Glücklich sein MÜSSEN

Oh je, jetzt habe ich mir einen ganzen Tag lang Zeit genommen, um glücklich zu sein. Jetzt muss ich mich aber anstrengen, damit das klappt!

3) Glück mit Materiellem gleichsetzen

Ich MUSS dieses schicke Kleid haben, dann wird alles gut.

4) Glück in der Zukunft suchen

Wenn ich erst mal auf dem Land lebe, kann ich auch glücklich sein.

5) Glücklichsein an andere knüpfen

Also wenn mein Mann nicht so unordentlich wäre, dann könnte ich glücklich sein.

6) Seinen Träumen so verbissen folgen, dass man vergisst, warum man sie träumt

Ich will eine Weltreise machen, aber dafür brauche ich natürlich haufenweise Geld. Deshalb werde ich die nächsten 30 Jahre 80 Stunden die Woche arbeiten und wenn ich dann in Rente gehe, ja DANN…

7) Perfektionismus

Ich muss erst noch zwanzig Bücher lesen, drei Musikkurse besuchen und mein erstes Musikstück zwanzigmal neu schreiben, dann – das verspreche ich dir – dann spiele ich es dir vor.

8)Vernünftig sein

Ich würde ja gerne Maler werden, aber damit lässt sich doch kein Geld verdienen.

9) Angst, einfach du selbst zu sein.

Was, wenn die anderen in mein tiefstes Inneres blicken und dort nichts Schönes ist?

10) Glauben, kein Glück verdient zu haben

Und wenn die Menschen wirklich in mein Innerstes blicken könnten, dann wüssten sie auch, warum ich kein Glück habe.

Natürlich schreibe ich diesen Beitrag nicht, damit du möglichst gut unglücklich bist. Sei glücklich! Aus ganzem Herzen. Aber bitte, bitte,

MACH DIR KEINEN STRESS DAMIT!

Glück ist kein Wettbewerb, bei dem man schnell-schnell mithalten muss.

Glück ist der Weg, nicht das Ziel.

Also entspanne dich, tue dir was Gutes und warte einfach mal darauf, ob du dann glücklich bist.

Und in der Zwischenzeit erzähle ich, wann ich glücklich bin.

Glücklich bin ich, wenn…

  • ich an das denke, was da ist und nicht an das, was fehlt

  • wenn ich die Kontrolle loslasse und einfach im SEIN bin

  • wenn ich mir im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas Gutes tue

  • wenn ich glücklich sein will

  • wenn ich wage, einfach ich selbst zu sein

  • wenn ich meine Aufmerksamkeit auf den Moment richte und eine wunderbare Kleinigkeit entdecke (ein Regenbogen, einen Sonnenstrahl und oooh Schokolade ;-))

  • wenn ich meine Kreativität lebe.

Die Glücks-Liste lässt sich natürlich noch weiter fortsetzen. Das werde ich aber nicht tun.

Was ich viel schöner fände, wäre Folgendes:

Wenn du die Liste fortsetzt. Mit deinen eigenen Erfahrungen.

Wann bist DU glücklich?

Schreib mir doch einfach einen Kommentar!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie