8 Learnings aus meinem Romanprojekt

Learnings aus meinem RomanprojektIn den letzten zwei Monaten habe ich mich beim Bloggen etwas rar gemacht und das hatte einen guten Grund. Ich habe nämlich meinen Roman überarbeitet und veröffentlicht.

Und natürlich kehre ich nach dieser extrem spannenden wie herausfordernden Zeit nicht mit leeren Händen zum Bloggen zurück. Denn neben dem Endprodukt, das bei Amazon KDP zu erwerben ist, habe ich eine Menge gelernt und bin nochmal sehr an dem Projekt gereift. In diesem Artikel habe ich acht Punkte gesammelt, die sich mir bei der Verwirklichung meines Romans ‘Das Amulett des Trebeta’ regelrecht aufgedrängt haben. Ich möchte nämlich mein Wissen mit dir teilen und würde mich wahnsinnig freuen, wenn du diesen Artikel nutzt, um deinem eigenen Schreibprojekt ein gutes Stück näher zu kommen.

Viel Spaß bei meinen 8 Leanings aus meinem Romanprojekt ‘Das Amulett des Trebeta’:

Du kannst viel mehr schaffen, als du glaubst.

Die wichtigste aller Aussagen gleich zu Anfang: Es ist möglich. Und nein, ich habe mir kein ganzes Jahr freigenommen, um zu schreiben. Genau genommen war das Jahr 2016 das chaotischste und turbulenteste Jahr, das ich je erlebt habe und ich habe häufiger daran gezweifelt, dass ich es schaffen werde, mitten in all diesen Veränderungsprozessen auch noch ein Buch zu schreiben.

Aber es hat funktioniert. Manchmal musste ich aufgrund eines Katastrophendramas mal ein paar Wochen pausieren, aber was macht das schon? Wichtig ist nur, bei der nächsten Gelegenheit wieder anzufangen.

Gerade ein Roman scheint ein unbesteigbarer Berg aus Arbeit zu sein, doch der größte Teil an Stress ist nur in deinem Kopf.

Mein Tipp: Zerteile das Projekt in kleinste Einheiten und weigere dich stur, den Rest des Projektes anzuschauen, bis du mit deinem Mini-Schritt fertig bist.

Zeit ist da – wenn du sie willst.

Hast du auch einen Zeit-Schwellentroll? Diese Gattung ist bei mir seit Jahren sehr verbreitet. Die Zeit ist einfach immer weg. Vor allem dann, wenn ich sie dringend zum Schreiben brauche… ;-)

Bei meinem Weg aus dem Dauerstress hat mir eine Aussage von Byron Katie sehr geholfen. Sie sagte sinngemäß, dass Stress NIE mit äußeren Umständen zusammenhängt, sondern nur das ist, was wir in unserem Kopf daraus machen. Wir werden niemals gestresst. Wir stressen uns selbst. Gruselig, oder?

Der Ausweg daraus ist klar: Überprüfe, wo du dir durch deine Gedanken zusätzlichen Stress machst.

Außerdem ist es unglaublich, wieviel Zeit wir verschwenden, weil wir

– unstrukturiert arbeiten

– uns zu wenig gegenüber den Wünschen anderer Menschen abgrenzen

– herumtrödeln, weil wir gerade ein inniges Rendezvous mit unserem Schwellentroll haben

Meine Tipps:

Frage dich zuerst: Will ich dieses Buch wirklich schreiben? Ist es mir WICHTIG?

Finde die Stellen in deinem Alltag, an denen du die meiste Zeit verschwendest, strukturiere dich besser und grenze dich vor allem ab. Es ist okay, anderen zu helfen, aber du kannst es nicht allen recht machen.

Versetze dir selbst einen sanften Tritt in den Hintern, wenn du nur herumtrödelst, weil du Angst vorm Schreiben hast.

Dein zusätzlicher Vorteil: Wenn du dich mit dem Thema Stress und Zeit auseinandersetzt, wird dein gesamtes Leben entspannter und du kannst dich auch mehr ausruhen.

Mach dich nicht zum Sklaven deiner Zeitvorstellungen

Deadlines sind eine wunderbare Sache, weil sie dich zum Handeln verpflichten. Zumindest sind sie das, wenn dir nicht eine große Portion Leben dazwischen kommt. ;-)

Ich hatte eigentlich vor, ‘Das Amulett des Trebeta’ im August zu veröffentlichen – jetzt ist Dezember draus geworden. Dabei bin ich ein guter Planer und gar nicht der Typ, der Dinge schleifen lässt.

