10 Tipps gegen akuten Stress:

Tipps gegen akuten Stress, Überforderung

Geht in deinem Leben gerade mal wieder alles drunter und drüber? Die Zeit läuft dir davon, dein Schwellentroll hyperventiliert und du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?

Diese zehn Tipps gegen akuten Stress kannst du anwenden, wenn du so gestresst bist, dass du einfach nicht mehr klar denken kannst.

1) Akzeptiere, dass du gerade gestresst bist.

Das hört sich vielleicht simpel an, ist aber gar nicht so einfach. Denn du willst ja den Stress loswerden. Trotzdem ist es sehr wichtig, erst einmal zu akzeptieren, dass du gestresst bist, dass das Kind also sozusagen schon in den Brunnen gefallen ist.

Denn wenn du gewaltsam gegen deinen Stress ankämpfst, entsteht dadurch noch mehr Stress, der dir auch die letzte Energie raubt. Diese Energie könntest du aber viel besser einsetzen, um zu überlegen, wie du aus der Situation rauskommst.

Um bei dem Bild mit dem Brunnen zu bleiben: Es hilf nichts, darüber zu lamentieren, dass das Kind nie hätte in den Brunnen fallen dürfen. Besser du atmest tief durch und überlegst, wie du es da wieder herausziehen kannst.

2) Nimm die körperliche Stressreaktion wahr

Stress manifestiert sich im Körper in vielfältiger Weise: Vor allem als Spannung in verschiedenen Körperteilen.

Nimm dir einen Moment Zeit, wahrzunehmen, wo es bei dir gerade drückt. Das wird dir helfen, auf Abstand zu gehen. Wenn du kannst, atme tief und lasse die Spannungen bewusst los. Das wird dein Stresslevel augenblicklich senken.

3) Beobachte deinen Schwellentroll

Tritt innerlich einen Schritt zurück und beobachte deinen Schwellentroll dabei, wie er gerade Panik schiebt. Sieh zu, wie er wild hin und her rennt und mache dir bewusst, dass das eben dein Schwellentroll ist und nicht du selbst.

Lass ihn ruhig Stress schieben. Versuche, dich nicht anstecken zu lassen. Vielleicht kannst du ihn sogar mit einer gewissen Belustigung betrachten. Etwa so, als würdest du einer Katze zusehen, die sich über das ‘Laubmonster’ auf dem Gehweg aufregt.

4) Schenke dir eine innerliche Umarmung

Schließe die Augen und erinnere dich daran, wie es sich anfühlt, sehr liebevoll umarmt zu werden.

Schenke dir nun selbst eine innere Umarmung, wie du sie nur mit einem Menschen teilst, den du sehr lieb hast.

Habe Mitgefühl mit dir. Sage dir die Dinge, die du einem lieben Mitmenschen in der Situation sagen würdest.

5) Mach dir klar, dass es vorüber geht

Stress ist nur ein Gefühl, das kommt und geht wie schlechtes Wetter. Mache dir das bewusst. Dass du in diesem Moment gestresst bist, bedeutet nicht, dass das dein ganzes Leben lang so bleiben wird.

6) Konzentriere dich auf den Augenblick

Wenn die Stresswelle über dir zusammenschlägt, konzentriere dich für eine halbe Minute ganz auf den Augenblick.

Beobachte, was um dich herum passiert, ohne es zu bewerten. Nimm mit allen Sinnen wahr und lasse die Gedanken einfach kommen und gehen, als würden sie gar nicht zu dir gehören.

Es kann dir auch helfen, dich auf einen bestimmten Gegenstand oder ein bestimmtes Geräusch zu konzentrieren. Beobachte zum Beispiel tief konzentriert deine Kaffeetasse und atme dabei ruhig ein und aus. Schon nach kurzer Zeit wird es dir besser gehen.

7) Mach das Gegenteil von dem, was dein Schwellentroll verlangt.

Wenn dein Schwellentroll schreit, dass du dich beeilen musst, atme erst einmal tief durch und mache fünf Minuten Pause.

Wenn er dir sagt, du sollst jetzt gefälligst Panik schieben, lache ihn aus.

Wenn du das Gegenteil von dem tust, was dein Schwellentroll gerade verlangt, verwirrst du ihn und nimmst den Druck aus der Sache raus. Du kannst dann ruhiger und konzentrierter weiterarbeiten.

8) Erstelle eine Liste aller Dinge, die dich gerade in deinem Leben stressen.

Komme aus der allgemeinen Panik-Haltung, indem du dir ganz konkret aufschreibst, was dich in deinem Leben gerade stört, nervt und stresst.

Schreibe alles auf, von den kleinsten (dieser Stuhl ist so unbequem) bis zu den größten Problemen (in diesem Job verschwende ich meine Lebenszeit).

Nimm dir danach zwei Farben zur Hand und ordne deine Liste nach folgenden Kriterien:

  1. Farbe: Auf diese Punkte habe ich selbst Einfluss und ich kann sie in absehbarer Zeit zum Positiven verändern (oder ich kann es zumindest versuchen).

  2. Farbe: Auf diese Punkte habe ich überhaupt keinen Einfluss oder ich will sie im Moment nicht verändern, weil mir der Preis für die Veränderung zu hoch erscheint.

9) Ändere alle Dinge, die sich sofort ändern lassen

Nimm dir die Punkte vor, die du mit der ersten Farbe markiert hast und arbeite sie systematisch ab. Jeder gelöste Punkt, und sei er noch so klein, kann deinen Stress minimieren.

Denke auch daran, dass manche Dinge delegiert werden können und die Welt sich auch noch weiterdreht, wenn du nicht mehr als Manager des Universums auftrittst. Gib einen Teil der Verantwortung an deine Mitmenschen ab.

10) Übe dich darin, die Dinge, die du nicht ändern kannst, zu akzeptieren.

Ich will es nicht schönreden, es gibt tatsächlich Dinge, die wir einfach nicht verändern können. Das Wetter zum Beispiel. Oder Dinge, an denen wir uns aufreiben, wenn wir versuchen, sie zu ändern (die Gewohnheiten anderer Menschen gehören häufig dazu).

Versuche, diese Dinge klar zu erkennen und eine Einstellung hierzu zu gewinnen, mit der du gut leben kannst. Vielleicht kannst du den Marotten deiner Kollegen humorvoller begegnen? Vielleicht findest du etwas Positives an deinem Job?

Die meisten der hier aufgeführten Tipps gegen akuten Stress erfordern etwas Übung. Lass dich davon nicht einschüchtern und probiere sie einfach für dich aus.

Vielleicht suchst du dir von den zehn Punkten erst einmal einen heraus, der dir besonders wirkungsvoll erscheint und übst, ihn in deinem Leben anzuwenden.

Auch wenn du die Übungen am Anfang nicht gleich perfekt ausführen kannst, werden sie dir helfen, deinen akuten Stress zu minimieren.

Was tust du, wenn du im Stress bist? Hast du noch andere Tipps gegen akuten Stress? Was hilft dir am besten? Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlassen würdest!

Lass uns gemeinsam Schwellentrolle jagen!

Liebe Grüße,

Marie

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