Ablenkung kann helfen

So. diese Woche habe ich mal wieder etwas Interessantes bezüglich meiner Arbeitsweise verstanden. 😅

Nicht dass es vollkommen neu wäre, aber jetzt ist es so vollkommen in meinem Bewusstsein angekommen, dass ich das Bedürfnis habe, darüber zu schreiben.
Und zwar geht es um das Thema Ablenkung beim Schreiben. Ich habe jahrelang versucht, ein hochkonzentrierter, professioneller Schreiber zu werden, der stundenlang ohne zu blinzeln auf seine Arbeit starrt und selbst dann nicht zu tippen aufhört, wenn neben ihm eine Bombe hochgeht. ;-)

Fakt ist, das bin ich nicht. Ganz ehrlich, ich habe fast immer mein Handy neben mir oder das Internet parallel an. Und ab und zu trifte ich ab, schau mal schnell in meine Nachrichten, checke Facebook oder benutze Google, um vollkommen irrelevante Dinge rauszufinden. Übrigens Dinge, die fast nie etwas mit meiner Geschichte zu tun haben. Gestern zum Beispiel hatte ich plötzlich den Drang, Kokosnüsse zu googlen und nein, die kommen nicht in meiner Geschichte vor. 😜

Ich habe micht ziemlich lange für dieses Verhalten verurteilt und versucht, es abzustellen. Kein Trick hat funktioniert und irgendwann habe ich es einfach aufgegeben, perfekt sein zu wollen. ;-)

Jetzt habe ich aber Folgendes festgestellt: Was im ersten Moment wie pure Prokrastination aussieht, hat in Wahrheit eine Funktion in meiner verrückten Welt. 😅
Denn: Wenn ich es mir erlaube, diese scheinbar sinnlosen Dinge zwischendurch zu tun, bleibe ich in Wahrheit mehr im Flow, als wenn ich den Bildschirm böse anstarre. Ich glaube, mein Unterbewusstsein braucht dann einfach eine Pause, um die Dinge zu sortieren, denn wenn ich nach so einer sinnfreien Pause an den Text zurückkehre, dann fließt es wieder.

Also ist Ablenkung wohl doch nicht immer schlecht.