Aber der ganze tolle Plan hilft nichts, wenn sich plötzlich in deinem Leben Abgründe auftun…

Plötzlich hatte ich alle Hände voll zu tun mit einigen schweren persönlichen Katastrophen in meinem Umfeld. Dinge, denen ich mich nicht entziehen konnte, ohne zum Unmenschen zu werden. Und da ich nebenbei auch noch arbeiten ging UND coachte UND meinen Blog bediente wurde es ganz schön knapp mit der Schreiberei.

Natürlich hat mich das geärgert. Aber es nutzt absolut nichts, sich gegen das Leben zu stemmen. Manche Dinge passieren einfach.

Mein Tipp: Passe deine Deadlines immer wieder an deine Lebenumstände an. Mit dem Kopf durch die Wand ist keine gute Idee.

Wenn du deine Ziele angehst, taucht der Schwellentroll auf – und es ist nicht schlimm

Und da war er wieder, mein heißgeliebter roter Troll. Er war ganz begeistert von meinem Entschluss, meinen Roman fertigzustellen, denn das war nichts anderes als eine Steilvorlage für seine Tyrannei.

Am Anfang ließ er mich noch größtenteils gewähren, doch je mehr ich mich der ernsthaften Absicht näherte, das Buch zu veröffentlichen, desto aktiver wurde er. Er ließ all meine inneren Hürden nochmal aufmarschieren – von der Angst, ein Buch mit Gott als Erzähler zu schreiben bis zu dem Glaubenssatz, dass ich einfach nicht schreiben kann. Dazu organisierte er noch einen Aufmarsch der Zweifler im Außen und eine Menge Trubel in meinem Leben. Manchmal fühlte ich mich richtig zugeschüttet von all diesen negativen Impulsen.

Der Schwellentroll meinte es dieses Mal sehr ernst. Er wollte mich nicht gehen lassen. Und deswegen ließ er alles auffahren, was ihm zum Thema Widerstand einfiel.

Irgendwann in diesem Chaos begriff ich die Chance:

Ich musste nicht mehr in meinem Inneren nach irgendwelchen Widerständen graben, sie wurden mir direkt auf dem Silbertablett präsentiert. Ich konnte ihnen direkt in die Augen schauen und ihnen sagen, dass ich trotzdem weitergehen würde.

Manchmal war das leicht, manchmal auch sehr, sehr schwer.

Doch mit jedem bewussten Anschauen und jedem Schritt nach vorne wurden die Monster der Vergangenheit schwächer. Eine ganz neue Freiheit hat sich eingestellt.

Mein Tipp: Mach dir bewusst, dass dein Schwellentroll nur deswegen so aktiv ist, weil er sich ernsthaft bedroht fühlt. Du kannst sein Auftauchen nutzen, um dir viele seiner Manipulationen genau anzuschauen und dafür zu sorgen, dass du in Zukunft nicht mehr darauf hineinfällst. Das macht dich frei.

Technik IST wichtig – aber nicht alles

‘Das Amulett des Trebeta’ ist das erste Buch, das ich sehr sorgfältig geplottet habe – allerdings erst nach dem Erstentwurf, als die Geschichte wuchs und immer komplexer wurde. Der Plot hat die Geschichte definitv geretten, genauso wie ein gründlicher sprachlicher Feinschliff am Ende.

Was ich damit sagen will: Technik ist nicht böse oder unromantisch. Sie ist ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Mit Technik machst du keine schlechte Geschichte zu einer guten, aber eine gute Geschichte zu einer sehr guten.

Trotzdem: Wenn du noch ganz am Anfang stehst und große Probleme hast, die Worte fließen zu lassen, würde ich dir raten, dich nicht zu sehr auf den technischen Aspekt zu konzentrieren. Zunächst müssen deine Gedanken einen Weg aufs Papier finden, dann kommt der Rest. Und vor der Technik sollte immer die Frage stehen, weshalb du überhaupt schreiben willst (letzter Punkt in diesem Text).

Meine Tipps:

Für Anfänger: Übertreibe es nicht mit der Technik, sie reißt dich aus dem Fluss, der gerade erst entstehen will.

Für Fortgeschrittene: Mach deine guten Ideen noch besser, indem du dich in den technischen Aspekten des Schreibens weiterbildest. Es lohnt sich.

Pause muss sein

In einigen stressigen Phasen dieses unglaublichen Jahres habe ich ein Experiment versucht: Was passiert wohl, wenn ich meine gesamte Zeit einschließlich der Wochenenden komplett verplane? Ich meine bis auf die letzte Minute. Nur Arbeit, Schreiben, Essen und Schlafen. Kein verträumter Blick aus dem Fenster oder gar ein gemütlicher Abend mit Freunden.

