Auch komische Schreibwochen haben ihre Berechtigung ;-)

Eine irgendwie komische Schreibwoche liegt hinter mir. Normalerweise sind das die Wochen, in denen ich gar nichts zu Papier bringe, doch dieses Mal war ich trotzdem recht produktiv. Und ich bin eigentlich sehr stolz darauf, im Juli mit ungefähr hundert frischen Manuskriptseiten mein Ziel mehr als übertroffen zu haben.
Trotzdem war es eine schwierige Schreibwoche, die einen merkwürdigen Nachgeschmack hinterlässt. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass ich auf einen sehr alten Teil meines ursprünglichen Manuskriptes gestoßen bin, den ich einerseits unbedingt integrieren muss, der andererseits aber wirklich mehr als überarbeitungswürdig ist. Da kommen dann direkt wieder die altbekannten Zweifel hoch. Oh, mein Manuskript ist fabelhalt… oh nein, es ist der letzte Dreck. 🤔
Wer kennt das nicht?
Außerdem war die Woche auch sonst emotional sehr aufwühlend und das wirkt sich natürlich auch irgendwie aufs Schreiben aus.

Warum mich diese Woche trotzdem tief drin mit einer gewissen Zufriedenheit erfüllt? Weil ich nicht wirklich an mir zweifle. Weil ich tief in mir drinnen weiß, dass sich Ebbe und Flut abwechseln und es einfach perfekt so ist.
Und ich merke, dass dieses tiefe emotionale Eintauchen der letzten Woche auch für mein Schreiben wichtig war, auch wenn sich das sicher erst im Prozess wirklich zeigt. Ich lerne jeden Tag ein bisschen mehr, ich selbst zu sein. Für mich einzustehen. Nicht zu weichen, auch wenn es noch so viele Gründe gäbe, wegzurennen.

Soviel heute… aus meinem Prozess