Mein Ergebnis: Es funktioniert – aber nur für kurze Zeit. Eine Woche lang kannst du gut so leben. Manchmal macht es sogar Spaß, wenn das Adrenalin richtig durch die Adern schließt. :-)

Wenn du dir über längere Zeit keine Pausen gönnst, brennst du dich aus. Du verlierst den Spaß am Leben und ebenfalls den Spaß am Schreiben. Und das wiederum schadet deiner Kreativität erheblich.

Wenn du über lange Zeit mit Freude schreiben willst, solltest du anders vorgehen. Plane von vorneherein Phasen des Nichtstuns bewusst ein. Ja, auch dann, wenn du es eilig hast. ;-) Denn gerade das Schreiben eines Romans ist eher ein Marathon als ein Sprint.

Ein weiterer Vorteil einer Pause ist, dass du Abstand vom eigenen Projekt gewinnst und plötzlich viel klarer siehst, wohin dich deine Schreib-Reise führt.

Mein Tipp: Freunde dich mit dem Gedanken an, dass Pausen deiner Kreativität mehr nützen als schaden. Und hör nicht auf das Macho-Gehabe von Menschen, die behaupten, dass alle, die weniger als 12 Stunden am Tag arbeiten, faul sind. :-)

Es ist ein Spiel

Lass dich zu einem kleinen Gedanken-Experiment verführen: Sicherlich nimmst du das Schreiben sehr ernst. Was wäre aber, wenn es ein Spiel wäre? Und zwar kein Glücksspiel, sondern eines mit Strategie. Ein Spiel, das du zudem gar nicht verlieren KANNST, weil jeder Spieler das Ziel irgendwann erreicht.

Worauf kommt es bei einem solchen Spiel an? Doch nicht darauf, dir Gedanken zu machen, ob du eventuell verlieren könntest oder ob andere das Spiel auch gewinnen. Sondern darauf, DEINEN Weg zu finden, das Spiel für dich zu entscheiden.

Es geht nicht darum, sich gegen das übermächtige Schicksal zu behaupten oder andere Schriftsteller zu übertrumpfen. Hier geht es um dein Spiel des Lebens und wenn du wach bist und bereit, neue Strategien zu entwickeln, kannst du gar nicht fehlgehen.

Mein Tipp: Denke an ein Spiel, wenn du schreibst – nicht an schwere Arbeit :-)

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Was willst du wirklich?

Liebst du wirklich das Schreiben an sich? Nur das Schreiben? Na dann kannst du dich doch auch auf Gebrauchsanweisungen spezialisieren… ;-)

Ja, das Schreiben hat tatsächlich eine regelrecht magische Kraft. Doch die kann nur dann richtig zum Vorschein kommen, wenn du schreibst, was du liebst. In meinen Augen ist das Schreiben an sich erst einmal nur eine Technik. Eine simple Technik, deine Inneres, deine Träume und Wünsche (oder auch eine Gebrauchsanweisung) zu materialisieren und anderen Menschen zugänglich zu machen.

Du findest das unromantisch? Probiere es gerne aus. Schreibe für eine Weile in einem Bereich, der dir gar nicht liegt und du wirst dich bald fragen, was du je am Schreiben finden konntest. (Ich habe diese Ehrenrunde auch gedreht und herausgefunden, dass wissenschaftliche Arbeiten und Journalismus sehr wenig mit dem Romaneschreiben gemein haben…)

Es liegt also an dir, herauszufinden, wofür du wirklich brennst. Das kann ein bestimmtes Thema sein, ein bestimmtes Format, ein Genre oder eine Kombination aus verschiedenen Elementen.

Mein Tipp: Beschäftige dich intensiv mit der Frage deiner Schreibberufung. Wenn du weißt, wofür du schreibst, hast du auch die Energie, dein Projekt zu Ende zu bringen. Weil es eben nicht mehr egal ist, ob es fertig wird.

Das waren meine 8 Learnings aus meinem Romanprojekt. Ich hoffe, du konntest für dich eine Menge mitnehmen.

Wenn du an humorvoller, historischer Phantastik interessiert bist und dich für einen göttlichen Erzähler begeistern kannst, findest du mein Buch hier bei Amazon. (bis zum 28.02. gibt’s einen Sonderpreis und die Leihoption)

Und jetzt bin ich gespannt: Welcher der Tipps hat dir besonders weitergeholfen? Hast du vielleicht selbst noch Tipps, die du mit uns teilen magst? Dann schrieb doch einen Kommentar, ich freue mich!

Alles Liebe,

Marie

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